Das war der BW-Newsticker am Mittwoch

Countdown für Sonnenfinsternis und Perseiden, Ungarn fragt BW nach Wasser für die Donau, Mehrere Waldbrände im Schwarzwald

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Dennis Just.

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Stand

Von Autor/in Dennis Just

Augen Richtung Himmel richten: Partielle Sonnenfinsternis und Perseiden-Höhepunkt stehen an

Gleich zwei Natur-Phänomene auf einmal - das hat man innerhalb einer Nacht nur selten. Heute ist es so weit und der Blick gen Himmel lohnt sich wirklich. Ab ungefähr 19:15 Uhr erleben wir in Baden-Württemberg eine partielle Sonnenfinsternis, der Mond schiebt sich zwischen Erde und Sonne. Nach Angaben von Astronomen werden in Freiburg rund 90 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt - nirgendwo im Land wird es mehr sein. Wichtig: Vergesst eine spezielle Sonnenfinsternis-Brille nicht. Normale Sonnenbrillen reichen da nicht aus. Und dann heißt es: Kaffee trinken, wach bleiben. Denn die folgende Nacht dürfte der Höhepunkt der Perseiden werden. Bis 4 Uhr sind 100 Sternschnuppen pro Stunde drin. Das Wetter sollte keinen Strich durch die Rechnung machen, nahezu wolkenlos dürfte die Nacht werden.

Ade war schee!

Und damit ist es 10 Uhr und wir sind fertig mit dem Newsticker für heute. Ich wünsche euch frohes Sonnenfinsternis- und Sternschnuppen-Gucken und passt mir auf eure Augen auf! Morgen ist an gleicher Stelle meine Kollegin Franziska Weigelt für euch da. Bis dahin gibt es wie immer die Nachrichten für BW unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch in Radio und TV.

Gefährdet Trockenheit die Pilzsaison?

Für Pilzsammlerinnen und -sammler fällt die Beute im Schwarzwald momentan recht spärlich aus. Grund dafür ist auch hier die anhaltende Trockenheit. Pilz-Experte Flavius Popa will die Saison aber noch nicht ganz aufgeben. "Sobald es wieder regnet, werden die Fungi sprießen", so der Mykologe. Auch jetzt könne man in den feuchteren Gebieten des Schwarzwalds noch fündig werden, so Popa, zum Beispiel in den Tälern auf der Nordseite.

Polizei übt Amok-Alarm an Schule

Die Ferienzeit wird beim Polizeipräsidium Heilbronn genutzt, um den Ernstfall zu proben: An der Helmbundschule Neuenstadt (Kreis Heilbronn) üben die Kräfte den Einsatz bei einem Amok-Alarm. Die Beamtinnen und Beamten sollen einen möglichst realistischen Eindruck bekommen und den Stress eines echten Einsatzes spüren.

Meine Kolleginnen und Kollegen haben eine Übung begleitet:

Body-Cams für Zugpersonal in der Rhein-Neckar-Region

In der Rhein-Neckar-Region gab es laut einer Auswertung der Deutschen Bahn (DB) zuletzt besonders viele Übergriffe auf Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter. Deswegen startet die DB ab Oktober ein Pilotprojekt, bei dem das Bahnpersonal mit Body-Cams ausgestattet wird. Zwei Monate lang soll die Testphase dauern, bis zum Start können sich Mitarbeitende dafür bewerben.

Mitten in August-Hitze: Heilbronner Gefängnis füllt Glühwein ab

Im Hochsommer denken wohl die Wenigsten an Glühwein und Weihnachtsmarktstimmung - anders ist das in der Justizvollzugsanstalt Heilbronn in Talheim (Kreis Heilbronn). An der Außenstelle wird seit vielen Jahrzehnten von Gefangenen unter Anleitung Wein angebaut. Bei großer Hitze sind nun rund 3.000 Flaschen mit Glühwein gefüllt worden. Fünf Gefangene und zwei Bedienstete hatten extra schon um 7 Uhr mit dem Abfüllen begonnen, um der größten Hitze aus dem Weg zu gehen. Dennoch sei allen der Schweiß gelaufen, sagte Weinbautechnikerin Karolin Bubeck dem SWR. Dass der Glühwein schon Anfang August abgefüllt werde, habe mehrere Gründe, erklärt die Weinbautechnikerin: Unter anderem liegt es an einem Dienstleister, der nur begrenzt Zeit habe.

Messerangriff in Ulm: Urteil gegen mutmaßlichen Täter erwartet

Diese Tat hat Anfang des Jahres für Entsetzen gesorgt: Der Angriff in einem Elektronikmarkt in Ulm, bei dem ein Mann mit 15 Messerstichen schwer verletzt wurde. Auch zwei seiner Kollegen erlitten Verletzungen. Heute wird vor dem Landgericht Ulm ein Urteil gegen den mutmaßlichen Täter erwartet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord und schwere Körperverletzung vor. Der 30 Jahre alte Mann aus Eritrea hatte den Angriff auf den Angestellten, der in der Abteilung für Mobiltelefone arbeitete, gestanden. Der Mann war 2017 nach Deutschland eingereist und ist seitdem schon mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Perseiden: Hier klappts mit der Sternschnuppenjagd

Nach der Sonnenfinsternis ist vor den Perseiden. Und in Baden-Württemberg haben wir ein paar tolle Spots, um den Sternschnuppenschauer zu beobachten - zum Beispiel auf der Schwäbischen Alb oder im Schwarzwald, je dunkler desto besser. Den Höhepunkt erreichen sie in den Morgenstunden des 13. August - früh aufstehen dürfte sich lohnen.

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Partielle Sonnenfinsternis steht an: Passt auf euer Smartphone auf

Perfekte Aufnahmen der Sonnenfinsternis heute Abend machen? Unbedingt - aber passt auf eure Smartphones auf! Wie bei den Augen, kann durch die Sonne auch das Handy Schaden nehmen. Die starke Strahlung kann den Chip zerstören, wenn man das Handy beispielsweise sehr lange in die Sonne hält. Mehr dazu seht ihr hier im Reel von SWR3:

Wenn ihr aber tolle Schnappschüsse gemacht habt, freuen wir uns, wenn ihr uns eure Fotos auf unseren Social Media-Kanälen schickt.

Streit um Millionen: Wer zahlt den Tunnel in Rastatt?

Heute vor neun Jahren stürzte der Tunnel Rastatt ein. Verletzt wurde damals niemand, was an ein Wunder grenzte. Grenzwertig ist heute lediglich die Diskussion um die Finanzen um den Tunnel. Zwar laufen derzeit die Arbeiten daran, dass die Röhren wieder ans DB-Netz gehen - doch wer für den Millionenschaden aufkommt, ist nach wie vor unklar.

Die Deutsche Bahn gab an, dass man mit allen Beteiligten im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens an einer Lösung arbeite - dazu gehöre auch die ARGE (Arbeitsgemeinschaft Tunnel Rastatt). Ursprünglich sollte der Tunnel Rastatt rund 700 Millionen Euro kosten. Durch die Havarie und die dadurch entstandenen Schäden dürfte sich dieser Betrag deutlich erhöht haben. Ende des Jahres soll der Tunnel Rastatt wieder in Betrieb gehen - mehr zum aktuellen Stand und den Hintergründen könnt ihr hier nachlesen:

Rastatt

Neun Jahre nach der Havarie Millionenschaden und kein Verantwortlicher - Wer zahlt für den Tunnel Rastatt?

Im August 2017 stürzte der Tunnel Rastatt bei Bauarbeiten ein. Die Folge war ein Millionenschaden. Doch bis heute ist unklar, wer für den Schaden aufkommt.

Wenn man sich freut, wenn der Zug ausfällt: Kann Ersatzbusverkehr nicht bleiben?

Auf der Zugstrecke zwischen Tübingen und Stuttgart gibt es bis September Ersatzverkehr per Bus. Jetzt könnte man denken, dass das für Frust bei Pendlern und Reisenden sorgt. Aber weit gefehlt: "Auf den Bus kann ich mich verlassen, auf den Zug nicht", sagt etwa Frank Bisinger, der seit Jahren zwischen Tübingen und Stuttgart pendelt. Seinen Eindruck teilen viele andere Betroffene, die am Bussteig stehen: "Mit dem Bus klappt es besser als mit der Bahn. Der ist zuverlässiger und fährt auf jeden Fall", sagt Hanna Höger. Wenn sich bei der Deutschen Bahn nichts ändere, würde sie eine dauerhafte Schnellbus-Verbindung begrüßen. Auch in den sozialen Medien fallen Kommentare wie "Ich liebe den Schienenersatzverkehr nach Stuttgart". An den Direktbus könne man sich gut gewöhnen. Der wird aber nicht kommen. Zum einen täusche der aktuelle Eindruck - spätestens im Herbst und Winter wäre "die aktuelle Zuverlässigkeit weg", so Bahnexperte Gerhard Schnaitmann aus Tübingen. Zum anderen sei eine dauerhafte Schnellbusverbindung nicht leistbar und nicht bezahlbar, so Schnaitmann: "Beim Zug befördert ein Lokführer 700 bis 800 Menschen, im Bus haben wir 54 Sitzplätze." Man müsste "Armadas von Bussen" losschicken.

Klamauk statt Kleber: Klimaaktivisten faken Mannheimer Marketing-Seite

Früher haben sich Raúl Semmler und seine Mitstreiter als Teil der "Letzten Generation" auf die Straße geklebt, um auf die Klimakrise hinzuweisen. Nun versuchen sie, das Thema "mit Humor" auf die Agenda zu hieven. Unter dem neuen Namen "Widerstands-Kollektiv" hat die Gruppe eine Fake-Website veröffentlicht, deren Design dem offiziellen Marketing-Auftritt der Stadt Mannheim zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch für die Sehenswürdigkeiten der Quadratestadt wird geworben, allerdings mit süffisanter Überspitzung. Der Unterton: Hier sind zu viele Flächen versiegelt, es gibt zu wenig Schatten und zu viel Verkehr.

Zum Hintergrund sagt Semmler: "Wir sind in Mannheim schon längst mitten in der Klimakrise, doch das wird verdrängt." Tatsächlich gehört Mannheim zu den heißesten Städten Deutschlands - laut Satire-Seite ist man auf dem besten Weg, sogar die heißeste Stadt der Welt zu werden. Semmler und Co. wollen die Politik so aufrütteln, Hitzeschutz-Konzepte und konkrete Maßnahmen gegen den menschengemachten Klimawandel zu erarbeiten.

Umweltministerin Walker hält Wasserstand am Bodensee für besorgniserregend

Der Bodensee soll morgen den niedrigsten Wasserstand des Jahres erreichen, so die Erwartung des Seenforschungsinstituts in Langenargen (Bodenseekreis). Für diese Jahreszeit sei das "absolut ungewöhnlich". Normalerweise führt der See laut den Fachleuten im Februar besonders wenig Wasser. Landesumweltministerin Thekla Walker (Grüne) hat die Situation deshalb als "besorgniserregend" bezeichnet. Um die Trinkwasserversorgung müsse man sich aber keine Sorgen machen.

Ungarn fragt Baden-Württemberg nach Wasser für Donau

Eine etwas außergewöhnliche Anfrage hat das Regierungspräsidium Tübingen bekommen: Ungarn hat gefragt, ob es möglich sei, mehr Wasser in die Donau zu leiten. In Baden-Württemberg fließt der Fluss durch die Kreise Sigmaringen und Biberach. Vorschläge, wie genau mehr Wasser durch die Donau nach Ungarn gelangen könnte, seien mit der Anfrage nicht verbunden gewesen, sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums. Man habe die Bitte ohnehin ablehnen müssen. In Baden-Württemberg gibt es keine Stauanlagen, die mehr Wasser in den Fluss abgeben könnten. Auch in Ungarn sorgt das Niedrigwasser der Donau zur Zeit für Probleme. Das einzige Atomkraftwerk des Landes musste zwischenzeitlich herunterfahren.

Wie Künstliche Intelligenz Sozialgerichte überlastet

Künstliche Intelligenz ersetzt immer öfter den Rechtsanwalt, weshalb die Gerichte von KI-Schriftsätzen regelrecht geflutet werden. Aus diesem Grund türmen sich seit einigen Monaten die Aktenberge in den Verwaltungs- und Sozialgerichten noch höher als sonst. Es betrifft Verfahren, bei denen es keinen Anwaltszwang gibt, beispielsweise bei der Bewilligung von Prozesskostenhilfe oder Befangenheitsanträgen. An den Sozialgerichten zeigt sich diese Entwicklung bei den Eilverfahren. Die sind laut Landessozialgericht an den acht Sozialgerichten in Baden-Württemberg innerhalb eines Jahres um 60 Prozent gestiegen. Bei Eilverfahren im Bereich Bürgergeld betrage der Anstieg sogar 80 Prozent auf 2.200 Fälle. Das Justizministerium will gegensteuern.

Nach Lkw-Brand bei Rastatt: Zwei Spuren auf der A5 weiterhin gesperrt

Nach dem Brand eines mit Reifen beladenen Lkw auf der A5 bei Rastatt gestern Nachmittag läuft der Verkehr weiterhin nur eingeschränkt. Laut Polizei bleiben zwei Fahrspuren Richtung Süden zunächst gesperrt. Bei Tageslicht werde geprüft, welche Schäden durch den Brand an der Fahrbahn entstanden sind, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg heute Morgen. Danach werde man entscheiden, welche Arbeiten notwendig sind und wann die komplette Fahrbahn wieder freigegeben werden kann. Die Fahrbahn in Richtung Karlsruhe ist bereits seit gestern Abend wieder befahrbar.

Verkehrsminister Bilger für Ausbau der Flüsse gegen Niedrigwasser-Problem

Um eben diesen niedrigen Pegelständen und den damit verbundenen Einschränkungen für die Schifffahrt vorzubeugen, hat sich der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für einen Ausbau der Flüsse ausgesprochen. Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne es nur geben, wenn es nicht regelmäßig zu Niedrigwasserproblemen komme, sagte der CDU-Politiker aus dem Wahlkreis Ludwigsburg dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist", so Bilger weiter. Er will deshalb auch mit Umweltverbänden sprechen. Diese sehen den Ausbau der Flüsse kritisch.

Heute will sich Bilger mit den Verkehrsministerinnen und -ministern der Länder über mögliche Maßnahmen im Umgang mit dem Niedrigwasser austauschen. Bilger rechnet damit, dass die Wasserstände noch über den gesamten Monat so niedrig bleiben.

Niedrigwasser am Rhein macht Tanken teurer

Das extreme Niedrigwasser am Rhein macht Tanken teurer. "Das derzeitige Niedrigwasser am Rhein wirkt preistreibend", so der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. Es sei aber nur einer von mehreren Einflussfaktoren auf die aktuellen Spritpreise. Hintergrund ist, dass der Rhein auch für Öl, Benzin und Diesel als Transportweg genutzt wird. In großen Tankschiffen ist dies in der Regel deutlich günstiger als mit vergleichsweise kleinen Lkw. Nach Angaben des Experten steigen durch das aktuelle Niedrigwasser "die Logistikkosten für den Transport von Kraftstoffen und einzelnen Vorprodukten teilweise deutlich an, die Versorgung ist nach Angaben der Branche bislang jedoch weiterhin gesichert."

Leichtathletik-EM: Owen Ansah holt historisches Bronze über die 100 Meter

Der in der Region Mannheim lebende und trainierende Sprinter Owen Ansah hat bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham (England) gestern Abend Bronze gewonnen. Damit holte er die erste Deutsche EM-Medaille über die 100 Meter seit 1986. Ob er diese behalten darf, steht allerdings noch aus. Dem 25-Jährigen wird vorgeworfen, eine Dopingprobe verweigert zu haben. Es kann sein, dass er die Medaille nachträglich abgeben muss. Bis zur Entscheidung wird es aber noch dauern.

Die Highlights aus deutscher Sicht fasst mein Kollege Jens Jörg Rieck zusammen:

A81 bei Bad Dürrheim nach Gerüsteinbruch gesperrt

Auf der A81 ist im Bereich Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis) bei Brückenarbeiten heute Morgen ein Teil eines Gerüstes gebrochen. Ein Arbeiter wurde leicht verletzt. Die Polizei hat die Autobahn nun zwischen dem Dreieck Bad Dürrheim und Geisingen in beiden Richtungen gesperrt, ebenso ist die A864 zwischen Donaueschingen und dem Dreieck Bad Dürrheim gesperrt. Eine Fachfirma ist auf der Anfahrt und muss nun das Gerüst überprüfen. Solange bleiben A81 und A864 gesperrt.

Was, wenn ich keine Sonnenfinsternis-Brille habe?

Die heute anstehende partielle Sonnenfinsternis erfordert Vorausplanung - ohne spezielle Brille sollte man nicht in den Himmel blicken. Die sichtbare Sonnensichel strahlt immer noch so intensiv, dass sie die Netzhaut schädigen kann. "Die Netzhaut besitzt keine Schmerzrezeptoren. Betroffene bemerken eine Schädigung deshalb häufig erst später", sagt Felicitas Bucher, Oberärztin an der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. Spezielle Sonnenfinsternis-Brillen lassen nur einen winzigen Bruchteil des Sonnenlichts durch. Dadurch wird die Beobachtung sicher möglich. "Normale Sonnenbrillen, CDs, Rettungsdecken oder selbst gebaute Filter schützen nicht ausreichend", warnt Bucher. Aber was, wenn ich keine Brille habe ergattern können? Eine Alternative kann der Besuch in einem der vielen geöffneten Planetarien sein. Und ansonsten ist etwas Geschick gefragt. Wer keine Schutzbrille hat, kann die Sonnenfinsternis indirekt beobachten. "Da eignet sich eine einfache Lochkamera ganz gut", so der Leiter des Planetariums in Freiburg, Thomas Presper. Sie projiziert das Bild der Sonne durch ein kleines Loch im Karton auf eine helle Fläche. So ein Gerät lässt sich sogar aus einer Chipsdose selbst basteln. Eine ganz einfache Bauanleitung findet ihr hier auf der Seite des Bundesamts für Strahlenschutz.

Weiter großer Run auf Schutzbrillen für Sonnenfinsternis

Unter anderem in Haigerloch (Zollernalbkreis) ist ein regelrechter Hype um die Schutzbrillen ausgebrochen. Bei einem Fotoladen in der Kleinstadt klingelte am Dienstag ununterbrochen das Telefon. "Die drehen alle durch wegen den Brillen!", sagte Betreiber Folke Weber. Er hatte die Nachfrage unterschätzt: Schon am Dienstagmorgen waren die Brillen innerhalb weniger Minuten ausverkauft.

Habt ihr noch eine Brille ergattern können oder habt sogar noch eine von der Sonnenfinsternis 1999 übrig? Meine Kolleginnen und Kollegen aus der Social Media-Redaktion haben euch noch einmal aufgeschrieben, worauf ihr bei den Brillen achten solltet. Denn ihr wisst ja: Nicht direkt in die Sonnenfinsternis gucken!

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Hitze verformt Gleise: Bahn schränkt Verbindungen ein

Bahnreisende in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall), Ellwangen und Schwäbisch Gmünd (beide Ostalbkreis) müssen mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Im Fernverkehr seien IC-Züge zwischen Karlsruhe Hbf - Stuttgart Hbf - Nürnberg Hbf - Saalfeld (Saale) - Leipzig Hbf betroffen, heißt es in einer Mitteilung. Grund dafür sind Hitzeschäden, die die Deutsche Bahn auf der Fernverkehrsstrecke zwischen Stuttgart und Nürnberg festgestellt hat. Die Hitze sei ein großes Problem für die Infrastruktur, da Weichen und Schienen für die extremen Temperaturen sehr anfällig seien, so die Bahn. Die hitzebedingten Schäden könnten außerdem erst bei niedrigeren Temperaturen beseitigt werden. Das könne wochenlang dauern.

Das Wetter am Mittwoch: Viel Sonne und es wird wieder heißer

In Baden-Württemberg scheint heute erneut von früh bis spät die Sonne, oft ist der Himmel wolkenlos. Es wird wieder heißer als zuletzt, die Temperaturen steigen auf 29 Grad im Hochschwarzwald und bis 35 Grad im Kraichgau. Der Wind weht schwach aus östlichen Richtungen, südlich der Donau haben wir teils mäßigen Nordostwind.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Und hier der Wetterbericht von gestern Abend aus SWR Aktuell:

Weltkriegsbomben in Neu-Ulm erfolgreich entschärft

Durchschnaufen in Neu-Ulm: Gestern Abend sind am Rande des Ortsteils Pfuhl gleich fünf Weltkriegsbomben entschärft worden. Bei den Blindgängern handelte es sich nach Angaben der Stadt um 126 Kilogramm schwere US-Splitterbomben. Sie wurden nach offiziellen Informationen bei Fliegerbomben-Sondierungen entdeckt. Um jede Bombe gab es eine Sperrzone von 500 Metern. Die B10 sowie die Bahnstrecke Ulm-Augsburg wurden vorübergehend gesperrt. Neu-Ulm wurde zusammen mit dem benachbarten Ulm im Zweiten Weltkrieg massiv bombardiert. Im Stadtgebiet werden deswegen immer wieder Blindgänger entdeckt.

Mehrere Waldbrände im Ortenaukreis

Neben der Sonnenfinsternis, die uns bereits seit Tagen beschäftigt, bleibt auch die Trockenheit ein Thema in Baden-Württemberg. Im Ortenaukreis sind gestern Nachmittag mehrere Waldbrände ausgebrochen. Bei Zell am Harmersbach ist die Feuerwehr nach wie vor im Einsatz, das Feuer ist laut aktuellen Infos aber unter Kontrolle. Auch zwischen Biberach und Haslach im Kinzigtal waren die Einsatzkräfte ausgerückt, dort konnte das Feuer noch gestern Abend vollständig gelöscht werden. Einen weiteren Brand hat es in Gengenbach-Schwaibach gegeben. Wie ein Polizeisprecher heute Morgen bestätigte, wurde für die Löscharbeiten ein Wohnhaus vorübergehend geräumt. Der Brand habe aber schnell unter Kontrolle gebracht werden können, so der Sprecher. Auch ein Waldbrand, der am Dienstagabend in Nordrach gemeldet wurde, ist gelöscht. Warum die Brände ausbrachen, ist noch Teil der Ermittlungen.

Grüße...

... und guten Morgen an diesem besonderen Mittwoch! Wer ein Herz für Himmelsspektakel hat, kommt heute voll auf seine Kosten. Denn nach der Sonnenfinsternis heute Abend ziehen über Nacht auch die Perseiden über den Himmel von Baden-Württemberg. Mehr dazu gleich. Für den Moment braucht ihr keine Sternschnuppen, um wunschlos glücklich zu sein: Bis 10 Uhr seid ihr im Newsticker mit allen Nachrichten aus und für Baden-Württemberg bestens versorgt. Ich bin Dennis Just und bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR Aktuell-Redakteur Dennis Just
Patricia Neligan
Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Dienstag ++ Hitzeschäden bei der Bahn - massive Folgen im Land ++ Wird aus Aprilscherz "Döner Croissant" ein viraler Hit? ++ Großer Ansturm auf Schutzbrillen für Sonnenfinsternis ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.