Sonnenschein bringt Hitze am Samstag zurück, Gemeinden warnen vor Wasserknappheit, Landstraße wegen Hitze gesperrt
Die anhaltende Trockenheit belastet die Landwirte. Auch am Wochenende bleibt Regen eine Seltenheit, die Hitze kommt wieder zurück. Alle Entwicklungen rund ums aktuelle Wetter im Liveblog.
Seenachtfest in Konstanz: Feuerwerk soll trotz Trockenheit und Hitze stattfinden
Hitze und Trockenheit beherrschen derzeit die Schlagzeilen in der Region Bodensee-Oberschwaben. Am vergangenen Wochenende gab es in der Schweiz bei den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag teilweise Feuer- und Feuerwerksverbote. Dennoch soll das Feuerwerk beim Seenachtfest in Konstanz an diesem Samstag stattfinden, heißt es vom neuen Veranstalter, der Eventagentur EVENT Promotions aus Konstanz. Gleichzeitig soll das Traditionsfest nachhaltiger werden. Mehr zum Seenachtfest in Konstanz lest ihr hier:
Waldbrunn: Stutenmilchfarm leidet unter extremer Trockenheit
Die anhaltende Trockenheit stellt Deutschlands größte Stutenmilchfarm in Waldbrunn (Neckar-Odenwald-Kreis) vor immer mehr Herausforderungen. Zum "Kurgestüt Hoher Odenwald" gehören aktuell rund 350 Tiere, Stuten mit ihren Fohlen. Die Stuten werden täglich gemolken. Aus der Milch entstehen unter anderem Hautpflege-Produkte sowie Nahrungs- und Heilmittel.
Aktuell zeigen sich rund um die Stutenmilchfarm die Folgen der Hitze, vor allem die Folgen der anhaltenden Trockenheit: Die Wiesen sind grau-braun, überall sind sandig-staubige Stellen zu sehen. "Es ist hart", sagt Seniorchef Hans Zollmann. Die 350 Tiere müssten täglich satt werden, aber frisches Futter sei so gut wie nicht mehr zu finden.
Auf der Pferdekoppel ist kaum noch ein grüner Grashalm.
SWR
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Hannah Fritsch
Wassersparen bei Hitze: Diese Tools helfen im Haushalt
Wegen Hitze und Trockenheit rufen viele Kommunen in Baden-Württemberg seit Wochen zum Wassersparen auf. Wer im Haushalt weniger Wasser verbrauchen möchte, kann Alltagstipps beachten - oder auf verschiedene technische Hilfsmittel zurückgreifen. Im Bad helfe unter anderem ein wassersparender Duschkopf, ebenso Sieb-Einsätze und Spartechnik am Wasserhahn, erklärt Maren Mittelbach, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Bei der Toilettenspülung könne eine Spartaste viel bewirken. Auch Wasser mit geringerer Qualität, wie etwa Regenwasser, kann laut Mittelbach genutzt werden. Entsprechende Systeme könnten das Wasser technisch aufbereiten und es dem Haushalt erneut zuführen, etwa für die Toilettenspülung oder die Gartenbewässerung, so Mittelbach.
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Hannah Fritsch
Raum Karlsruhe: Einschnitte bei Maisernte, Probleme beim Transport
Trotz Rekordhitze und geringer Niederschläge sind die Erträge bei der Weizenernte entlang der Rheinschiene laut ZG Raiffeisen noch überwiegend zufriedenstellend. Beim Mais rechnet die ZG Raiffeisen im Raum Karlsruhe jedoch mit Trockenschäden: Die Ernte werde um rund 30 Prozent geringer ausfallen und müsse wie in der Region Heilbronn früher stattfinden als sonst. Doch auch der Transport mache wegen des extremen Niedrigwassers im Rhein Probleme, sagt Richard Volz, Agrar-Geschäftsbereichsleiter der ZG Raiffeisen.
Symbolbild: Die Maisernte in der Region Karlsruhe fängt wegen der Trockenheit früher an.
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Hannah Fritsch
Biber durch Trockenheit bedroht
Die anhaltende Trockenheit macht auch den Bibern zu schaffen. Das sagte der Biberberater im Kreis Rastatt, Michael Hug, bei einem Renaturierungsprojekt in Iffezheim. Aktuell gebe es im Kreis Rastatt etwa 13 Reviere und sieben umherziehende Einzeltiere. Doch laut Hug droht ein Rückgang der Biber-Population. Denn wegen des Niedrigwassers führten die Gewässer kaum noch Wasser. Der Biber brauche jedoch für den Zugang zu seiner Biberburg einen hohen Wasserstand, damit Feinde wie Füchse nicht in den Bau kämen, so Hug.
Maisernte in der Region Heilbronn-Franken muss wegen Trockenheit früher starten
In der Region Heilbronn-Franken leidet die Maisernte unter der anhaltenden Trockenheit. Deshalb startet sie dieses Jahr wesentlich früher - nämlich schon in den nächsten Tagen. Normalerweise beginnt die Erntezeit für Mais erst in sechs Wochen. Bereits durch die hohen Temperaturen Anfang Juli sei der Mais kam noch gewachsen. Durch die Hitze der letzten Wochen hätten die Pflanzen keine "maßgeblichen Kolben" gebildet und es gebe auch keine Kornfülle in den Kolben, so Jürgen Maurer, Vorsitzender des Bauernverbands Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems. Es könne zu Ernteausfällen von bis zu 50 Prozent kommen, so Maurer.
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Hannah Fritsch
Sturmböen, Gewitter und Schauer heute Nachmittag erwartet
Heute Nachmittag soll das Wetter weit weniger freundlich werden. Vielerorts soll es Schauer geben. Vor allem im Südosten werden gegen Abend und in der Nacht teils kräftige Gewitter und Sturmböen bis 80 Kilometer pro Stunde erwartet. Örtlich kann es zu Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter kommen. Auch Hagel mit bis zu zwei Zentimetern Korngröße ist möglich. Die Höchstwerte liegen der Vorhersage zufolge bei 28 bis 35 Grad.
Archivbild aus Winnenden: Erneut soll es in Baden-Württemberg gewittern und regnen.
dpa Bildfunkpicture alliance/dpa/onw-images | Alexander Wolf
Im Nordwesten soll es laut Deutschem Wetterdienst auch in der Nacht meist klar und trocken bleiben. Die Temperaturen sollen auf 15 bis 20 Grad sinken.
Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor den Folgen der Trockenheit: Das aktuelle Niedrigwasser könnte dafür sorgen, dass die Wirtschaft in Deutschland 2026 nicht wächst und vielleicht sogar schrumpft. Der Grund: Binnenschiffe können aktuell nur noch ein Drittel bis die Hälfte der üblichen Ladung transportieren, weil das Wasser so niedrig steht. Das bedeutet, dass sich die Frachtkosten auf einzelnen Verbindungen verdrei- bis vervierfacht haben. Darunter leiden vor allem Raffinerien sowie die Chemie- und Stahlindustrie.
Der Geschäftsführer des Tankstellenverbands ZTG, Jürgen Ziegner, warnte im "Handelsblatt" vor möglichen Engpässen in der Spritversorgung, sollten Wasserstände des Rheins an wichtigen Stellen weiter sinken. Dann könnten auch die Preise an den Tankstellen steigen.
Extrem wenig Wasser: Schiffe müssen deutlich langsamer fahren
Die Schifffahrt auf Neckar und Main geht mittlerweile nur noch träge voran. Der Grund: Beide Flüsse führen momentan extrem wenig Wasser, wie die zuständigen Schifffahrtsämter mitteilten. Niedrigwasser gibt es zwar nicht, dafür sind die vielen Staustufen da. Aber gerade diese zu passieren, dauert länger. Denn: Wenig Wasser fließt langsamer und daher dauert es auch länger, die Schleusen für die Schiffe zu befüllen. Außerdem bedeutet wenig Wasser auch weniger Fracht für die Schiffe. Im Raum Heilbronn wurde deshalb für Schiffe auf dem Neckar der empfohlene Tiefgang von 2,80 Metern auf 2,60 Meter reduziert.
Wolken mit Aussicht auf Sonne: Das Wetter heute Vormittag
Nach einer tropischen Nacht mit teils Schauern und Gewittern, sind die Temperaturen am Morgen erstmal gesunken. Heute Vormittag wechseln sich laut Deutschem Wetterdienst dann Wolken und Sonne ab. Es soll größtenteils noch trocken bleiben. Die Höchstwerte liegen zwischen 28 und 35 Grad.
Wegen Trockenheit: Weniger Strom aus Wasserkraftwerken in BW
Wegen der Trockenheit und den niedrigen Wasserständen der Flüsse wird an einigen Wasserkraftwerken des Energieversorgers EnBW gerade deutlich weniger Strom als sonst produziert. Das teilte das Unternehmen mit. Die Laufwasserkraftwerke seien abhängig davon, wie viel Wasser ein Fluss führe. An kleineren Zuflüssen seien einige Anlagen deswegen bereits außer Betrieb oder nur noch eingeschränkt am Netz - etwa an Flüssen wie Kocher, Enz, Jagst, Nagold oder Untere Argen.
Die Wasserkraftwerke am Neckar beispielsweise konnten in den ersten sechs Monaten des Jahres nur 83 Prozent sonst möglicher Strommengen produzieren. Betrachtet man den Juni allein, waren es den Angaben zufolge sogar nur 61 Prozent des möglichen Erzeugungsniveaus.
Tropennacht in Baden-Württemberg
Schwitzen statt schlafen heißt es auch in der Nacht zum Mittwoch. Vielerorts kühlt es auch nachts kaum ab, die Temperaturen halten sich hartnäckig oberhalb der 25 Grad. In Forst (Kreis Karlsruhe) wurden um Mitternacht noch 28,2 Grad gemessen. Auch in der Rhein-Neckar-Region halten sich die Temperaturen am frühen Morgen noch bei um die 27 Grad.
So versucht eine Freiburger Einrichtung, Wohnungslose bei der Hitze zu unterstützen
Wohnungslose Menschen sind der Hitze ausgeliefert: Denn wenn die Temperaturen steigen, haben sie keinen Ort, an dem sie Unterschlupf finden können. Die Pflasterstub der Caritas in Freiburg versucht, Wohnungslose zu unterstützen. Das sei aber nicht immer einfach: "Im Sommer können wir nicht mehr als kaltes Wasser und vielleicht mal eine Sonnencreme anbieten, wenn wir eine da haben", sagt der Leiter der Einrichtung, Willibert Bongartz. Im Winter sei es einfacher als im Sommer. Wie trotz der hohen Temperaturen versucht wird zu helfen, erfahren Sie im folgenden Beitrag:
Es bleibt heiß: So wird das Wetter morgen in BW
Die Temperaturen bleiben weiterhin hoch in Baden-Württemberg. Am Mittwochmorgen fallen sie zwar in Mannheim auf bis zu 24 Grad und in der Südhälfte auf bis zu 22 Grad ab. Am Nachmittag steigen die Temperaturen dann überall im Land auf über 30 Grad. Richtig heiß wird es in der Rhein-Neckar-Region, dort soll es bis zu 35 Grad geben. Zum Donnerstag hin soll es der Prognose zufolge etwas abkühlen.
Hitzestress in der Notaufnahme: Wie die Ärzte unter extremen Bedingungen arbeiten
In der Notaufnahme des Stuttgarter Klinikums spürt man die Auswirkungen der Hitzewelle auf mehrere Arten: Zum einen betreuen die Ärzte Patientinnen und Patienten, die wegen der extremen Hitze die Notaufnahme aufsuchen. Zum anderen herrschen in der Notaufnahme selbst hohe Temperaturen. "Das Gebäude ist für solche Temperaturen nicht gemacht", sagt der Arzt Mark Simon. Wie Simon und sein Team mit den Herausforderungen, die die Hitze mit sich bringt, umgehen, sehen Sie hier:
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Dienstag landesweit vor schweren Gewittern gewarnt. Die am Nachmittag herausgegebene Unwetterwarnung gilt bis in die Nacht hinein. Örtlich sind demnach schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde möglich. Innerhalb einer Stunde können bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, vereinzelt sogar bis zu 60 Liter. Zudem könnten Hagelkörnern von bis zu drei Zentimetern Größe fallen. Durch die großen Regenmengen könnten in kurzer Zeit Straßen, Keller und Unterführungen überflutet werden. Der DWD spricht von einer extremen Gefahr durch Blitzschlag, Hagel und schwere Sturmböen.
BW hat einen neuen Jahrhundertsommer
Baden-Württemberg hat einen neuen Jahrhundertsommer: Mit 28,0 Hitzetagen im Flächenmittel hat der Wert laut SWR-Wetterexperten am Dienstag den aus 2003 bereits jetzt deutlich überschritten. Damals gab es im Land insgesamt 26,9 Hitzetage. Dabei ist der Sommer in diesem Jahr noch lange nicht vorbei - es dürften also noch einige weitere Hitzetage dazukommen.
Kein Trinkwasser-Engpass in BW
Die aktuelle Hitze und die damit verbundenen Niedrigwasserstände haben in Baden-Württemberg zu Einschränkungen bei der Wasserentnahme für Unternehmen und Landwirtschaft geführt. Die Trinkwasserversorgung ist nach Angaben von Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) nicht gefährdet. Allerdings werde die Entnahme aus offenen Gewässern reglementiert, sagte Walker. Landratsämter können kurzfristig anordnen, dass Landwirte und Unternehmen kein Wasser oder nur noch bestimmte Mengen aus Seen, Flüssen und Bächen entnehmen dürfen. Ein komplettes Verbot gebe es jedoch nicht.
Rettungsaktion für Fische in Freiburg
Die Stadt Freiburg hat wegen der anhaltenden Trockenheit eine Rettungsaktion für Fische gestartet. Helfer fangen seit Dienstagmorgen Fische aus dem ausgetrockneten Gewerbekanal, um sie in den noch ausreichend Wasser führenden Dietenbach umzusetzen. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, drohen die Tiere in den verbliebenen Wasserpfützen wegen Sauerstoffmangels zu ersticken. Ursache für die Situation sind die extreme Hitze und das Niedrigwasser in allen Freiburger Bächen.
Jahrhundertsommer in BW: So viele Hitzetage wie lange nicht mehr
Baden-Württemberg steht vor einem außergewöhnlichen Hitzesommer. Es gab so viele Hitzetage wie lange nicht mehr. Im Landesmittel wurden 2003 insgesamt 26,9 Hitzetage gezählt. Diese Marke dürfte voraussichtlich schon am Dienstag oder Mittwoch erreicht sein. Damit wäre 2026 ein Jahrhundertsommer für Baden-Württemberg.
Der Rhein hat zu wenig Wasser, das wirkt sich auch auf die Binnenschifffahrt aus. Denn es gibt Stellen am Rhein, die wegen des extremen Niedrigwassers zum Nadelöhr werden und den Schiffsverkehr behindern.
Immer wieder wird diskutiert, ob eine Vertiefung des Flusses Abhilfe schaffen könnte. Aber: Nur weil ein Fluss tiefer ist, führt er nicht automatisch mehr Wasser. Wenn es nicht regnet, nützt die am besten ausgebaute Fahrrinne nichts. Was für und gegen diese Maßnahme spricht, erfahrt ihr hier:
Starkregen mit 60 Litern pro Quadratmeter in der Stunde möglich
Heute ist laut Deutschem Wetterdienst mit unwetterartigen Gewittern mit heftigem Regen zu rechnen. Vereinzelt wird in Baden-Württemberg heftiger Starkregen mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde erwartet. Auch Hagel mit einer Größe von etwa drei Zentimetern könne fallen und orkanartige Böen bis zu 110 Kilometern pro Stunde wehen.
Ein Mähdrescher ist in einem Getreidefeld unterwegs. Die Landwirte in Baden-Württemberg haben mit der extremen Trockenheit zu kämpfen.
dpa Bildfunkpicture alliance/dpa | Thomas Warnack
Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband spricht von "dramatischen Folgen" der Trockenheit für viele Betriebe. Er fordert unter anderem zinslose Überbrückungskredite sowie Zuschüsse für Futtertransporte. Trotz Anpassung an den Klimawandel würden die Betriebe an ihre Grenzen stoßen, wenn Extremwetter zunehme.
Auch beim Grundwasser machen sich Trockenheit und Hitze bemerkbar
Sollte es mit dem Wetter so weitergehen, warnt die Landesanstalt für Umwelt (LUBW), könne es im weiteren Verlauf des Jahres zu zunehmenden Beschwerlichkeiten in Spitzenverbrauchszeiten kommen sowie zu Wasserknappheit in Gebieten, die vorwiegend mit Quellwasser versorgt werden. Noch seien großräumige Engpässe in der Wasserversorgung aber nicht absehbar.
Die anhaltende Trockenheit abseits von örtlichen Gewittern sorgt für immer mehr Probleme: Auf der einen Seite ist die Waldbrandgefahr hoch, auf der anderen Seite haben Bäche, Flüsse und Seen immer weniger Wasser. Wie das bei der Landesanstalt für Umwelt angesiedelte Niedrigwasser-Informationszentrum Baden-Württemberg (NIZ) mitteilt, liegen die Wasserstände "größtenteils auf extrem niedrigen Niveau und sinken weiter". 72 Prozent der Pegel melden demnach extrem niedrige Wasserstände. Anfang Juli lag dieser Wert noch bei weniger als der Hälfte (34 Prozent). Auch Gewitter brächten keine nachhaltige Verbesserung. "Daher ist damit zu rechnen, dass sich die Situation in der ersten Augustwoche weiter verschärfen wird." Ursache für die Lage sei die seit mehreren Monaten anhaltende Niederschlagsarmut. Die Trockenheit zeigt sich demnach nicht nur an kleineren Flüssen, sondern auch an großen Gewässern. Am Bodensee (Pegel Konstanz) lag der Wasserstand am 31. Juli bei 2,91 Meter und damit 96 Zentimeter unter dem langjährigen Saison-Durchschnitt. Auch die Donau führt so wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ähnlich ist die Lage am Oberrhein, wo Niedrigwasser der Stufe 2 gemeldet wird. Am Neckar ist der Wasserstand zwar noch sehr niedrig (Niedrigwasser Stufe 1). Er wird laut aktuellen Vorhersagen des NIZ aber bereits in dieser Woche auf "extrem niedrig" sinken.
Heute soll der heißeste Tag der Woche werden, in Baden-Württemberg wird wohl vielerorts die Marke von 37 Grad geknackt werden, dazu ist es schwül. Wir haben einen Notfallmediziner gefragt, wie man sich am besten vor Hitzschlag und Sonnenstich schützt.
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Regionale Warnungen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert laufend über die Warnsituation in Deutschland. In der Wochenvorhersage und dem
Warnlagebericht für die nächsten 24 Stunden wird dargestellt, in welchen Regionen mit besonderen Ereignissen zu rechnen ist.
Die Landkreiswarnungen werden sehr kurzfristig vor den Warnereignissen herausgegeben, um möglichst genau sein zu können.
Wenn Sie auf einen Landkreis auf der Karte klicken, wird Ihnen die entsprechende Warnung angezeigt.
Starkregen und Hagel in Teilen Baden-Württembergs erwartet
Zwar ist es heute meist sonnig, dennoch ist ab dem Nachmittag in Teilen des Landes mit Unwettern zu rechnen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) besteht landesweit Unwettergefahr. Nach Angaben des DWD ist mit sehr viel Regen in sehr kurzer Zeit zu rechnen. Deshalb könnte es zu überfluteten Kellern und Unterführungen kommen.
Bei den aktuellen Temperaturen ist es nicht nur uns Menschen, sondern auch vielen Tieren zu heiß - auch den Schafen von Schäfer Daniel Fritz aus Hagelloch im Kreis Tübingen. Aber tatsächlich kann gerade die Wolle der Tiere bei der Hitze hilfreich sein. Denn sie schützt die Schafe vor direkter Sonne und Hitze. Das und weitere Tricks der Tiere mit der Hitze umzugehen hat Schäfer Fritz SWR-Reporterin Klara Keuthen verraten:
Gibt es eine historisch schlechte Zuckerrübenernte?
Die Hitze und Trockenheit setzen auch den Zuckerrüben zu und könnten dafür sorgen, dass die Zuckerrübenernte in diesem Jahr besonders schlecht ausfällt. Der Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer erwartet die niedrigste Ernte seit der Wiedervereinigung. Daher dürfte dieses Jahr in Süddeutschland wohl ein Drittel weniger Zucker erzeugt werden als noch im Vorjahr. Auch im europäischen Ausland sieht es ähnlich aus. Das könnte sich auch auf den Zuckerpreis auswirken.
Zu Hause Wasser sparen durch technische Lösungen
Trockenheit und Hitze erhöhen den Wasserverbrauch. Viele Kommunen rufen deshalb schon seit Wochen dazu auf, Wasser zu sparen - Auto waschen, Pool füllen oder Rasen sprengen ist vielerorts gerade nicht erlaubt. Durch technische Lösungen kann zu Hause Wasser gespart werden.
Beim Duschen lässt sich mit einem Sparduschkopf oder einem Durchflussbegrenzer zwischen Schlauch und Kopf viel Wasser sparen - oft mehr als die Hälfte. Wer die Dusche laufen lässt, bis warmes Wasser kommt, kann das kalte Wasser auffangen und später zum Putzen oder Gießen nutzen. Am Wasserhahn können Sieb-Einsätze dafür sorgen, dass weniger Wasser verbraucht wird. Auch bei der Toilettenspülung gibt es Einsparpotenzial: Statt nur einer großen Taste kann ein Spülkasten mit einer kleinen Taste eingebaut werden, der nutzt weniger Wasser. In Eigenheimen kann der Spülkasten auch so umgerüstet werden, dass er mit Regenwasser betrieben werden kann. Das gleiche ist mit Grauwasser möglich, also mit dem Abwasser aus Dusche, Waschmaschine oder Waschbecken. Im Garten können Tropfschläuche statt Rasensprenger verwendet werden.