In Baden-Württemberg ist am Dienstag der Rekord bei der Zahl der Hitzetage gebrochen worden. "Die Anzahl der Hitzetage im Flächenmittel für Baden-Württemberg liegt in diesem Jahr bei 28,0", sagte SWR-Wetterexperte Gernot Schütz. Damit sei der Rekord aus dem Jahrhundertsommer 2003 von 26,9 Hitzetagen jetzt schon deutlich überschritten worden.
Wie es im Vergleich zu 2003 mit der Mitteltemperatur in Baden-Württemberg aussieht, kann logischerweise erst verglichen werden, wenn der Sommer vorbei ist, am Ende des meteorologischen Sommers. Von einem Hitzetag sprechen wir ab einer Höchsttemperatur von 30,0 Grad und mehr, sagte SWR-Wetterexperte Andreas Machalica. Ab 35,0 Grad sei es ein sogenannter Wüstentag.
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Nach einem leichten Rückgang kommt die Hitze am Wochenende zurück. Der fehlende Regen macht sich vielerorts bemerkbar. Alle Hintergründe im Liveblog.
"Wärmste Nacht jemals in einem August"
Auch die Nächte im Land sind rekordverdächtig. "Wir haben einen neuen August-Temperatur-Rekord in einigen Orten Baden-Württembergs aufgestellt", so Machalica mit Blick auf die Nacht von Montag auf Dienstag. Zum Beispiel in Stuttgart in der Innenstadt mit 23,4 Grad, das sei die wärmste August-Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. "Am Stuttgarter Flughafen sogar die wärmste Nacht überhaupt seit Beginn der Messung 1953", so Machalica. Da habe es eine Tiefsttemperatur in der Nacht auf Dienstag von 21,9 Grad gegeben. "Und auch in anderen Orten in Baden-Württemberg hatten wir die wärmste Nacht jemals in einem August, zum Beispiel in Öhringen mit 22,6 Grad", erklärt der SWR-Wetterexperte.
Hitzewelle ebbt mit Gewittern ab, dann wird es wieder heiß
Nach Tropennächten können Gewitter folgen. "Die Hitzewelle geht langsam zu Ende zunächst Mal", so Machalica. Am Donnerstag und Freitag werde es in Baden-Württemberg 25 bis 28 Grad geben, also angenehme Sommertage ohne große Hitze. "Es wird auch trockenere Luft reinkommen, das heißt, die Schwüle lässt nach", so der Wetterexperte weiter. Ab dem Wochenende allerdings steigen die Temperaturen demnach aber wieder auf über 30 Grad. Hohe Temperaturen wie diese werden auch in die kommende Woche hinein blieben. Es sei noch nicht absehbar, dass es dann entscheidend kühler wird, so Machalica.
Deutscher Wetterdienst Unwetterwarnung für Baden-Württemberg
In Teilen Baden-Württembergs kann es zu Unwettern kommen. Der Deutsche Wetterdienst informiert laufend.
Restliche Sommerferien wohl weiter ein Wechselspiel des Wetters
Nach Einschätzung des SWR-Wetterexperten sieht es für die restlichen Sommerferien tendenziell eher so aus, dass wir "weiterhin dieses Wechselspiel zwischen heißen Phasen, Hitzewellen, und dann wieder etwas weniger heißen Phasen haben". Wegen des abnehmenden Sonnenstandes würden die absoluten Spitzenwerte dann aber nicht mehr nah an die 40-Grad-Marke herankommen, so Machalica. Für den SWR-Wetterexperten ist der Sommer 2026 bisher "absolut ungewöhnlich und rekordverdächtig" - und möglicherweise fallen bald weitere Rekorde.