Liveblog zur Hitze in Baden-Württemberg

Statistik bestätigt überpropotional viele Hitzetote im Land, Neue Hitzewelle im Anmarsch, Bundesweiter Hitze-Aktionsplan angekündigt

Laut dem Robert-Koch-Insitut gibt es in Baden-Württemberg überproportional viele Hitzetote. Alles zum BW-Jahrhundertsommer im Liveblog.

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Stand

Hitzeschlacht: Heilbronner Gefängnis füllt Glühwein ab

Glühwein-Abfüllung - jetzt und bei diesen Temperaturen? Gefangene und Bedienste der JVA-Außenstelle in Talheim (Kreis Heilbronn) lieferten sich heute eine Hitzeschlacht für die kalte Jahreszeit. Sie befüllten auf dem Hohrainhof rund 3.000 Flaschen mit Glühwein. An der Außenstelle der JVA wird Wein seit vielen Jahrzehnten von Gefangenen unter Anleitung angebaut. Sie begannen mit dem Abfüllen schon um 7 Uhr, um der größten Hitze aus dem Weg zu gehen. Dennoch sei allen der Schweiß gelaufen, sagte Weinbautechnikerin Karolin Bubeck dem SWR.

Abfüllung des Glühweins im August 2026
Dass der Glühwein schon Anfang August abgefüllt werde, habe mehrere Gründe, erklärt Weinbautechnikerin Bubeck. Einer davon: Der Hohrainhof habe keine eigene Abfüllanlage, deshalb komme ein Dienstleister mit einer mobilen Maschine auf einem Lkw. Der habe nur begrenzt Zeit. JVA Heilbronn

Brand in Wiesloch: Feuerwerkskörper schuld?

In Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) musste die Feuerwehr einen kleineren Flächenbrand am südlichen Stadtrand löschen. In unmittelbarer Nähe hatten laut Polizei drei Jugendliche Feuwerwerkskörper gezündet. Ob sie das Feuer verursacht hätten, sei allerdings unklar. Mitarbeitende des Heidelberger Haus des Jugendrechts haben die Ermittlungen übernommen.

Offenburg rechtfertigt sich für schlechtes Abschneiden bei Hitze-Check

Die Stadt Offenburg wehrt sich gegen den Vorwurf, seine Bewohner zu wenig gegen die Hitze zu schützen. In einem Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe hatte die Stadt den letzten Platz unter 195 deutschen Städten belegt. Einer der Gründe dafür ist, dass es kaum Bäume gibt, die höher als 2,50 Meter sind. Die Klimaanpassungmanagerin der Stadt Alexandra Rohmer sagte, junge Bäume, die als Ersatz für alte erkrankte Bäume gesetzt worden seien, seien nicht im Check berücksichtigt worden. Aus ihrer Sicht verständlich, weil diese noch keine so gute Verschattung brächten wie alte Bäume. "Aber es ist nicht so, dass wir viel weniger Bäume in Offenburg haben, sondern jüngere", so Rohmer.

Update zu Waldbränden im Ortenaukreis

Derzeit bekämpfen Einsatzkräfte der Feuerwehr zwei Waldbrände im Ortenaukreis. Wir haben gerade schon dazu berichtet. Die Brände befinden sich nach Angaben der Polizei in Zell am Harmersbach und an der B 33 zwischen Biberach und Haslach. Auf der Bundesstraße verlangsamten die Beamten aus Sicherheitsgründen den Verkehr, eine Straße in der Nähe wurde gesperrt. In Zell am Hamersbach sei wegen der Einsatzmaßnahmen die L 94 zwischen Kreisverkehr Zeller Straße/Eisensprung und Hauptstraße/Unterentersbacher Straße gesperrt, so die Polizei weiter. An beiden Orten soll ein Polizeihubschrauer eingesetzt werden, um die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu unterstützen und auszuschließen, dass sich in den betroffenen Wäldern Wanderer und Freizeitsportler aufhielten. Die Ursachen der Brände sind derzeit noch unklar.

In Steinach und Zell am Harmersbach (beides Ortenaukreis) gibt es aktuell Waldbrände. Das Landratsamt des Ortenaukreises warnt deshalb die Bevölkerung. Die Feuerwehr sei bereits im Einsatz.
Die Feuerwehr bekämpft derzeit zwei Waldbrände im Ortenaukreis. kamera24.tv

Behörden warnen vor Waldbränden im Ortenaukreis

In Biberach und Zell am Harmersbach (beides Ortenaukreis) gibt es aktuell Waldbrände. Das Landratsamt des Ortenaukreises warnt deshalb die Bevölkerung. Menschen sollten das betroffene Gebiet meiden, hieß es in einer Mitteilung. Zufahrten zu den Einsatzstellen müssten freigehalten werden. "Achten Sie auf Durchsagen von Polizei und Feuerwehr", so die Behörden weiter. Anwohnende sollten Lüftungsgeräte ausschalten und die Fenster schließen. Die Feuerwehr sei bereits im Einsatz.

Aktuelle Trinkwassersituation: Manche BW-Kommunen unter Druck

Die Böden in Baden-Württemberg sind aufgrund der großen Hitze und des wenigen Regens trocken. Da stellt sich der ein oder andere wohl auch die Frage: Wie sicher ist eigentlich unsere Trinkwasserversorgung? Es gibt Regionen, deren Wasserversorgung steht ziemlich unter Druck, beispielweise in Südbaden und am Großen Heuberg (Kreise Zollernalb, Tuttlingen und Sigmaringen). Betroffen sind Kommunen, die auf Quellwasser angewiesen sind. Die dortigen Quellen liefern immer weniger Wasser. Sie bekommen ihr Wasser dann aus anderen stabilen Wasservorkommen umgeleitet. Diese sind etwa im Oberrheingraben mit großen und tiefen Grundwasservorkommen - deshalb ist in und um Karlsruhe die Lage noch immer ziemlich entspannt. Stuttgart wird ebenfalls sicher beliefert. Die Landeshauptstadt kann auf Bodenseewasser zurückgreifen. Der Bodensee habe zwar auch einen niedrigen Wasserstand, trotzdem werde nur ein Prozent der Menge Wasser entnommen, die dem See zufließe, so der Versorger.

Bundesverkehrsminister: Niedrigwasser-Probleme wohl im gesamten August

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) aus dem Wahlkreis Ludwigsburg geht davon aus, dass die Lage für die Binnenschifffahrt angespannt bleibt. Die Niedrigwasserproblematik werde wohl noch den kompletten Monat andauern, sagte der CDU-Politiker. Vorerst soll es aber trotz Niedrigwassers kein Fahrverbot auf dem Rhein geben. Bilger will sich morgen noch einmal mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern über mögliche weitere Krisenmaßnahmen austauschen. Mehrere Bundesländer haben bereits das Sonn- und Feiertagsverbot für Lkw vorübergehend ausgesetzt, darunter auch Baden-Württemberg. Um Logistikketten aufrechtzuerhalten, sollen Transporte so zumindest teilweise auf die Straße verlagert werden.

BUND gegen Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat kritisiert, dass das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen in Baden-Württemberg ab dem kommenden Wochenende ausgesetzt werden soll. Das extreme Niedrigwasser in Rhein und Neckar sei eine direkte Folge der Erderwärmung und damit Ausdruck der menschengemachten Klimakrise, heißt es in einer Mitteilung. "Hier wird versucht, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben." Es sei das völlig falsche Signal, auch sonntags klimaschädliche Lkw-Fahrten zu erlauben. Mehrere Länder wollen Lastwagentransporte am Sonntag erlauben, weil die Schiffe nur noch teilweise beladen werden können. Zwar ist der Wasserpegel im Neckar nicht erheblich gesunken, weil der Fluss gestaut wird. Doch weil es länger dauert, bis die Schleusen volllaufen, dauern auch die Fahrten länger. Außerdem kommen viele Schiffe vom Rhein in den Neckar.

Fahrgastschiffe können Hafen Langenargen nicht mehr anfahren

Fahrgastschiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe können seit gestern die Landestelle Langenargen (Bodenseekreis) nicht mehr anfahren. Hintergrund sei der niedrige Wasserstand des Bodensees, so ein Sprecher der Bodensee-Schiffsbetriebe. Traditionell sei der Hafen in Langenargen der erste, der bei niedrigem Pegelstand nicht mehr bedient werden könne.

Klimaaktivisten faken Mannheimer Stadtmarketing-Seite im Netz

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie die offizielle Marketing-Seite, mit der die Stadt Mannheim im Internet um Touristen wirbt. Doch visit-mannheim.net ist eine Satire-Aktion, mit der Mannheimer Aktivisten auf die Auswirkungen der Klimakrise aufmerksam machen wollen. Schon jetzt zählt Mannheim zu den heißesten Städten in Deutschland. Achtung Satire: Darüber freut sich die selbst ernannte "Stabsstelle für Tourism und Hotness" und verfolgt ein noch viel ehrgeizigeres Ziel: 2030 solle die Stadt die heißeste der Welt werden. Dabei sei man schon auf dem besten Weg, heißt es auf der Fake-Marketing-Seite.

Dürre in den Alpen: Wie Berghütten dem Wassermangel trotzen

Waschräume werden geschlossen, Trinkwasser ist rationiert: Berghütten greifen wegen der Dürre in den Alpen zu drastischen Maßnahmen. Nach Einschätzung von Jörg Neitzel, Vorstandsmitglied der Sektion Ravensburg des Deutschen Alpenvereins (DAV), sind Berghütten mit eigener Quelle aktuell im Vorteil - so wie die Ravensburger Hütte am Arlberg in Österreich. Die Quelle sprudele noch, "aber wir stellen aufgrund der Trockenheit fest, dass die Quelle weniger Wasser schüttet", sagt Neitzel. Deshalb habe man schon vor ein paar Jahren vorgesorgt und einen 9.000 Liter Pufferspeicher für das Quellwasser gebaut.

Man müsse wegen des Wassermangels aber auch sensibilisieren und sagen: "Wir nehmen dann doch lieber mal die Katzenwäsche statt die Dusche", sagt Neitzel. Denn wenn abgepacktes Wasser zum Duschen auf die Hütten transportiert werden müsse, gehe das "in die ganz falsche Richtung. So weit darf es nicht kommen."

Experte rät zum Trinkwasser sparen trotz Urlaubszeit

In Baden-Württemberg haben die Sommerferien angefangen. Und wenn viele Menschen verreisen, verändert sich auch der Wasserverbrauch: Ist niemand zu Hause, bleibt auch der Wasserhahn zu und die Dusche aus. Das könnte die Trinkwasserversorgung entlasten. Gleichzeitig sorgen aber Hitze, Gartenbewässerung oder das Befüllen von Pools der Daheimgebliebenen für einen höheren Verbrauch. Michael Simon vom Zweckverband Landeswasserversorgung Stuttgart erklärt im SWR, es sei wichtig, dass allen klar werde, dass Trinkwasser eine sehr kostbare Ressource sei. "Es ist das eine, ein Gemüsebeet zu bewässern, damit das Gemüse gut gedeiht oder aber seinen Englischen Rasen immer perfekt auf drei Millimeter Höhe zu schneiden." Man müsse sich fragen, ob das notwendig sei oder Luxus, der zu Lasten der Allgemeinheit gehe.

Ist die Pilzsaison in BW wegen der Trockenheit in Gefahr?

Der Deutsche Wetterdienst warnt, dass die Trockenheit im Süden die Natur immer stärker belastet - und das ist auch schlecht für Pilze. Denn Pilze bestehen zum großen Teil aus Wasser. Regnet es nicht genug, bilden sich kaum Fruchtkörper - also das, was wir im Wald finden, sammeln und essen. Im Schwarzwald und in der Region Neckaralb ist es aktuell so trocken, dass typische Speisepilze wie Pfifferlinge oder Hexenröhrlinge an vielen Orten gerade nicht wachsen. Der Pilzexperte Flavius Popa vom Nationalpark Schwarzwald sagt jedoch, sobald es regnet, bilden sich wieder Fruchtkörper.

Ungarn fragt wegen Niedrigwasser der Donau in BW an

In Ungarn herrscht wegen des außergewöhnlich niedrigen Pegels der Donau aktuell Ausnahmezustand. Das Land hat deshalb sogar beim Regierungspräsidium Tübingen angefragt, ob es möglich sei, mehr Wasser in den Fluss zu leiten. Die Donau fließt durch die Kreise Sigmaringen und Biberach. Konkrete Vorschläge, wie mehr Wasser durch die Donau gelangen könnte, seien damit nicht verbunden gewesen, sagte eine Sprecherin. Ohnehin habe man die Bitte ablehnen müssen. Als Grund erklärte die Sprecherin, in Baden-Württemberg gebe es keine Stauanlagen, die mehr Wasser in den Fluss abgegeben könnten. In Ungarn sorgt das Niedrigwasser für massive Probleme. So musste das einzige Energiekraftwerk des Landes seine Stromproduktion zeitweise fast vollständig heruntergefahren werden.

Wetterdienst: Wetterwechsel mit Regen in Sicht

Das wochenlange Schwitzen, die extreme Hitze und die Trockenheit könnten schon bald fürs Erste vorbei sein. Denn nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeichnet sich schon am Wochenende ein Wetterwechsel ab mit längerem Regen und kühleren Temperaturen in Baden-Württemberg. "Die Zeichen stehen sehr eindeutig auf Sonntag", sagte eine Meteorologin des DWD. Dann werde es immer wieder Niederschlag geben. "Hoffnung ist also tatsächlich in Sicht." Laut DWD dürften auch zum Beginn der kommenden Woche die Ausläufer eines Tiefs über Skandinavien quer über Deutschland ziehen. Bis dahin wird sich das hochsommerliche Wetter mit Temperaturen weit über 30 Grad und fast ohne Niederschlag aber fortsetzen.

Jäger retten Wild vorm Verdursten

Die Dürre in diesem Sommer macht auch den Tieren im Wald zu schaffen. Hariolf Scherer, ehemaliger Kreisjägermeister aus Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis), fährt deshalb gerade jede Woche mit Schlepper und angehängtem 3.000-Liter-Fass Wasser in den Wald. Damit die Tiere nicht verdursten. An solch eine "verheerende Trockenheit" wie in diesem Jahr kann sich Scherer nicht erinnern. Die Not draußen sei riesengroß. "Ich war skeptisch, ob die Tiere die künstlichen Tränken überhaupt annehmen", sagt der Jäger. Aber da sei richtig was los. Rehe, Insekten, Vögel und Wildschweine scheinen regelrecht darauf gewartet zu haben. Ständig seien durstige Tiere am Wasser und bedienten sich. Wo die Tiere gerade sonst nach einem bisschen Feuchtigkeit suchen, lest ihr hier.

Hessen kämpft gegen Waldbrände und ruft zum Wassersparen auf

Tausende Quadratmeter Wald stehen in Hessen in Flammen. Damit die Wasserreserven für die Brandbekämpfung ausreichen, sind Bewohner mehrerer Orte nun aufgerufen, möglichst nicht zu duschen oder zu baden.

Kampf gegen mehrere Waldbrände Bürger in Hessen sollen dringend Wasser sparen

Tausende Quadratmeter Wald stehen in Hessen in Flammen. Damit die Wasserreserven für die Brandbekämpfung ausreichen, sind Bewohner mehrerer Orte nun aufgerufen, möglichst nicht zu…

DLRG: Baden im Rhein weiter gefährlich

Die DLRG Mannheim fordert weiter dazu auf, sich an das Badeverbot im Rhein zu halten. Trotz der anhaltend warmen Temperaturen sei der Rhein nicht geeignet, um darin Abkühlung zu suchen. Viele Menschen würden nach wie vor die Kraft der Strömung unterschätzen, sagt Thorsten Großstück, Einsatzleiter der DLRG. Durch den niedrigen Wasserstand sei die Strömung an der ausgegrabenen Fahrrinne für Schiffe nochmal deutlich stärker. Gleiches gelte für Bugwelle und Sog vorbeifahrender Schiffe.

Karlsruher Klimasensoren messen heiße Orte

Die heißesten und kühlsten Orte in Karlsruhe lassen sich ab sofort online in einem umfangreichen Klimasensor-Netzwerk abrufen. Dafür wurden im Stadtgebiet rund 100 Messstellen installiert. Durch Auswählen eines Sensors lässt sich auch der Temperaturverlauf der zurückliegenden zehn Tage ablesen und mit anderen Messstellen vergleichen. Die Sensoren messen neben der Temperatur auch Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung. Das Angebot ist Teil der städtischen Klimaanpassungsstrategie und ist online über die Homepage der Stadt Karlsruhe abrufbar.

Hitzeschäden auf Bahn-Strecke zwischen Stuttgart und Nürnberg: Ausfälle und Verspätungen

Die Deutsche Bahn (DB) hat hitzebedingte Schäden auf der Fernverkehrsstrecke zwischen Stuttgart und Nürnberg festgestellt. Reisende müssten mit Ausfällen von Zügen in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall), Ellwangen und Schwäbisch Gmünd (beide Ostalbkreis) rechnen. Bei manchen Verbindungen könne es auch zu Verspätungen von etwa 20 Minuten kommen. Die Strecke werde seit Montag und noch bis zum 30. August repariert, heißt es in einer Mitteilung. Im Fernverkehr seien IC-Züge zwischen Karlsruhe Hbf - Stuttgart Hbf - Nürnberg Hbf - Saalfeld (Saale) - Leipzig Hbf betroffen.

Bundesweit erste Weinlese gestartet: Diese Auswirkungen hat die Hitze

So früh war die erste Lese auf dem Weingut Löffler in Staufen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) noch nie. Am Montag begann dort die erste Weinlese in Deutschland - für den Federweißen.

Dass die Ernte in diesem Jahr so früh beginnt, liegt auch am Wetter der vergangenen Wochen. Die hohen Temperaturen haben dazu geführt, dass die Trauben schneller reif wurden. Gleichzeitig leidet der Wein aber unter der Trockenheit, weshalb die Trauben relativ klein sind. Für den Federweißen rechnet Andreas Löffler, Kellermeister auf dem Weingut, mit deutlichen Einbußen.

Gefahr durch UV-Strahlung aktuell hoch

Bis Mittwoch wird die gesundheitliche Gefährdung durch UV-Strahlung in Baden-Württemberg als hoch eingestuft. Das geht aus dem UV-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Der DWD rät deshalb, Schutzmaßnahmen gegen die Sonne zu ergreifen.

Wo die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg steigt

In vielen Landesteilen Baden-Württembergs nimmt die Waldbrandgefahr zu. Das geht aus Warnkarten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Ab Mittwoch gilt den Angaben zufolge fast flächendeckend die zweithöchste der fünf Gefahrenstufen für Waldbrände. Für manche Regionen wird sogar der höchste Wert angegeben, so etwa für Rheinstetten (Landkreis Karlsruhe) oder den Nationalpark Schwarzwald. In Renningen (Landkreis Böblingen) hingegen liegt die Waldbrandgefahr nur im mittleren Bereich (Stufe 3) - das gilt am Dienstag noch für mehrere Regionen in Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg

Waldbrandgefahrenindex Aktuelle Gefahrenstufe: So groß ist die Waldbrandgefahr bei uns im Land

Im Sommer kommt es oft zu Waldbränden. Hier sehen Sie, wie hoch die Waldbrandgefahr aktuell bei Ihnen ist und welche Regeln Sie einhalten sollten, um einen Ausbruch zu verhindern. 

Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen soll ausgesetzt werden: Was bringt das?

Ab dem kommenden Wochenende sollen Lkw vorerst auch an Sonn- und Feiertagen in Baden-Württemberg fahren dürfen. Bisher ist das verboten. Das BW-Verkehrsministerium plant die Ausnahme, weil viele Flüsse wegen der Trockenheit weniger Wasser führen und Schiffe deshalb nicht mehr so stark beladen werden und langsamer vorankommen. Nach Ansicht der Logistikbranche kann die Straße die ausfallenden Kapazitäten der Binnenschifffahrt aber nicht eins zu eins auffangen. "Ein einziges großes Binnenschiff transportiert die Ladung von bis zu 150 Lkw", teilte der Verband Spedition und Logistik (VSL) Baden-Württemberg auf SWR-Anfrage mit. Außerdem schätzt der VSL, dass in Baden-Württemberg derzeit 10.000 bis 20.000 Fahrerinnen und Fahrer fehlen. "Setzen wir unser Fahrpersonal zusätzlich am Sonntag ein, fallen Einsätze an anderen Tagen aufgrund der vorgeschriebenen Regelungen zu den Lenk- und Ruhezeiten aus."

Sicht auf Sonnenfinsternis und Sternschnuppen: "Ideale Verhältnisse"

Morgen ist von Baden-Württemberg aus eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Aber spielt das Wetter auch mit? "Im Grunde ist die Sicht sehr gut", so SWR-Wetterexperte Hartmut Mühlbauer. Der Mittwoch sei ein sonniger Tag mit kaum Wolken. "Gegen 19 Uhr geht das Spektakel ja los, um 20 Uhr erreicht es den Höhepunkt", so Mühlbauer. Auch zu dieser Zeit seien nur wenige Wolken vorhanden und "es müsste jetzt dann schon ziemlich blöd laufen, wenn sich gerade da eine Wolke vor die Sonne schiebt", erklärt er.

Neben der partiellen Sonnenfinsternis findet derzeit ein weiteres Spektakel am Himmel statt - die Chancen, Sternschnuppen zu sehen, stehen gut. Die drei kommenden Nächte seien wolkenlos, so Mühlbauer. Also auch für die sogenannten Perseiden beste Voraussetzungen. "Da kann man sich also auf jeden Fall auf die Lauer legen und nach Sternschnuppen ausschauen", erklärt der SWR-Wetterexperte. "Ich würde sagen, das sind jetzt ideale Verhältnisse."

Ein Tag zum Durchschnaufen, bevor es wieder heiß wird

Wir starten unseren neuen BW-Hitzeblog an einem Tag, an dem es zumindest ein bisschen kühler werden soll. Laut SWR-Wetterexpertin Claudia Kleinert erhält die Hitzewelle aber nur einen kleinen Dämpfer, bevor es am Wochenende wieder bis zu 39 Grad werden können. Die leichte Abkühlung hänge mit einer schwachen Kaltfront zusammen, die durchgezogen sei. Dahinter sei die Luft nicht ganz so heiß, sagt Kleinert. In den kommenden Tagen ströme aber wieder die große Hitze aus Frankreich zu uns. Nächste Woche gehe die Temperatur zurück. Wie weit und ob es dann wirklich Tiefdruckgebiete zu uns schaffen mit deutlich mehr Niederschlag als bisher, ist nach Einschätzung von Kleinert noch nicht ganz klar. Unseren BW-Hitzeblog der vergangenen Wochen könnt ihr hier nachlesen.

Baden-Württemberg

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Sonntagsfahrverbot soll zeitweise fallen, Hilfe für Bio-Bauern wegen Futtermangels und mögliche Rekordsaison für Freibäder. Alles zum BW-Jahrhundertsommer im Liveblog.