Zugegeben: Die Idee, bei Sommerhitze und Niedrigwasser ein Feuerwerk zu zünden, spaltet die Gemüter. Die Grünen haben eine Online-Petition dagegen gestartet und mehr als 4.000 Unterschriften gesammelt. Trotzdem hat die Stadt Koblenz entschieden: Das Feuerwerk kommt. Jan Moryson versichert, es gebe Vorkehrungen: "Die Feuerwehr ist vor Ort und steht quasi mit gezückten Schläuchen im Hang. Die Sicherheitsbehörden versichern, dass das Feuerwerk komplett gefahrlos durchführbar ist."
Allerdings gebe es auch Einschränkungen. So könnten wegen des Niedrigwassers nicht alle Schiffe wie geplant anreisen. Auch vor vier Jahren musste der traditionelle Schiffskonvoi wegen niedriger Rheinpegel abgesagt werden. "Wir haben aus 2022 gelernt und planen immer parallel den Konvoi und die stationären Festlichkeiten. Wir müssen flexibel bleiben."
Stadt Koblenz hält Lage für sicher
Jan Moryson räumt ein, dass "Hitze und Trockenheit etwas in den Köpfen auslösen". Die örtlichen Gegebenheiten in Koblenz seien aber besonders: "Das Feuerwerk wird auf der Festung Ehrenbreitstein abgefeuert. Da ist kein Wald drumherum. Wir feuern quasi über Beton ab und der Hang unterhalb der Festung ist so gut wie nicht bewachsen." Das mache es für die Feuerwehr einfach, die Risiken abzuschätzen.
Zudem kämen jedes Jahr 150.000 Zuschauer zu dem Feuerwerk. "Das heißt, die Leute wollen dieses Feuerwerk sehen." Eine Drohnenshow allein sei keine Alternative, betonte Jan Moryson im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr.
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