Ein Probenraum im Haus
Im Interview mit SWR Kultur erzählt Max Mutzke, dass sein Vater mit seinen Geschwister und ihm seine Musikleidenschaft schon früh geteilt hat. Sein Vater sei mit der ganzen Familie auf viele Konzerte in der Umgebung gefahren.
Mein Vater hatte eine eigene Band, wir hatten einen Probenraum im Haus. Für mich war ganz normal, dass immer aufgebaute Instrumente zuhause standen. Wir leben ja in diesem Dreieck, Freiburg, Basel, Zürich, deswegen konnte man immer innerhalb einer Stunde auf irgendeinem tollen Konzert sein.
Das Bewusstsein, heute selbst auf den Bühnen aufzutreten, vor denen er damals als Kind im Publikum stand, beeindruckt ihn bis heute.
Von der Casting-Show zur großen Bühne
Breite Aufmerksamkeit bekam Max Mutzke durch seine Teilnahme an einer Casting-Show bei Stefan Raab. Sie führte 2004 zur Teilnahme am Eurovision Song Contest. Gleichzeitig machte er noch sein Abitur nach, da er sich auf eine Musikerlaufbahn allein nicht verlassen wollte. Es habe auch nach dem ESC immer wieder schwierige Phasen in seiner Karriere gegeben, erzählt der Musiker, aber er sei glücklich darüber, dass er Chancen, die sich ihm geboten haben, habe nutzen können.
Heute liebt er besonders die musikalische Vielfalt, er spielt in den unterschiedlichsten Ensembles an ganz unterschiedlichen Orten: Jazz, Klassik, Pop oder Soul, Bigband oder Orchester. Mutzke kann sich in allem ausleben.
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Wenn ich artgerecht gehalten werden soll, dann brauch ich sehr viel mehr als nur eine Richtung! Wenn ich mich entscheiden sollte: kleine Jazzclubs, Philharmonien oder große Festivals – ich könnte es einfach nicht.
Max Mutzke sagt von sich selbst: „Bei mir weiß man nicht, was es gibt, man weiß aber im besten Fall, dass es sehr gut ist, darauf lege ich großen Wert! Ich bin ein Live-Künstler, ich bin kein Album-Performer, das ist mein ganz großes Steckenpferd und da habe ich auch das Gefühl, da machen mir nicht viele was vor.“
Nicht nur die Musik verbindet – sondern auch der Dialekt
Mutzke empfindet es als großes Glück, inzwischen mit Ensembles auf der Bühne zu stehen und mit Crews unterwegs zu sein, die zu den allerbesten gehören, wie etwa die SWR Bigband.
Da ist es so, dass ich mich glücklich schätzen darf, dass ich mich mit diesen Menschen auf der Bühne treffen darf. Ich bin unglaublich dankbar und fast stolz, dass ich der Künstler bin, der am meisten mit dieser Band spielen darf.
Inzwischen ist Mutzke mit den Musikern der Band vertraut, mit vielen hat er ein freundschaftliches Verhältnis. Sie verbindet vor allem die Liebe zur Musik – und ein bisschen auch der gemeinsame Dialekt: „Wir sprechen alle schwäbisch hinter der Bühne. Wenn Du die Jungs auf der Bühne siehst, dann denkst Du, die können aus New York kommen oder aus New Orleans oder wo auch immer her – und hinter der Bühne schwätza die alle schwäbisch!“
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