Wasser allein bringt’s nicht
Leitungswasser ist ein gutes und klimafreundliches Lebensmittel, weil es ohne zusätzliche Verpackung "auskommt". Doch an heißen Tagen dürfen es gern selbst angemischte Saftschorlen sein, um Mineralstoffe und Vitamine aufzunehmen. Das geht mit mineralstoffreichem Wasser und etwas Apfel-, Trauben-, oder Johannisbeersaft.
Und am Abend einen leckeren, spritzigen Drink ohne Alkohol
Cocktails, Wein und Bier sind bei Hitze weniger empfehlenswert, da durch die Wärme die Blutgefäße erweitert werden, der Alkohol schlechter vertragen wird und der Blutdruck absackt. Deshalb sind spritzige, belebende Getränke für Erwachsene viel günstiger. Sie sollten höchstens einmal täglich ein alkoholfreies Bier trinken. Es enthält zwar gute Nährstoffe und Mineralien, aber leider auch Zucker. Trinken Sie es am besten nach dem Essen, so vermeiden Sie ein Zuckerloch.
Cocktails enthalten neben dem Alkohol meist auch viel Zucker. Greifen Sie lieber auf stark verdünnte Schorlen zurück!
Zucker-Vergleich in g im 200 ml Glas:
- Limo: 20 g
- Alkoholfreies Bier: 12 g
- Johannisbeerschorle 1:3: 5 g
- Kombuchaschorle 1:2: ca. 5 g
- Oxymelschorle mit 1TL oder 1EL : ca. 4-7 g
Schorlen mit selbst gemachten fermentierten Getränken sind günstig. Mit selbst gesprudeltem Wasser aufgefüllt sind sie zudem geschmacklich vielfältig für den abendlichen Sommer-Genuss auf der Terrasse.
Kombucha – der fermentierte Tee-Drink
Das Getränk aus gesüßtem grünem oder schwarzem Tee wird zusammen mit einem SCOBY (Symbiotic Colony of Bacteria and Yeast) zubereitet. Dieser wird auch Kombucha-Pilz oder Teepilz genannt und ist eine schwabbelige Masse, die aus Bakterien und Hefen besteht. Diese verstoffwechseln den zuckrigen Tee.
Kombucha ist perfekt für Menschen, die den sauren Essiggeschmack nicht mögen. Denn sie können selbst bestimmen, wie süß bzw. sauer der Kombucha schmecken soll.
In gut sortierten Getränkeläden, Reformhäusern und Bioläden gibt es Kombucha in Flaschen zu kaufen. Die meisten Ansätze sind pasteurisiert. Das heißt, sie enthalten keine lebenden Mikroorganismen mehr, die unter anderem den Gesundheitswert des Getränks ausmachen.
Kombucha selbst machen
Einfach, preiswert und schmackhaft – Das macht selbst gezogenen Kombucha aus.
Wichtig: grünen oder schwarzen Bio-Tee nehmen. Die enthaltenen Polyphenole sind für die Starterkulturen wichtig.
Zutaten
- SCOBY
- Kambucha
- grüner oder schwarzer Tee
So geht’s:
SCOBY zusammen mit etwas fertigem Kombucha als Starter in den handwarmen, gesüßten Tee geben. Alles etwa eine Woche fermentieren lassen. Dann in eine Flasche abfüllen. Trinken oder weiter fermentieren.
Je länger der Kombucha fermentiert, desto saurer wird er. Deshalb nach vier-fünf Tagen mit einem sauberen Glashalm probieren, ob die Flüssigkeit schon abgefüllt werden kann. Kombucha mag warme Temperaturen ab 19 Grad. Im Sommer, wenn es auch drinnen deutlich wärmer ist, sind die Organismen deutlich aktiver. Und der Kombucha wird schneller sauer. Einmal abgefüllt, am besten im Kühlschrank lagern.
Tipp: Ist der Kombucha einmal zu sauer geraten, kann er ohne SCOBY noch weiter fermentieren, bis er richtig essigsauer ist. So bildet er eine gute Grundlage für ein Salatdressing.
Tipp: Das Glas, in dem mithilfe des SCOBYs Kombucha hergestellt wird, sollte sich nach oben nicht zu sehr verjüngen. So kann der SCOBY beim Abfüllen einfacher rausgenommen werden. Außerdem ist es gut, wenn der Durchmesser dem des SCOBYs nahekommt. Dann wächst er schön weiter nach unten statt in die Breite.
Wer Kombucha aromatisieren will, findet viele Rezepte im Internet.
Das steckt im Kombucha
Kombucha stammt aus der asiatischen Volksmedizin. Das Getränk soll unter anderem den Stoffwechsel anregen, das Immunsystem stärken und die Darmfunktion verbessern. Wissenschaftlich belegt sind diese Aussagen allerdings nicht.
Wenn die Bakterien- und Hefekulturen den zuckrigen Tee vergären, entsteht Essigsäure, Milchsäure, Gluconsäure und Alkohol.
Wichtig: Kombucha enthält etwa 1 Prozent Alkohol.
Da Kombucha meist privat weitergegeben und fermentiert wird, sind die Inhaltsstoffe in unterschiedlichen Mengen enthalten und lassen sich nur ungefähr bestimmen. Je nachdem, wie lange die Kulturen arbeiten und wie sie genau zusammengesetzt sind, ist er immer ein bisschen anders.
Kombucha kann sich, ähnlich wie andere Sauermilchprodukte, positiv auf die Darmflora auswirken. Nachgewiesen sind eine leicht abführende und antibakterielle Wirkung. Das hat mit der enthaltenen Milch- und Essigsäure zu tun.
Shrubs und Oxymel – essigsaure Sirups
Shrubs sind essiggesäuerte Fruchtsirups, die sich günstig und einfach selbst machen lassen: Dafür benötigen Sie nur Obst in Bio-Qualität, evtl. Kräuter nach Geschmack, naturtrüben Bio-Apfelessig und Zucker – alles in gleichen Mengen.
Oxymel ist ähnlich, wird aber mit Honig statt Zucker angesetzt, weil es vor vielen Jahrhunderten nun mal auch das einzige Süßungsmittel war. Außerdem sind im Oxymel statt Obst eher Blüten und Kräuter zum Aromatisieren üblich.
Tipp: Shrub und Oxymel eignen sich auch als Zutat für Marinaden oder Salatdressings.
Oxymel, auch bekannt als Sauerhonig
- Kommt vom Altgriech.: Oxos für Essig und Meli für Honig
- Ist seit vielen Jahrhunderten in der Volksmedizin bekannt.
- Wird im Sommer auch gern als säuerliches Erfrischungsgetränk getrunken. Dafür 1-2 EL Oxymel in ein Glas geben und mit spritzigem bzw. Mediumwasser auffüllen
Basisrezept für ein Oxymel:
Zutaten
- 1 Teil Essig
- 1 Teil Blüten/Kräuter/Obst
- 1-3 Teile Honig
Zubereitung
Alle Zutaten mischen und ein bis drei Wochen bei Zimmertemperatur stehen lassen. Ab und zu mal durchschütteln, damit sich Geschmack und Farbstoffe schön lösen. Dann abseihen, also durch ein Feinsieb/Filter geben und in einem sauberen, verschließbaren Gefäß aufbewahren. Das Oxymel ist etwa ein halbes Jahr haltbar.
Tipp: Zum Abseihen des Oxymels den Ansatz leicht erwärmen. Das macht den zähflüssigen Honig etwas dünner.
Tipp: Zum Intensivieren des Aromas zuerst einen Kräuter- bzw. Blütenessig ansetzen. Diesen Essig dann nutzen, um das Oxymel anzusetzen, bspw. mit weiteren Bestandteilen zum Abrunden des Geschmacks.
Tipp: Kräuter und Blüten(blätter) vorm Verwenden hacken, damit sich die Aromen besser lösen.
Hausmittel für Ihre Gesundheit Basis-Rezept "Oxymel"
Oxymel ist ein altes Heilmittel, das aus Honig und Essig hergestellt wird und durch wertvolle Kräuter veredelt werden kann. Es stärkt das Immunsystem und fördert die Verdauung.
Mögliche erfrischende Oxymelvarianten:
- Ingwer und Zitrone
- Resteverwertung: z. B. Birnenschale und Zitronenthymian
- Lavendel und Zitronenmelisse
- Rosen und Rosmarin oder Minze oder Zitronenmelisse oder Holunderblüten.
Tipp: Alles Mögliche ausprobieren!
Rezept-Idee
Erfrischende Getränk-Idee Rosen-Oxymel
Rosenblüten, Honig und Weißweinessig bilden die Grundlage dieses Oxymels. Zusammen mit sprudeligem Wasser ist es ein erfrischendes Getränk im Sommer.
Im Studio: Sabine Schütze, Redaktion Umwelt und Ernährung
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