Seit 1679 gibt es die Eichbaum-Brauerei in Mannheim. Ein Traditionsunternehmen, dessen Tage gezählt sind: Bis Ende September wird die insolvente Brauerei nach der gescheiterten Rettung ihre Produktion einstellen. Doch was könnte von Eichbaum in Zukunft erhalten bleiben?
Was passiert mit der Marke Eichbaum?
Eine zentrale Frage: Was passiert mit der Marke Eichbaum? Nach SWR-Informationen laufen derzeit Gespräche mit drei verschiedenen Brauereien - mit Welde in Plankstadt (Rhein-Neckar-Kreis), Park und Bellheimer in der Pfalz und der saarländischen Brauerei Karlsberg. Park und Bellheimer bestätigte dies gegenüber dem SWR. Auch die Welde-Brauerei hatte zuletzt Interesse an der Marke bekundet. Die Brauerei Karlsberg will dies weder kommentieren noch bestätigen. Man äußere sich grundsätzlich nicht zu Spekulationen, so eine Sprecherin der Brauerei.
Bis Mitte kommender Woche soll feststehen, ob und wer die Marke Eichbaum übernehmen könnte. Endgültig muss der Gläubigerausschuss über den Verkauf der Marke entscheiden. Aktuell versuche man mit allen Mitteln, die Marke zu erhalten, um Kunden nicht zu verlieren, so Uwe Aichele, einer der beiden Geschäftsführer der Brauerei Eichbaum, gegenüber dem SWR.
Eichbaum in Mannheim: Produktion läuft bis Ende September
Fest steht aber schon jetzt: Bis Ende September ist Schluss mit der Produktion. Derzeit arbeiten laut der Eichbaum-Geschäftsführung noch rund 220 Menschen im Schichtbetrieb in der Brauerei. Nach dem Produktionsende geht es um die Abwicklung: Ein Team, das in nächster Zeit zusammengestellt werden soll, nimmt dann zum Beispiel noch Leergut entgegen und kümmert sich um die letzten Verladungen.
Was passiert mit dem Brauerei-Gelände?
Offen ist nach wie vor, was mit dem Brauerei-Gelände passiert. Zuletzt hatte das nahe gelegene Mannheimer Uniklinikum Interesse an dem Gelände bekundet. Auf SWR-Anfrage teilte eine Sprecherin des Klinikums am Mittwoch mit: "Der Verbund der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim ist in konstruktiven Gesprächen mit der Eigenverwaltung der Brauerei, da für die bauliche Entwicklungsperspektive des Klinikums weiterhin Interesse am Areal der Eichbaum-Brauerei besteht." Weitere Angaben machte die Sprecherin nicht.