Das war der Liveblog zur Hitze im Land

Abkühlung kommt langsam, Zahlreiche Einsätze nach Badeunfällen, In einigen Regionen "Außergewöhnliche Einsatzlage" ausgerufen, Neuer bundesweiter Temperaturrekord

Baden-Württemberg schwitzt - nach hohen Temperaturen auch am Sonntag soll die Hitzewelle enden. Alle Entwicklungen rund um die aktuelle Wetter-Lage gab es in unserem Liveblog.

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Stand

Mannheim ruft zum Bäumegießen auf

Die Stadt Mannheim ruft Bürgerinnen und Bürger auf, wegen der Hitze Straßenbäume vor der eigenen Haustür zu gießen. Vor allem jüngere Bäume werden vom Stadtraumservice gewässert. Laut Stadt könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch kaum so viel wässern, wie nötig wäre. Empfohlen wird Leitungs- oder Regenwasser und lieber einmal wöchentlich viel Wasser als täglich wenig, damit es tief in den Boden einsickert und die Wurzeln nach unten wachsen.

Mehr Hitzeopfer in Notaufnahmen

Die seit Tagen sehr hohen Temperaturen haben auch Auswirkungen auf die Notaufnahmen im Land: Dort müssen aktuell mehr Patientinnen und Patienten mit hitzebedingten Beschwerden oder Ähnliches behandelt werden. Die Notaufnahme des Klinikums Stuttgart habe in der vergangenen Woche rund 140 Hitzeopfer verzeichnet, wie ein Pressesprecher dem SWR mitteilte. Bei weiteren 130 Patienten lagen Beschwerden vor wie Schwindel oder Kopfschmerzen, die auch auf die Hitze zurückzuführen sein könnten. Hier lest ihr: Wie die Hitze sich auf weitere Notaufnahmen in der Stuttgarter Region auswirken.

Etliche Feste fallen wegen Hitze aus

Wie bereits vorhin erwähnt, fällt der Umzug auf dem Laupheimer Heimatfest am Sonntag wegen der Hitze aus. Das Heimatfest ist nicht das einzig betroffene: Auf der Ostalb fallen am Wochenende vor allem Kinderfeste aus. Unter anderem ist das für den am Freitagvormittag geplante Wasseralfinger Kinderfest in Aalen (Ostalbkreis) wegen der Hitze abgesagt worden. Auch das traditionelle Rutenfest in Bopfingen (Ostalbkreis) muss abgesagt werden. Hier lest ihr: Welche feste am Wochenende wegen der Hitze ausfallen.

Wie sich BW und die Städte gegen die Hitze rüsten

Einen kühlen Ort inmitten einer Stadt zu finden, ist bei dieser Hitze Goldwert. Oft sind es Parks oder Grünflächen, die etwas kühle Luft spendieren - versiegelte Flächen bewirken oft das Gegenteil und heizen Städte mehr auf. "Man muss versuchen, an heißen Plätzen mehr Grün zu schaffen", sagt beispielsweise der Stuttgarter Baubürgermeister Peter Pätzold (Grüne). Das sei jedoch nicht so einfach, zumal das auch immer eine Neuverteilung der Fläche bedeute. Ein weiteres Problem: Das kostet Geld, das den Kommunen oft fehlt. Hier lest ihr: Wie sich das Land gegen die Hitze rüstet.

Zugverkehr auf der Schönbuchbahn wegen Hitze eingeschränkt

Die Hitze wirkt sich auch auf den Zugverkehr auf der Schönbuchbahn aus. Denn dort finden seit geraumer Zeit nachts Testfahrten statt, die laut Landratsamt Böblingen von der Eisenbahnaufsicht vorgeschrieben werden. Um den normalen Betrieb nicht zu stören, hatte man diese Testfahrten in die Nacht verlegt. Nun hatten sich Anwohnerinnen und Anwohner, die wegen der Hitze die Fenster offen gelassen haben, über den nächtlichen Lärm beklagt. Als Kompromiss beginnen die Testfahrten nun schon um 19 Uhr und enden um Mitternacht. Deshalb fällt in dieser Zeit jede zweite Zugfahrt für die Fahrgäste aus. Dafür fahren Busse.

Stadt Sindelfingen untersagt Grillen

Weil das Risiko für einen Wald- und Flächenbrand zu hoch ist, untersagt die Stadt Sindelfingen das Grillen auf den Grillsteinen des Stadtwaldes und allen Grillstellen auf öffentlichen Grünstellen. Die Feuerwehr Sindelfingen stuft das Risiko eines Wald- oder Flächenbrandes wegen der langanhaltenden Trockenheit derzeit als sehr hoch ein. Die Böden in Wald und Grünanlagen seien durch die Hitze stark ausgetrocknet, verdorrtes Gras und Laub könne schnell Feuer fangen. Wo in Baden-Württemberg noch Walbrandgefahr herrscht, seht ihr auf dieser Karte:

Große Nachfrage nach Klimaanlagen und Ventilatoren

Bei Temperaturen am Wochenende von bis zu 40 Grad sind Klimaanlagen gerade besonders beliebt. Das macht sich auch im Einzelhandel bemerkbar. Die Nachfrage nach Geräten ist enorm, sagen Hersteller und Verkäufer aus der Region Rhein-Neckar. Bau- und Elektromärkte aus der Region berichten von ausverkauften Produkten, deutlich gestiegenen Wartungsanfragen und leeren Lagern. Die Nachbestellung kann teilweise ein paar Tage in Anspruch nehmen, denn Ventilatoren und Klimageräte werden fast ausschließlich in Asien hergestellt. Die Baumärkte raten daher, sich vorab online zu informieren, welche Produkte überhaupt noch zu kaufen sind oder im Internet zu bestellen.

SPD und AfD fordern Hitze-Regeln

Die Hitze wurde bereits in den vergangenen Tagen zum politischen Thema, als einheitliche Regeln für Hitzefrei in Schulen diskutiert wurden. Die Opposition legt nun nach: Die SPD fordert, den Landtag während Hitzeperioden als Schutz- und Rückzugsort zu nutzen. Neben landeseigenen Gebäuden sollen auch alle Parks kostenfrei öffnen. Dazu soll auch der Park am Amtssitz von Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) gehören, so die SPD. Die AfD fordert, vor allem Menschen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen durch klimatisierte Räume besser vor Hitze zu schützen.

Ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum nach Vorbild Frankreich sehen Städte und Gemeinden dagegen kritisch. Der Gemeinderat hat rechtliche Bedenken, der Städtetag warnt vor dem Kontrollaufwand.

Südbadischer Fußballverband verlegt alle Spiele vom Wochenende

Der Südbadische Fußballverband hat alle Fußballspiele am Wochenende aufgrund der vorausgesagten Hitze verlegt. Wie der Verband mitteilt, sollen die Verbandsspiele am Samstag und Sonntag nur vor 12 Uhr und nach 18 Uhr stattfinden. Grund für die Maßnahme sei die zu erwartende Hitzebelastung am Wochenende. Bei den Verbandsspielen am Wochenende handelt es sich um Relegationsspiele. Der Württembergische Fußballverband hat dagegen alle Meisterschaftsspiele am Wochenende abgesagt.

Umzug bei Laupheimer Heimatfest wegen Hitze abgesagt

Für das Heimatfest in Laupheim (Kreis Biberach), das heute gestartet ist, sind die hohen Temperaturen eine Herausforderung. So teilte die Stadt heute mit, dass der Umzug am Sonntag hitzebedingt ausfallen muss. "Ein Umzug mit Kindern ist bei den vorhergesagten Temperaturen nicht vertretbar, ebenso besteht für Besucher des Umzugs ein erhöhtes Risiko", heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Zudem habe das Veterinäramt den Einsatz von Pferdegespannen aus Tierschutzgründen untersagt. Die Entscheidung sei nicht leichtgefallen, so Ralf Aubele vom Kinder- und Heimatfestverein.

Auch Stuttgart verbietet Wasserentnahme

Wegen Hitze, Trockenheit und Niedrigwasser verbietet auch die Landeshauptstadt Stuttgart die Entnahme von Wasser aus Bächen, Seen und Flüssen. Das Verbot gilt von Samstag bis einschließlich 31. August und kann bei andauernder Trockenheit verlängert werden, wie die Stadt
mitteilte. Das Verbot umfasse alle Wasserentnahmen im Rahmen des Gemeingebrauchs -
so dürfe kein Wasser mehr für den privaten Gebrauch geschöpft oder abgepumpt werden. Bei Missachtung ist demnach mit Geldbußen von bis zu 100.000 Euro zu rechnen.

Wie viel Klimawandel steckt in diesem Sommer?

In der vergangenen Woche haben die Temperaturen bereits Höchstwerte erreicht, am Wochenende soll der Höhepunkt der Hitzewelle folgen. Aber wie viel Einfluss hat der Klimawandel auf die hohen Temperaturen? Oder ist das "nur der Sommer", wie es viele Menschen erklären? Grundsätzlich kann man laut Forschenden bei einer einzelnen Hitzewelle nie klar sagen, dass es am Klimawandel liegt. Klima-Forschende sehen aber, dass Hitzewelle immer häufiger werden. Hinzu kommt, dass sie länger als frühe halten würden. Wie Forschende die aktuelle Hitzewelle einschätzen, lest ihr: wie Forschende die aktuelle Hitzewelle einschätzen.

Hitze sorgt für früheres Ende der Erdbeersaison

Wegen der Hitze geht die Erdbeersaison in Baden-Württemberg früher zu Ende. Bereits am vergangenen Wochenende habe ein Großteil der Betriebe die Ernte eingestellt, teilte der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeerbauer in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) mit. Bei hochsommerlichen Temperaturen sei es schwierig, durchgehend gute Qualitäten zu produzieren, begründet der Verband das frühe Ende. Die Erdbeersaison hat in diesem Jahr vergleichsweise früh begonnen. Der Einbruch der Preise vor Pfingsten hat laut dem Verband jedoch den Druck auf die Erzeuger angesichts hoher Produktionskosten weiter erhöht. Dennoch sei die verkaufte Menge auf Rekordniveau geblieben.

Rastatt informiert über Risiken von extremer Hitze

Im Rahmen des Hitzeaktionstags können sich heute in Rastatt Bürgerinnen und Bürger auf dem Marktplatz über die Risiken von extremer Hitze und über Hitzeschutzmaßnahmen informieren. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stadt, dem Gesundheitsamt und der Energieagentur Mittelbaden. Rastatt gehört wegen seiner gewachsenen baulichen Struktur zu den besonders heißen Städten in Baden-Württemberg. Die Stadt hat deshalb ein Klimaanpassungskonzept auf den Weg gebracht, um die Menschen besser vor Überhitzung zu schützen. So sollen künftig weniger Flächen versiegelt oder gezielt entsiegelt werden und stattdessen Grünflächen entstehen. Auch mehr Stadtbäume sollen gepflanzt werden - sie sind wichtige Schattenspender und können helfen, die Temperatur abzusenken. Zusätzlich zu den sechs öffentlichen Trinkbrunnen sind weitere geplant.

SWR Extra zum Höhepunkt der Hitzewelle

Kurze Info in eigener Sache: Am Samstag, 27. Juni, wird es um 20:15 Uhr ein SWR Extra zum Höhepunkt der Hitzewelle geben. Ich empfehle euch, im TV einzuschalten. Wenn ihr es zeitlich nicht schaffen solltet, könnt ihr es natürlich auch in der Mediathek nachholen.

Stadt Leonberg rät zu Sparsamkeit mit Wasser

Die Stadt Leonberg (Kreis Böblingen) rät ihren Bürgerinnen und Bürgern während der Hitzewelle sparsam mit Wasser umzugehen. Die Wasserversorgung in der Stadt sei zwar derzeit stabil, anhaltend hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge würden jedoch die verfügbaren Wasser-Ressourcen belasten. Am besten könnte Wasser gespart werden, indem zurzeit möglichst keine Pools und Planschbecken gefüllt werden. Auch Rasenflächen sollten nicht bewässert werden.

Fake-News relativieren Hitzewelle

Während der momentan extremem Hitze in Deutschland kursieren gleichzeitig etliche Kommentare in den Sozialen Netzwerken, die die Hitzewelle relativieren. Sie leugnen den menschengemachten Klimawandel oder zweifeln die Berichterstattung an. Es werden allerdings weder Wetterkarten manipuliert, noch gab es früher bereits auch so viele heiße Tage, wie heute. Häufig werden auch ältere Schlagzeilen deutscher Medien verbreitet, um zu belegen, dass es bereits in der Vergangenheit sehr heiße Tage gegeben habe. So titelte die Bild-Zeitung Jahr 1957: "56 Grad! Ganz Deutschland ein Brutofen!" Tatsächlich wurde in Deutschland bislang noch nie eine Lufttemperatur von über 50 Grad gemessen. Der bisherige Höchstwert liegt bei 41,2 Grad und wurde am 25. Juli 2019 in Lingen (Ems) registriert.

Wie lange bleibt es noch so heiß?

Gerade ist es in Baden-Württemberg noch brüllend heiß. Die Frage, die sich viele stellen: Wie lange bleibt es noch so? Nach dem Deutschem Wetterdienst (DWD) müssen wir in Baden-Württemberg noch drei Tage unter der Hitzeglocke aushalten, dann kommt eine Abkühlung. Schon am Sonntag sind dann niedrigere Temperaturen und erste Schauer vorhergesagt. "Die ersten Gewitter sind zwischen 16 und 17 Uhr zu erwarten", sagt ein Experte des DWD. In der Nacht zum Montag folge dann eine veritable Abkühlung um etwa zehn Grad, die sich seinen Angaben zufolge über die ganze kommende Woche hinweg halten dürfte. Heißt: Nachts herrschen dann zwischen 13 und 17 Grad und am Tag "nur noch" zwischen 27 und 30 Grad.

Hier war es in BW heute Nacht am heißesten

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) haben in Baden-Württemberg die Menschen im Geislinger Stadtteil Stötten (Kreis Göppingen) heute Nacht am meisten geschwitzt. In der heißesten Nacht seit Beginn der Messungen fiel das Thermometer nicht unter 22,8 Grad. Besonders bemerkenswert: Stötten liegt auf einer Höhe von 734 Metern.

Landkreis Göppingen untersagt Wassernentnahme

Der Landkreis Göppingen untersagt ab sofort die Wasserentnahme aus sämtlichen oberirdischen Quellen per Allgemeinverfügung. Das hat der Landkreis am Donnerstag mitgeteilt. Untersagt wird die Entnahme von Wasser zum Baden und das Schöpfen mit Eimern, Gießkannen und Kanistern zur Gartenbewässerung. Die Allgemeinverfügung gilt bis zum 30. September. Grund für die Maßnahme ist die Niedrigwassersituation in zahlreichen Gewässern des Landkreises.

Der Weilerbach bei Eislingen (Kreis Göppingen) liegt aufgrund der aktuellen Hitzewelle trocken. Der Landkreis hat nun die Entnahme von Wasser verboten.
Der Weilerbach bei Eislingen (Kreis Göppingen) liegt aufgrund der aktuellen Hitzewelle trocken. Der Landkreis hat nun die Entnahme von Wasser verboten. Markus Müller, Kreis Göppingen

Zu heiß für Atomstrom: Kraftwerk bei deutscher Grenze wird heruntergefahren

Die anhaltende Hitze bringt das Atomkraftwerk im schweizerischen Beznau bei Waldshut an seine Grenzen: Sollten die Temperaturen in der kommenden Nacht nicht sinken, werden morgen beide Reaktoren vorübergehend vom Netz genommen. Seit Tagen wird die Stromproduktion bereits gedrosselt. Hintergrund dafür ist, dass die beiden Reaktoren des grenznahen Schweizer Atomkraftwerks mit Flusswasser aus der Aare gekühlt werden. Das erwärmte Wasser fließt anschließend in den Fluss zurück. Am Mittwoch hatten die Wassertemperaturen im Fluss die Maximaltemperaturen von 25 Grad für Kühlwassernutzung erreicht. Nähern sich Temperaturen diesem Wert, muss der Betreiber des AKW die Leistung reduzieren. Wenn die Wassertemperatur mehr als drei Tage dieses Niveau erreicht hat und keine Abkühlung abzusehen ist, muss das Kraftwerk zum Schutz der Ökologie ganz abgestellt werden. Bereits im vergangenen Jahr musste Beznau wegen anhaltender Hitze seinen Betrieb einstellen.

So geht es den Tieren im Zoo mit der Hitze

Nicht nur Menschen setzt die aktuelle Hitzewelle zu, sondern auch den Tieren. Das betrifft auch die Tiere im Zoo. Besondere Maßnahmen seien aber nicht nötig, teilte der Heidelberger Zoo dem SWR mit. Es gehe lediglich um kleinere Anpassungen. Viele Tiere halten sich demnach ohnehin auf schattigen Plätzen ihrer Anlage auf. Dort gebe es auch Wasserstellen. An extrem heißen Tagen duschten die Pflegerinnen und Pfleger die Tiere auch mit einem Wasserschlauch ab. Viele Tiere seien bei der Hitze zudem meistens in den Morgenstunden aktiv, wenn es noch nicht so heiß sei, so der Zoo.

Deutschland erlebt wärmste Nacht seit Beginn der Messungen

Nicht nur tagsüber durchleben die Menschen in Baden-Württemberg die extreme Hitze. Nachts kühlt es nur bedingt ab. In den vergangenen Nächten gab es an vielen Orten sogenannte Tropennächte - die Temperatur ist also nicht unter 20 Grad gefallen. Besonders die vergangene Nacht ist dabei herausgestochen: Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es die wärmste Nacht in Deutschland seit Beginn der Messungen. Bei unseren Nachbarn in Rheinland-Pfalz war die Temperatur am höchsten: In Bad Bergzabern (Kreis Südliche Weinstraße) fiel sie nicht unter 26,2 Grad.

Kessel Festival rüstet sich für Hitze

In Stuttgart startet morgen das Kessel Festival. Auf dem Cannstatter Wasen treten dort etwa Nina Chuba und SDP auf. Die Organisatoren haben angesichts der Temperaturen ihr Hitzeschutzkonzept ausgebaut: So würden weitere Trinkwasserstellen auf dem Gelände eingerichtet und die Zahl der Schattenspender und Sonnenschirme erhöht, teilte der Veranstalter heute mit. Besucherinnen und Besucher können dazu eigene Trinkflaschen mit maximal 0,5 Liter Volumen mitbringen. Die Veranstalter weisen jedoch darauf hin, dass im Bereich der Bühnen nur Plastikflaschen erlaubt sind. Außerdem seien zusätzliche Sanitäter im Einsatz und Wassersprinkler zur Erfrischung der Feiernden aufgebaut. Gäste sollten ausreichend trinken und Pausen im Schatten einlegen.

Darum gibt es an Kitas kein Hitzefrei

Hitze kann für Kleinkinder besonders gefährlich sein. Schatten, viel trinken und leichte Kleidung sind in vielen Kitas Standard. Die Stadt Vaihingen an der Enz (Kreis Ludwigsburg) setzt bei ihren Kitas auf kurzfristige Maßnahmen wie Thermo-Vorhänge, Schutzfolien an den Fenstern und Ventilatoren. Flexible Hol- und Bringzeiten sollen es Eltern darüber hinaus ermöglichen, ihre Kinder innerhalb der Betreuungszeiten spontan abzuholen. Wenn in Schulen die Temperaturen steigen, kann es Hitzefrei geben. Wie sieht es in Kitas aus? Stadtsprecherin Astrid Kniep winkt ab: "Es gibt kein Hitzefrei an Kitas. Die Eltern müssen arbeiten. Da steht die Stadt für Betreuungszeiten, die selbstverständlich verlässlich sein müssen."

Autor/in
Hannah Fritsch

Wie schädlich ist Sonnencreme wirklich?

In sozialen Medien kursieren viele Mythen zu Sonnencreme. Immer wieder heißt es, sie sei gesundheitsschädlich oder sogar krebserregend. Natürliche Mittel seien ein besserer Sonnenschutz. Was ist da dran?
In einem Posting auf unserem Instagram-Kanal sind wir einigen Mythen auf den Grund gegangen:

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Autor/in
Hannah Fritsch

Warum gibt es kaum noch Warnungen vor Ozon?

Noch im Hitzesommer 2003 gehörten Ozonwarnungen zum festen Bestandteil der Nachrichten. Inzwischen sind Hitzewellen häufiger geworden. Trotzdem gibt es kaum noch Ozonwarnungen.

Der Grund für die selteneren Alarmfälle ist die bessere Luftreinhaltung. So konnten die Vorläufersubstanzen, die zur Entstehung der bodennahen Ozonbelastung beitrugen, deutlich verringert werden. Zum Beispiel, weil Kraftfahrzeuge mit geregeltem 3-Wege-Katalysator seit den 90ern immer weniger Stickoxide ausstoßen. Und gesetzliche Bestimmungen haben dazu geführt, dass flüchtige Organische Verbindungen in Lacken, Lösungs- und Reinigungsmitteln effektiv reduziert wurden. Die Emission dieser Rohmaterialien für Ozonbildung hat sich seit 1990 auf nur etwa ein Viertel der Ausgangswerte reduziert.

Autor/in
Hannah Fritsch

Hitzewelle in Europa: Was Stuttgart dagegen tut

Weite Teile Deutschlands ächzen unter den aktuellen Temperaturen. Der Höhepunkt der Hitzewelle wird laut Experten aber erst am Wochenende erreicht. Schon jetzt besonders betroffen ist Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart. Vor dem Freibad bilden sich Schlangen, die Stadt veröffentlichte eine Kühle-Orte-Karte. Um das Klima im Stadtkessel langfristig zu verbessern, setzt die Verwaltung unter anderem auf mehr grüne Quartiere.

Autor/in
Hannah Fritsch

Kleiderordnung an Schulen bei Hitze: Diskussion um "angemessene Kleidung"

Angesichts der aktuellen Hitzewelle in Baden-Württemberg mit erwarteten Temperaturen bis 40 Grad stellt sich für Schülerinnen und Schüler im Land die Frage, in welcher Kleidung sie in die Schule dürfen - vor allem, wenn dort ausreichender Hitzeschutz fehlt. Wie freizügig darf es sein?

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Autor/in
Hannah Fritsch

Baden-Baden untersagt Wasserentnahme aus Bächen und Quellen

Die Stadt Baden-Baden untersagt ab sofort per Allgemeinverfügung die Wasserentnahme aus Bächen und Quellen im Rahmen des sogenannten Gemeingebrauchs. Davon betroffen ist zum Beispiel das Schöpfen mit Eimern, Gießkannen und Kanistern zur Gartenbewässerung. Ebenso untersagt ist die Wasserentnahme mit Pumpen, sofern keine Erlaubnis vorliegt. Das Verbot gilt zunächst bis 31. August. Grund seien stark gesunkene Wasserstände wegen der Hitze. Zum Beispiel liege der Pegel der Oos deutlich unter dem langjährigen Mittel.

Autor/in
Hannah Fritsch
Baden-Württemberg

Schüler leiden unter Hitzewelle Bald verbindlichere Hitzefrei-Regeln in Schulen in BW? Kultusminister stellt Änderung in Aussicht

Baden-Württembergs Schulen sind selbst bislang selbst verantwortlich für Hitzefrei - der neue Kultusminister will das ändern. Die Opposition mahnt langfristige Lösungen an.

Hohe Temperaturen als Gefahr Hitze und Trockenheit sorgen für Gefahren: DWD warnt vor Waldbränden und Unwettern

Baden-Württemberg ächzt unter der anhaltenden Hitzewelle. Durch die hohen Temperaturen und die Trockenheit steigt die Gefahr von Waldbränden. Der DWD warnt dazu vor Unwetter.

SWR Aktuell Baden-Württemberg mit Sport SWR BW

Baden-Württemberg

"Es wird möglicherweise historisch heiß" Wann endet die Hitzewelle? Diese Woche neuer Temperatur-Rekord möglich

Baden-Württemberg ist derzeit fest im Griff einer Hitzewelle. Der SWR-Wetterexperte spricht von "möglicherweise historischen Temperaturen".