Ein Fest für Klassikliebhaber Klassik-Festivals im Sommer 2026: Oper und unvergessliche Kulissen
Seebühne, Steinbruch, Wagner-Hügel: Sommerzeit ist Festivalzeit. Diese fünf Festivals lassen das Opern- und Klassik-Herz im Sommer 2026 höher schlagen.
Musik in ihrer ganzen Vielfalt– Konzerte, Künstlerinnen und Künster und Genres von Klassik bis Pop.
Bei den Bregenzer Festspielen wird erstmals Verdis Oper „La traviata“ aufgeführt. Warum berührt die tragische Liebesgeschichte um die Kurtisane Violetta Valéry noch heute?
Jahrzehnte hat es gedauert, bis Gustav Mahler nach seinem Tod 1911 in den internationalen Konzertsälen heimisch geworden ist. Heute ist seine Musik aus den Programmen nicht mehr wegzudenken. Mit dem Namen Mahler sind vor allem seine neun vollendeten Sinfonien verbunden. Doch gerade in jungen Jahren hat der Komponist auch eine Reihe von Liedern geschrieben, die wesentlich zur Entwicklung seines unverwechselbaren musikalischen Stils beigetragen haben. Jetzt hat der Pianist Joseph Middleton mit mehreren Sängerinnen und Sängern ein Album veröffentlicht, dass sich diesen frühen Liedern widmet.
Die klassische Musik braucht eine Frischzellenkur! Davon war schon Béla Bartók überzeugt – und suchte das Neue im Alten, in der archaischen Bauernmusik des Balkans. In seinen 44 Duos für zwei Violinen hat er originale Volksweisen aufgegriffen, und die klingen oft radikal modern. Zumindest bei der Geigerin Alexandra Preucil und dem Bratschisten Antoine Tamestit: Sie koppeln die 44 Miniaturen auch noch mit ihren Vorlagen, mit den historischen Tonaufnahmen, die Bartók bei seinen Feldforschungen aufgezeichnet hat. Die Musik lebt vom Musizieren, sagt Susanne Stähr.
Jacques Fromentals Haléys Oper „Die Jüdin“ ist eines der berühmtesten wie folgenreichsten Musiktheaterwerke des 19. Jahrhunderts. Trotzdem gab es erst 1986 die erste Studioeinspielung dieses so aufwändigen wie schwer zu besetzenden Werkes von über drei Stunden Dauer. Anschließend setzte auch eine bis heute voranschreitenden Neubewertung der „Juive“ auf der Bühne ein, für die sich bedeutende Sänger stark machten. Die letzte Halévy-Premiere gab es 2024 an der Oper Frankfurt. Und deren Mitschnitt ist dieses Jahr bei Naxos erschienen. Manuel Brug hat ihn sich angehört und seine Highlights aus fünf Akten zusammengetragen.
Den SWR hautnah erleben: bei Konzerten, Talks und vielem mehr. Im SWR Eventkalender finden Sie alle unsere Veranstaltungen und Konzertpräsentationen. Seien Sie mit dabei!
Veranstaltungs-Highlights in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Sie mögen die Musik- und Wortbeiträge, die in SWR Kultur zu hören sind und möchten das einmal live erleben? Kein Problem! Wir präsentieren Ihnen die besten Veranstaltungen aus dem SWR Kulturkosmos.
Der Rhein führt so wenig Wasser, wie noch nie. Die Hitze, die Trockenheit – da jetzt auch noch ein Feuerwerk abzubrennen, das erscheint auf den ersten Blick nicht als passende Idee. Trotzdem soll das Höhenfeuerwerk zu "Rhein in Flammen" am Samstag stattfinden. Jan Moryson vom Veranstalter Koblenz Touristik erklärt in SWR Aktuell, warum.
Der Musikwissenschaftler Karl Böhmer lehrt als an der Universität Mainz. Wenn der Experte über Händel, Mozart oder Scarlatti spricht, werden vergangene Welten lebendig.
In der Reihe „Jazz At Berlin Philharmonic“ versetzen fünf Musiker barocke Kompositionen in die lebendige Sprache des zeitgenössischen Jazz. Ein hochkarätig besetztes Jazz-Quintett um den Cembalisten und Pianisten Bernd Lhotzky hat diese seit den 1960er Jahren existierende Tradition wiederbelebt und erneuert. In der Begegnung der beiden Epochen treffen Rhythmus und Improvisation des Jazz auf die faszinierenden Klangstrukturen des Barocks.
Eine überzeugende Neuinterpretation - umgesetzt von Bernd Lhotzky (Cembalo), Emile Parisien (Sopransaxofon), Frédéric Couderc (Quer- und Blockflöte), Henning Sieverts (Kontrabass) und Eric Schaefer (Schlagzeug). Mitunter gelingt den Musikern ein freudiges Stimmgewirr, eine Körperlichkeit, die die Performances bei aller konzeptueller Aufladung erfrischend unmittelbar und zugänglich machen - meint unser Jazzkritiker Niklas Wandt.
Johanna Soller gehört zu den markanten Stimmen der internationalen Alte-Musik-Szene. Ihre preisgekrönte Einspielung der Kantaten von Johann Ludwig Bach ist eine spektakuläre Wiederentdeckung.
Bad Ems war für Jacques Offenbach das, was heute ein Try-out-Theater vor einer Broadway-Premiere ist: ein Versuchslabor. Hier testete er seine Stücke, bevor sie zu Welterfolgen wurden. Doch die frühen Fassungen sind verloren gegangen. Jetzt will ein außergewöhnliches Projekt den ursprünglichen Offenbach zurückholen an den Ort, an dem alles begann.
Das 19. Jahrhundert, die Romantik klingt nach Schwärmerei und sehnsüchtigem Verlangen. Das findet man neben aller Virtuosität auch in Liszts Musik und in seinem Privatleben. 1833 lernt er seine erste große Liebe kennen, die Comtesse Marie d´Agoult. Sie werden zum Traumpaar von Paris, sind nicht verheiratet, bekommen drei Kinder und sind viel auf Reisen. In dieser Zeit gibt Liszt kaum Konzerte, aber er komponiert z.B. das Album eines Reisenden.
Popmusik covern, das machen viele. Aber die Band „schmorrn.“ macht es anders: Sie übersetzen die Lieder auf Steirisch. Und das kommt auch im Netz gut an.
Musikinstrumente, die sich nur ganz selten in ein Ensemble verirren, die lange vergessen gewesen sind oder von denen nur ganz wenige auf der Welt existieren sind Thema dieser SWR Kultur Musikstunden-Woche. In der fünften Folge geht es um Ophikleide, Minimoog und Virginal.
Der Anime "Cowboy Bebop" ist ein Western im Weltall, der witzig und melancholisch zugleich ist. Yoko Kanno und die Seatbelts spiegeln diese Vielfalt in der Musik wieder: von Bigband-Jazz, Blues, Funk, Folk zu japanischem Pop. Frieda analysiert in dieser Score Snacks-Folge was das eigentlich mit Bebop zu tun hat.
Film: Cowboy Bebop (1998 - 2000)
Regie: Shin’ichirō Watanabe
Musik: Yoko Kanno
Host & Autorin: Frieda Krukenkamp
Redaktion und Sprecherin: Henriette Schreurs
Redaktion: Malte Hemmerich
Assistenz: Anika Knoch
Vor 150 Jahren sind in Bayreuth die ersten Festspiele über die Bühne gegangen. Mitten in der oberfränkischen Provinz hat Richard Wagner sich ein eigenes Theater hingestellt. Eine Kultstätte für Opernfans und Wagnerianer – getarnt als zierloser Zweckbau, aber erstaunlich visionär: Das Bayreuther Festspielhaus mit seinen ansteigenden Parkettreihen, dem unsichtbaren „Sound-System“ und dem vollständig abgedunkelten Zuschauersaal ist beinahe so etwas wie das erste Kino der Geschichte – und zwar lange bevor die ersten Filme in Kinosälen flimmerten. In Treffpunkt Klassik berichtet Nick Sternitzke über große Visionen und kleine Katastrophen in der Geschichte der Bayreuther Festspiele. In Folge 3 geht es darum, wie ein Werk technisch und ideologisch an einen einzigen Ort gekettet werden soll.
Sie zählen zu den teuersten Musikinstrumenten überhaupt, auf Auktionen werden sie bisweilen zu Preisen von mehreren Millionen versteigert: 300 Jahre alte Geigen, Bratschen und Celli von Antonio Stradivari. Ausgehend von der Idee, vier Instrumente aus dessen Werkstatt für ein Konzert zusammenzubringen, entwickelt der französische Filmemacher Grégory Magne eine Geschichte um zwei Frauen und zwei Männer, die schnell aneinandergeraten, als sie von einer vermögenden Auftraggeberin für ein Konzert zusammengebracht werden. Heute läuft der Film „Der Klang der Stradivari“ in den Kinos an. Was so besonders an diesem Musikfilm ist, weiß Kirsten Liese.
Schlagzeuger:innen sind vieles auf einmal: Leistungssportler:innen, Konditionsmaschinen, Koordinationsfeintechniker:innen und oft genug Rückgrat eines Ensembles. Da bedeutet Schlagzeug selten dasselbe, denn „das“ Schlagzeug gibt es nicht. Über das klassische Drumset und den Trommelbau erzählt Boris Ritscher aus Osthofen, und er beantwortet die Frage, was Weinfässer und alte Möbel beim Trommelbau zu suchen haben.
Dank weiblicher Patronage kommt es zum kulturellen Austausch, vernetzen sich Musiker über Grenzen hinweg, und es entsteht Neues: Caterina de' Medici wird französische Königin und nimmt einen ganzen Tross an italienischen Musikern und Tänzern mit nach Frankreich; so entsteht dasBallet de cour. Ohne Anne de Bretagne würde man Jean Mouton heute nicht kennen. Sie hat den Musiker aus der Provinz gefördert, sodass Mouton schon zu Lebzeiten international bekannt wird. Der katholische William Byrd wäre im Tower gelandet, wenn Königin Elisabeth I. nicht schützend ihre Hand über ihn gehalten hätte.