Ella Fitzgerald kaufte sich ein Haus in einem Vorort von Kopenhagen und lebte zwei Jahre dort. Der Auftritt im Falkoner Theatre wurde zwar aufgezeichnet, als sie bereits in die USA zurückgekehrt war, aber die besondere Vertrautheit zwischen ihr und dem dänischen Publikum ist dennoch hörbar: Ella Fitzgerald in Hochform vor Menschen, die das zu würdigen wissen.
Ella Fitzgerald - Copenhagen 1959 - The Jazz Archives
Album Tipp Jazz Dora Osterloh/Phoenix Love: „And All I Have To Give“ - Klangteppich zwischen wild und melodisch
Das Debutalbum der Berliner Jazzsängerin Dora Osterloh behandelt die Liebe in all ihren Facetten. Die Ideen dafür fallen der Musikerin und Komponistin als Melodiefetzen im Alltag ein, auf dem Fahrrad oder beim Einkaufen. Aus all diesen Klangnotizen hat sie ein beeindruckendes Album geschaffen zusammen mit ihrem Ensemble Phoenix Love. Neben den meist harmonischen Passagen finden sich auch wilde laute Improvisationen und garantieren klangliche Vielfalt, meint Musikredakteur Georg Waßmuth.
Album Tipp Jazz „Unspoken“ - Līva Strazdiņa
Die Berliner Jazz-Trompeterin und Komponistin Līva Strazdiņa gilt als eine der interessantesten Neuentdeckungen der Jazzszene. Die 1997 geborene Trompeterin hat an der „Hochschule für Musik Carl Maria von Weber“ in Dresden bei Till Brönner und Sebastian Studnitzky studiert und ihren klaren, unaufdringlichen, gefühlvollen Sound entwickelt.
Album Tipp Jazz Mutiges Experiment: „Crossing Currents” vom Trio Little North
Das dänische Pianotrio Little North ist bekannt für seinen besonderen Klang: klare Melodien, kollektive Improvisation und ein feiner Sinn für gemeinsames Erzählen kennzeichnen seinen Stil. Für „Crossing Currents” sind die drei Musiker nach New York gereist, um sich dort mit dem amerikanischen Vibraphonisten Joel Ross und dem schwedischen Saxofonisten Hannes Bennich für Aufnahmen zu verabreden.
Dabei traf der Sound von Little North auf rhythmische Energie und produktive Unruhe. Entstanden ist ein Album über musikalische Strömungen, die sich kreuzen - aber auch über Rollen, Reibung und die Frage, wie sich ein eingespieltes Ensemble verändern kann, ohne sich selbst zu verlieren. „Crossing Currents” ist ein mutiges und gelungenes Experiment, meint unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.