Liveblog zur Hitze in Baden-Württemberg

Sonnenschein bringt Hitze am Samstag zurück, Gemeinden warnen vor Wasserknappheit, Landstraße wegen Hitze gesperrt

Die anhaltende Trockenheit belastet die Landwirte. Auch am Wochenende bleibt Regen eine Seltenheit, die Hitze kommt wieder zurück. Alle Entwicklungen rund ums aktuelle Wetter im Liveblog.

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Stand

Das Wetter: Dienstag soll heißester Tag der Woche werden

Vor allem im Nordosten, aber auch in der Mitte von Baden-Württemberg sollen die Temperaturen morgen noch weiter steigen. Bereits am Montag erreichten die Temperaturen beispielsweise in Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) 36 Grad und in Ihringen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) 39 Grad. Am Dienstagmorgen wird es meist trocken und sonnig, ab dem Nachmittag kann es wieder kräftige Schauer und Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 32 und 38 Grad. Im Laufe der Woche soll die Hitze laut Wetter-Fachleuten weichen. Vielerorts liegen die Temperaturen dann unter 30 Grad, erst in der kommenden Woche könnte es wieder heißer werden.

Trockenheit auf Sportplätzen: Vereine werden kreativ

Hitze und Trockenheit machen Fußballvereinen mit Blick auf ihre Sportplätze zu schaffen. Die Plätze trocknen aus und die Bewässerung wird zum Teil teuer, wie zum Beispiel Vereine in der Region Heilbronn-Franken berichten. Manche finden ungewöhnliche Lösungen, etwa in Möckmühl (Kreis Heilbronn). Wegen Reinigungsarbeiten im Hallenbad würde dort viel Wasser im Abfluss landen - stattdessen wird es jetzt umgeleitet zur Sportanlage. Der FV Lauda (Main-Tauber-Kreis) konnte bislang Wasser aus einem Fluss nutzen, doch seit dieser Woche ist das nicht mehr erlaubt. Entnahmeverbote gibt es auch in anderen Teilen des Landes, zum Beispiel hat der Kreis Reutlingen eine entsprechende Anordnung bis Mitte September verlängert, wie der Kreis heute mitteilte. Glück im Unglück haben die Sportfreunde Schwäbisch Hall, die ihre Plätze durch Auffangbecken wässern können.

Aufräumarbeiten nach Unwetter in Region Stuttgart dauern an

Während der Deutsche Wetterdienst am Abend weiter vor starken Gewittern in der Südwesthälfte Deutschlands warnt, laufen in Magstadt (Kreis Böblingen) noch immer die Aufräumarbeiten nach einem Unwetter am vergangenen Freitag. Bürgermeister Florian Glock (FDP) hat mittlerweile Bilanz gezogen und fordert Hilfe vom Land. Auch Landwirtinnen und Landwirte zwischen Magstadt und Weil der Stadt (ebenfalls Kreis Böblingen) kämpfen mit den Folgen des Unwetters.

Kommt ein Badeverbot in Freiburg?

An einzelnen Stellen des Flusses Dreisam in Freiburg könnte das Baden bald verboten werden. Es geht um Stellen mit Kaltwasserbecken, die extra für Fische ausgehoben wurden. Eigentlich sollen Schilder Menschen davon abhalten, dort zu baden. Trotzdem gehen viele ins Wasser. Die Stadt und das Regierungspräsidium Freiburg prüfen deshalb aktuell ein Betretungsverbot für einen Bereich. Die Kältepools dort sollen ein Rückzugsort für Fische sein und ihr Überleben in trockenen und heißen Sommern sichern.

Rettungshunde trainieren Einsatz bei Hitze

Rund um Schwäbisch Gmünd-Degenfeld und Bartholomä (Ostalbkreis) hat heute eine Großübung mit 30 Rettungshunden begonnen. Bei der Suche nach Vermissten ist die Hitze eine besondere Herausforderung, sagt der Gmünder Staffelleiter Michael Berger. Gleichzeitig sei es wichtig, auch bei diesen Temperaturen zu trainieren. "Denn auch im Ernstfall können wir ja nicht nur bei idealen Temperaturen suchen." Anders als Menschen können Hunde nicht schwitzen, sondern regulieren ihre Körpertemperatur durch Hecheln. Ein Hitzschlag kann auch für die Tiere lebensbedrohlich sein. Aufgabe der Hundeführerinnen und -führer sei es, die Gesundheit ihrer Tiere zu schützen. Die Übung soll noch die ganze Woche andauern.

Hitzeschäden machen Gleise der Riesbahn unbefahrbar

Auf der Riesbahn zwischen Aalen (Ostalbkreis) und Donauwörth (Kreis Donau-Ries) läuft seit gestern so gut wie nichts mehr planmäßig. Grund sind Hitzeschäden an den Gleisen, teilte das Bahnunternehmen Arverio mit. Seit gestern stuft die DB InfraGO den Riesbahn-Abschnitt Wörnitzstein-Donauwörth deshalb als unbefahrbar ein. Heute wurde auch der Abschnitt zwischen Aalen und Lauchheim (Ostalbkreis) gesperrt. Zum Teil hat das Bahnunternehmen einen Notverkehr mit Bussen eingerichtet. Derzeit fahren laut Arverio aber auch parallel wieder Züge, allerdings langsamer als üblich. Deshalb kommt es zwischen Aalen und Nördlingen zu Verspätungen.

Bodensee-Pegel sinkt weiter

Der Wasserpegel des Bodensees in Konstanz zeigt derzeit 2,88 Meter an. So niedrig war er zu diesem Zeitpunkt im Sommer noch nie. Der historische Minimalwert am 3. August lag bislang bei 3,08 Meter. Der langjährige Mittelwert für den heutigen Tag liegt bei 4,14 Metern, also mehr als einen Meter höher als heute. Vor einem Monat war der Pegel noch rund 41 Zentimeter höher. Das hat viele Auswirkungen, schon vergangene Woche waren beispielsweise erste Häfen trockengelaufen.

Autor/in
Jana Mack
Jana Mack

Warnung vor schweren Gewittern in Baden-Württemberg

In weiten Teilen Baden-Württemberg drohen bis zum Abend schwere Gewitter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab am frühen Nachmittag eine Unwetterwarnung für alle vier Regierungsbezirke heraus. Örtlich sind demnach schwere Gewitter mit Orkanböen bis 110 Kilometer pro Stunde möglich, außerdem heftiger Starkregen mit vereinzelt bis zu 60 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Hagel könne Korngrößen um die drei Zentimeter erreichen, so die DWD-Warnung. Es sei mit örtlichen Überflutungen und erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Daneben warnt der DWD weiterhin im nördlichen Teil des Landes, am Oberrhein und am Bodensee vor extremer Hitze.

Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg weiter hoch

Noch immer ist die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg hoch. Heute schätzt der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Gefahr in Baden-Württemberg überwiegend zwischen mittel und hoch ein. Sogar sehr hoch ist sie demnach in Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) und Rheinfelden (Kreis Lörrach). Lediglich als gering wird die Gefahr in Renningen (Kreis Böblingen) eingeschätzt. Unsere Karte zur aktuellen Waldbrandgefahr mit Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigt, wie hoch die Gefahr an einzelnen Orten ist:

Autor/in
Jana Mack
Jana Mack

Hitze macht Gemüsegärtnern auf der Insel Reichenau zu schaffen

Die Hitze erschwert die Arbeit der Gemüsegärtner auf der Insel Reichenau im Bodensee. Die Gärtner der Genossenschaft Reichenau-Gemüse dürfen bei Hitze zwar unbegrenzt Wasser aus dem Bodensee entnehmen. Trotzdem stehen sie aktuell vor Herausforderungen. Denn das Bodenseewasser ist wärmer als sonst. Eine weitere Gefahr ist laut den Gemüsebauern zum Beispiel Sonnenbrand bei Tomaten. Die Gärtnerinnen und Gärtner gehen dagegen mit Systemen zur Beschattung vor.

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Jana Mack
Jana Mack

Flächenbrand in Nordrach: Große Hilfsbereitschaft in der Gemeinde

Über 100 Feuerwehrleute haben am Sonntag in Nordrach im Ortenaukreis stundenlang gegen einen Flächenbrand gekämpft. Nordrachs Bürgermeister Carsten Erhardt hat dabei die große Hilfsbereitschaft aller Beteiligten gelobt. Landwirte und eine Spedition hätten mit ihren Tanks Wasser angeliefert, mit dem die Feuerwehrleute die Flammen löschen konnten. Aber auch viele Anwohner hätten mitgeholfen und den Feuerwehrleuten Trinkwasser angeboten. Er sei stolz auf seine Gemeinde, so Erhardt.

Das Feuer sei gegen 16 Uhr ausgebrochen, die Löscharbeiten hätten bis spät am Abend gedauert, so der Bürgermeister. Aus sämtlichen Nachbargemeinden hätten Feuerwehren beim Löschen unterstützt. Verletzt wurde laut Erhardt niemand. Der Bürgermeister spricht außerdem von einem gefährlichen Einsatz, denn das Gelände sei steil und unwegsam gewesen.

Ursache für das Feuer war vermutlich eine Zigarette, die achtlos aus einem fahrenden Auto geworfen wurde.   

Einsatzreport24
Unterstützung für die Feuerwehr: Ein Speditionsunternehmen half mit einem Tankwagen aus und lieferte Wasser zum Löschen. Esther Busch
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Hannah Fritsch
Ulf Seefeldt

Warnung vor extremer Hitze in Baden-Württemberg

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Montag in nahezu ganz Deutschland vor Hitze. Besonders in der Mitte, im Osten und im Süden sei die Wärmebelastung extrem. Nach der DWD-Warnkarte gilt in Teilen Baden-Württembergs eine Warnung vor extremer Hitze - unter anderem im Norden, am Oberrhein und am Bodensee.

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Hannah Fritsch

Kann in Stuttgart das Trinkwasser ausgehen?

Temperaturen an die 40 Grad sind in Stuttgart keine Seltenheit mehr. Gerade an diesen heißen Tagen verbrauchen die Menschen deutlich mehr Wasser. Die Trinkwasserversorgung in Stuttgart ist jedoch nicht gefährdet. Das teilen die beiden Wasserversorger der Stadt Stuttgart auf SWR-Nachfrage mit. Stuttgart profitiere davon, Trinkwasser aus zwei verschiedenen Quellen zu beziehen: von der Landeswasserversorgung und von der Bodensee-Wasserversorgung. Daher hänge die Menge des in Stuttgart verfügbaren Trinkwassers nicht von Trockenperioden oder Niederschlagsmengen ab.

Der Hans-Im-Glück-Trinkwasserbrunnen in Stuttgart.
Am Hans-Im-Glück-Trinkwasserbrunnen in der Stuttgarter Innenstadt wird ein Glas mit Wasser gefüllt. Bernd Weißbrod
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Hannah Fritsch

Blaualgenbefall im Bodensee bei Lindau

Die Auswirkungen von Hitze und Trockenheit sind auch am Bodensee zu sehen und zu spüren. Der Kleine See, ein kleiner Teil des Bodensees bei Lindau, ist von Blaulagen befallen. Das Gesundheitsamt rät ab, dort zu baden. Denn die Blaualgen könnten Hautreizungen verursachen oder Durchfall auslösen. Insbesondere für Hunde seien die Giftstoffe sehr gefährlich.

Wetterdienst warnt vor Gewittern ab Montagnachmittag

Für Montagnachmittag und -abend warnt der Deutsche Wetterdienst vor einzelnen kräftigen Gewittern. Örtlich könne es dabei teils unwetterartigen Starkregen und Hagel sowie stürmische Böen geben. Auch am Dienstag sind Gewitter möglich.

Das Wetter: Es wird noch heißer und schwüler

In den kommenden Tagen wird es wieder heißer. In den Nächten - vor allem in den Ballungsräumen - bleibt es tropisch warm, das heißt, die Temperaturen sinken nicht unter 20 Grad. Das erschwert das Durchlüften. Am Montagvormittag gibt es viel Sonnenschein und ein paar Quellwolken auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald, daraus könnten sich am Nachmittag kräftige Schauer und Gewitter entwickeln. Für viele bleibt es aber schwül und heiß bei 31 bis 38 Grad. In den nächsten Tagen geht es heiß weiter - wechselhaft mit Schauern und Gewittern. Kälter wird es nur langsam von Tag zu Tag.    

Waldbrände wie am Mittelmeer? Was die Bodenseeregion von Südfrankreich unterscheidet

Die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg ist durch die Trockenheit hoch. So große Feuer wie im Mittelmeerraum sind laut Fachleuten aber unwahrscheinlich. Brände wie bei Bordeaux seien nicht zu erwarten, sagte etwa der Konstanzer Forstamtsleiter Rainer Wendt mit Blick auf den Bodenseeraum. Denn die Wälder der Region bestünden überwiegend aus Mischwäldern. Sie entzündeten sich nicht so leicht. Wälder mit vielen Nadelbäumen seien stärker gefährdet als jene mit Laubbäumen, erklärt auch der Landesbetrieb ForstBW. Doch auch hier erhöht Trockenheit die Gefahr. Dabei sei Vorsicht geboten, denn der Mensch sei - absichtlich oder nicht - für die meisten Feuer im Wald verantwortlich.

Konstanz

Forstexperte erklärt Unterschied Waldbrandgefahr: Warum am Bodensee wohl keine Feuer wie in Südeuropa drohen

In vielen Wäldern rund um den Bodensee herrscht höchste Waldbrandgefahr. Forstexperten erklären, wie sich die Hitze auf die Bäume auswirkt und wo die größte Brandgefahr besteht.

So können Sie sich gegen die Hitze schützen

Zum Wochenstart steigt die Hitze an, für viele Menschen wird sie zu einer großen Belastung. Besonders trifft das Menschen in Städten, wo sich die Hitze häufig staut. Deshalb gibt es vielerorts Hilfe gegen die hohen Temperaturen. Städte und Gemeinden bieten etwa Karten oder Übersichtsseiten zu "kühlen Orten" an. Das können etwa schattige Parks, kühle Räume wie Kirchen oder auch Freibäder und Badestellen sein. Bei Geschäften, die an der Initiative "Refill" teilnehmen, können Durstige ihre mitgebrachten Flaschen kostenlos mit Leitungswasser befüllen. Diese Orte gibt es nicht nur in Städten, sondern auch in vielen kleineren Gemeinden in Baden-Württemberg.

Das Wetter: Weiterhin hohe Temperaturen in BW

Am Sontag wird es erneut sonnig und warm, mit Höchsttemperaturen von 29 Grad auf der Schwäbischen Alb und bis zu 34 Grad am Rhein. Am Montag schlägt die Hitze voraussichtlich wieder stärker zu mit bis zu 38 Grad. Zum Abend hin sind vereinzelt Gewitter möglich. Auch Dienstag und Mittwoch erwarten und Schauer und Gewitter, die Temperatur bleibt aber hoch und sinkt nur langsam.

Böschungsbrand gelöscht: Sperrung an A6 aufgehoben

Laut Polizei ist das Feuer an der A6 bei Mannheim inzwischen gelöscht. Im Bereich der Theodor-Heuss-Brücke hatte die Böschung auf einer Fläche von der Größe eines Fußballfelds gebrannt. Wegen starker Rauchentwicklung war ein Fahrstreifen gesperrt worden. Diese Sperrung sei inzwischen aufgehoben.

Böschungsbrand unter der A6 in Mannheim

Im Bereich der Theodor-Heuss-Brücke in Mannheim, die die A6 über den Rhein führt, gibt es einen Böschungs- beziehungsweise Flächenbrand. Das teilt die Polizei Mannheim mit. Weil der Rauch auf die Fahrbahn zieht, wurde der rechte Fahrstreifen in Richtung Sandhofen gesperrt.

Gewitter im Alb-Donau-Kreis: Leichte Schäden

Eine Gewitterzelle über Amstetten (Alb-Donau-Kreis) hat am frühen Samstagnachmittag für Schäden gesorgt. Laut Polizei stürzten zwei Bäume um - einer auf eine Landesstraße, der andere auf die B10 in der Ortsdurchfahrt von Amstetten. Dadurch sei dort ein Ampel-Provisorium beschädigt worden. Verletzt wurde niemand.

Können Sie trotz Niedrigwasser am Bodensee baden gehen?

Der Pegel des Bodensees ist so niedrig, wie bisher noch nie zu dieser Jahreszeit. Für Badegäste hat das mitten in der Hochzeit der Reisesaison ebenfalls Folgen: Wer schwimmen gehen möchte, muss an manchen Stellen erst durch dunklen, teils übel riechenden Schlamm laufen. Besonders betroffen ist etwa die Halbinsel Höri (Kreis Konstanz). Nach SWR-Recherchen ist das Baden an den offiziell überwachten Badestellen unbedenklich. Es gibt derzeit keine Hinweise auf zusätzliche Gesundheitsrisiken durch das Niedrigwasser. Die wichtigsten Fragen hat eine Kollegin aus dem Studio Friedrichshafen beantwortet:

Radolfzell

Niedrigwasser am Bodensee Teils fauliger Geruch am Bodensee: Kann ich trotzdem baden gehen?

Durch das Niedrigwasser riecht es an manchen Bodensee-Ufern nach faulen Eiern. Doch was heißt das für den Badetag? Das sagen Forschende und das Gesundheitsamt.

Wald- und Flächenbrände fordern Feuerwehren

Die Feuerwehren in Baden-Württemberg waren gleich mehrfach Flächenbränden gefordert. In Stutensee (Kreis Karlsruhe) brannte am Freitagabend ein abgeerntetes Getreidefeld. Die Feuerwehr habe eine Ausbreitung verhindern können, teilte die Polizei mit. Die Besatzung eines Rettungswagens hatte das Feuer bemerkt und dabei eine Person beobachtet, die sich vom Brandort entfernt habe. Einen konkreten Verdacht auf Brandstiftung gebe es aber nicht, so der Sprecher.

Bei Bad Teinach-Zavelstein (Kreis Calw) ist es zu einem Waldbrand gekommen. In Balingen (Zollernalbkreis) brannte bereits am Freitagnachmittag eine Fläche von rund 100 Quadratmetern. Wenige Stunden später kam es dort erneut zu einem Brand.

Starkregen flutet Keller und Tiefgaragen in Calw

Auch im Nordschwarzwald hat das Unwetter am Freitagabend Schäden verursacht. Betroffen waren laut Polizei vor allem Calw und Ostelsheim (Kreis Calw). Einige Keller und Tiefgaragen seien vollgelaufen, sagte ein Sprecher. In der Stadtmitte von Calw waren Straßen überflutet. Außerdem seien Bäume auf ein Haus und eine Oberleitung gefallen.

Gefahr von Gewitter und Starkregen auf der Alb

Auch heute besteht die Gefahr von Gewittern in Baden-Württemberg. Ab Mittag könne es im Bereich der Alb und südöstlich davon zum Teil kräftige Gewitter geben, die bis zum späten Abend südostwärts abziehen, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Vorhersage mit. Örtlich seien dabei Starkregen mit bis zu 40 Liter pro Quadratmeter, Hagel und Sturmböen bis zu 85 Kilometer pro Stunde möglich. Ansonsten gibt es laut DWD mehr Sonne als Wolken und nur einzelne Schauer und Gewitter.

Vegetationsbrand in Haßloch: Fläche von 8.000 Quadratmetern steht in Flammen

In der Nacht zu Samstag ist es bei Haßloch (Kreis Bad Dürkheim) in Rheinland-Pfalz zu einem Vegetationsbrand gekommen. Eine Fläche von 8.000 Quadratmetern sei betroffen gewesen, teilte die Polizei mit. Anwohnerinnen und Anwohner hatten demnach gegen 3:20 Uhr starken Brandgeruch festgestellt. Am Morgen fanden noch Nachlöscharbeiten statt. Anwohnerinnen und Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten und Belüftungen ausschalten. Die Polizei ermittelt noch den Grund des Brandes. Die große Mehrheit der Flächen- und Waldbrände werden durch Menschen verursacht.

Wegen Gewitter: Feuerwehr Stuttgart am Abend mit 120 Leuten im Einsatz

Infolge des Unwetters, das am Freitagabend über Stuttgart hinweggezogen ist, waren dort mehr als 120 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr im Einsatz. Das berichtet die Feuerwehr Stuttgart in der Nacht auf Samstag. Die Helfer seien mit der Beseitigung von Unwetterschäden im gesamten Stadtgebiet beschäftigt gewesen. Das Unwetter traf die Landeshauptstadt gegen 20:20 Uhr. "Über das gesamte Stadtgebiet verteilt kam es zu zahlreichen wetterbedingten Einsatzstellen. Dabei handelte es sich insbesondere um Sturmschäden", teilte die Feuerwehr weiter mit. Ein Baum fiel so auf die Straße, dass auch die Stadtbahnschienen betroffen waren und es zu Unterbrechungen kam. Die Straße war mehrere Stunden gesperrt. Ein weiterer Baum riss eine Stromleitung ab. Und mehrere umgestürzte Bäume versperrten die Zufahrt zu einem Klinikgelände. Ein Überblick:

Auswirkungen in Stuttgart und im Kreis Böblingen Nach Gewitter mit Sturm: Bäume umgekippt und Überflutungen - viele Feuerwehreinsätze

Ein Gewitter mit Sturmböen ist über manche Regionen in Baden-Württemberg hinweggezogen. Bäume fielen auf Straßen, Stromleitungen und Fahrzeuge - teils gab es Überflutungen.

Unwetterwarnung in BW ist aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung für Teile Baden-Württembergs inzwischen aufgehoben. Es besteht demnach keine Gefahr mehr.

Hagel und überflutete Straßen im Kreis Böblingen

In Magstadt (Kreis Böblingen) hat es am Abend wegen des Gewitters Hagel und überflutete Straßen gegeben. Anwohnende sind den Beobachtungen einer SWR-Reporterin zufolge mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Ein Polizeisprecher bestätigte auf SWR-Anfrage, dass es im Landkreis Böblingen viele Einsätze gab. Teilweise seien Straßen kurzzeitig überflutet worden. Verletzte gebe es nach derzeitigen Informationen nicht, so der Sprecher weiter.

Für Stuttgart meldet die Polizei mehrere kleinere Einsätze. Es gebe ein paar abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume, sagte ein Sprecher auf SWR-Anfrage. Das Marienplatzfest kann laut Polizei weiterlaufen. Die Veranstalter waren zunächst nicht erreichbar. Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes wurde für den Regierungsbezirk Stuttgart bis 21:45 Uhr verlängert.

In Magstadt (Kreis Böblingen) laufen die Aufräumarbeiten nach Hagel und Starkregen
In Magstadt (Kreis Böblingen) laufen die Aufräumarbeiten, nachdem es am Freitagabend ein schweres Gewitter mit Hagel und Starkregen gegeben hatte. Bild in Detailansicht öffnen
Stellenweise hat es in Baden-Württemberg am Freitagabend offenbar auch gehagelt.
Stellenweise - so wie hier ebenfalls in Magstadt - blieb der Hagel anschließend am Boden liegen. Bild in Detailansicht öffnen
Ein Baum liegt nach einem Unwetter am Abend auf einer Straße in Stuttgart.
In Stuttgart waren bei dem Unwetter am Freitagabend laut Polizei mehrere Bäume umgestürzt. onw-images / Daniel Kessler Bild in Detailansicht öffnen
Baden-Württemberg

Das war der Liveblog zur Hitze im Land ++ Abkühlung kommt langsam ++ Zahlreiche Einsätze nach Badeunfällen ++ In einigen Regionen "Außergewöhnliche Einsatzlage" ausgerufen ++ Neuer bundesweiter Temperaturrekord ++

Baden-Württemberg schwitzt - nach hohen Temperaturen auch am Sonntag soll die Hitzewelle enden. Alle Entwicklungen rund um die aktuelle Wetter-Lage in unserem Liveblog.

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