Das war der Liveblog zur Hitze im Land

Abkühlung kommt langsam, Zahlreiche Einsätze nach Badeunfällen, In einigen Regionen "Außergewöhnliche Einsatzlage" ausgerufen, Neuer bundesweiter Temperaturrekord

Baden-Württemberg schwitzt - nach hohen Temperaturen auch am Sonntag soll die Hitzewelle enden. Alle Entwicklungen rund um die aktuelle Wetter-Lage gab es in unserem Liveblog.

Teilen

Stand

Hitzewelle soll heute zu Ende gehen - tagsüber noch heiß

Die Hitzewelle soll heute zu Ende gehen. Meteorologen erwarten zunächst noch einmal hohe Temperaturen - gegen Abend könnte es dann Gewitter und örtlich auch Starkregen oder Hagel geben. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) erreichen die Höchstwerte im Lauf des Tages 32 Grad auf der Zollernalb und 39 Grad vom Kraichgau bis zur Tauber.

Die neue Woche soll dann etwas kühler starten - mit Temperaturen zwischen 24 und 29 Grad, begleitet von Regen und schauerartigen Gewittern.

Gestern hatte es in Waghäusel-Kirrlach im Kreis Karlsruhe laut DWD mit 41,4 Grad einen neuen Hitzerekord in Baden-Württemberg gegeben.

45 Schwimmbäder vor dem Aus: DLRG warnt vor den Folgen

Wenn es so heiß ist wie gerade, verbringen manche Familien besonders viel Zeit im Freibad. Damit sie dort sicher und sorglos die Zeit im Wasser verbringen können, sollten Kinder schwimmen lernen. Doch viele Bäder in Baden-Württemberg sind von der Schließung bedroht. Bastian Hess vom Landesverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) macht die Entwicklung Sorgen. "Wenn es keine Wasserflächen gibt, können wir Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen keine Schwimmausbildung zukommen lassen", sagt er. Zwei Beispiele aus dem Land:

30-jähriger Mannheimer stirbt beim Baden im See

Ein 30-jähriger Mann aus Mannheim ist am Samstagnachmittag bei einem Badeunfall an einem Badesee bei Neuhofen (Rhein-Pfalz-Kreis) ums Leben gekommen. Der Mann ist gegen 15:30 Uhr allein zum Schwimmen ins Wasser gegangen und wurde später von seinen Freunden vermisst.

Die Begleiter verständigten die Integrierte Leitstelle, woraufhin umfangreiche Suchmaßnahmen gestartet wurden. Diese erfolgten unter anderem mit einem Rettungshubschrauber und mehreren Booten der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Rettungsboot der Feuerwehr fand den Mann treibend im Wasser und barg ihn. Unmittelbar eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos.

27-jähriger Mann ertrinkt im Heidelberger Neckar

Ein 27 Jahre alter Mann ist am Samstagabend im Neckar bei Heidelberg unterhalb des Festplatzes im Stadtteil Wieblingen ertrunken. Einsatzkräfte konnten den Mann zwar aus dem Fluss bergen, die Reanimation blieb aber erfolglos. Laut Polizei ging er gegen 20 Uhr allein zum Schwimmen ins Wasser. Als seine Begleiter ihn nicht mehr sehen konnten, verständigten sie den Notruf.

Die Rettungskräfte rückten aus. Polizei und Rettungskräfte waren im Einsatz, auch Taucher beteiligten sich an der Aktion. Sie fanden den 27-Jährigen leblos unter Wasser. Die Wiederbelebungsmaßnahmen blieben jedoch ohne Erfolg.

Gas entweicht aus Tank: Feuerwehr evakuiert Wohnhäuser in Weingarten

Die Hitze hat am Samstag im Landkreis Karlsruhe zu einem größeren Feuerwehreinsatz in Weingarten geführt. Dort ist Gas aus einem Propangastank in einem Wohngebiet ausgetreten, mehrere Häuser wurden vorsorglich evakuiert. Laut Feuerwehr hat es keine Verletzten gegeben.

Wie die Feuerwehr mitteilte, hatte in einem Wohngebiet das Sicherheitsventil des Tanks ausgelöst und Gas in die Umgebung abgegeben. Trotz schneller Abkühlung mit einem Wasserschleier führte die extreme Hitze immer wieder zu einer Erwärmung und erneutem Auslösen des Ventils. Die Feuerwehr evakuierte die direkten Nachbarn. Schließlich entschied sie, einen Teil des Inhalts kontrolliert zu verbrennen.

Hitzerekord in BW erneut gebrochen

Nur einen Tag nach dem Temperaturrekord in Baden-Württemberg ist dieser erneut geknackt worden: In Waghäusel-Kirrlach (Kreis Karlsruhe) war es mit 41,4 Grad so heiß wie nie zuvor in BW, wie der Deutsche Wetterdienst auf Grundlage vorläufiger Daten mitteilte. Der bisherige Jahreshöchstwert lag bei 40,6 Grad - gemessen am Freitag ebenfalls in Waghäusel-Kirrlach.

SWR Extra zur Hitzewelle im Südwesten

Die Hitzewelle hat den Südwesten voll im Griff: Sportveranstaltungen werden reihenweise abgesagt, viele Brände, Züge fallen aus und auf den Straßen wird es auch heiß. Wie gehen die Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit den hohen Temperaturen um? Und was kommt noch auf den Südwesten zu? Wir haben im SWR Extra live darüber berichtet. Hier gibts's die Sendung zum Nachschauen:

Südbaden: Sportveranstaltungen finden trotz Hitze-Warnungen statt

Viele sportliche Veranstaltungen sind am Wochenende wegen der extremen Hitze abgesagt worden. Einige wenige Veranstalter in Südbaden haben an ihren Wettbewerben jedoch festgehalten. In Breitnau (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) beispielsweise versammelten sich am Samstag rund 700 Teilnehmer zum X-Trail, einem Geländelauf mit vier Wettbewerben für alle Altersklassen. Zum X-Trail-Halbmarathon morgens um 9:30 Uhr kamen mehr als 300 Läuferinnen und Läufer an die Startlinie. Auch die Deutsche Meisterschaft der Beachvolleyballer in der Altersklasse U15 findet am Wochenende statt. Die Hitze rund um die Spielfelder im Freiburger Osten verlangte den Jugendlichen nach eigener Aussage viel ab.

Neuer Hitzerekord: DWD misst 41,5 Grad

In Deutschland ist am Samstag nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erneut ein Hitzerekord aufgestellt worden. Die Messstation in Drewitz (Sachsen-Anhalt) habe gegen 16:30 Uhr eine Temperatur von 41,5 Grad verzeichnet, sagte ein DWD-Sprecher. Am Freitag war mit 41,3 Grad in Saarbrücken bereits ein neuer Rekordwert gemessen worden. Die Daten sind allerdings noch vorläufig. Insbesondere bei möglichen neuen Temperaturrekorden würden die Messstationen stets kontrolliert, sagte der Sprecher.

Sperrung des Stuttgarter Hauptbahnhofs aufgehoben

Die Sperrung des Stuttgarter Hauptbahnhofs ist aufgehoben. Das hat die Deutsche Bahn mitgeteilt. Ein Brand im Gleisbett sei gelöscht. Der Bahnhof war wegen dieses Brandes zeitweise komplett gesperrt. Betroffen von der Sperrung waren sowohl S-Bahn als auch Nah- und Fernverkehr, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte.

Orte zum Abkühlen: Hier ist es weniger heiß

Die Temperaturen in Baden-Württemberg steigen Richtung 40-Grad-Marke und höher. Da ist Abkühlung das Zauberwort. Und tatsächlich - es gibt sie, die angenehmen Plätzchen: zum Beispiel in Südbaden. Wo genau sie sind, lest ihr hier.

Brand im Gleisfeld: Hauptbahnhof Stuttgart komplett gesperrt

Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist aktuell komplett gesperrt, weil es einen Brand im Gleisfeld gibt. Das Feuer ist zwischen dem Hauptbahnhof und der Strecke nach Bad Cannstatt entstanden. Ein Bahnmitarbeiter hatte es gemeldet. Die Feuerwehr sei vor Ort und die Rauchentwicklung werde bereits kleiner, so die Polizei. Trotzdem sei der komplette Hauptbahnhof gesperrt - auch die Fahrstrecken Richtung Bad Cannstatt und den Nordbahnhof seien betroffen. Am Stuttgarter Hauptbahnhof und im Bereich der S-Bahn hatte es bereits gestern zwei Mal Sperrungen aufgrund von Bränden gegeben.

Patientenschützer fordern besseren Hitzeschutz in Heimen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert mit Blick auf die aktuellen Rekordtemperaturen einen besseren Hitzeschutz in Pflegeheimen. Der Sommer habe gerade erst begonnen und bereits jetzt litten viele der 800.000 Heimbewohner unter den extremen Temperaturen, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch dem Evangelischen Pressedienst. Es müsse konkrete Investitionszusagen sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene geben. Unter anderem müssten bestehende Bauten den klimatischen Bedingungen angepasst werden. Er kritisierte die bisherigen Hitzeschutzpläne als "reinen Aktionismus". Die Papiere und Konzepte endeten dort, wo der Patientenschutz Geld und Personal koste, so Brysch.

Wegen Hitze: Bahn rät von nicht notwendigen Reisen ab

Die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnunternehmen raten dazu, nicht dringend notwendige Reisen im Fern- und Regionalverkehr zu vermeiden. "Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekord-Hitze betroffen. Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen", heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Bahn. Zudem warne der Deutsche Wetterdienst vor Gewittern und Starkregen. Ihren Verkehr einstellen will die Deutsche Bahn nach aktuellem Stand aber nicht.

Optische Abkühlung gefällig? Die "SWR Kühlnacht" im TV

Methoden zur Abkühlung gibt es viele: zum Beispiel ein eisgekühltes Getränk, ein feuchtes Tuch im Nacken oder ein Ventilator im Dauereinsatz. Der SWR hat Abkühlung für die Augen im Angebot. Er hat die "SWR Kühlnacht" ausgerufen und sendet heute Nacht im TV eine Programmauswahl voller Eis, Schnee und Winterzauber. Los geht's um 23:35 Uhr.

Siebenschläfertag: Bleibt es sieben Wochen heiß?

Heute ist Siebenschläfertag und glaubt man einer Bauernregel, dann bestimmt das heutige Wetter die Wetteraussichten für die kommenden sieben Wochen. Müssen wir uns also bis Mitte August auf viele weitere Hitzetage einstellen? Nicht automatisch - sagen Meteorologen, denn die Lage ist vielschichtig. Welche Faktoren wichtig sind, und woher der Name "Siebenschläfer" kommt, lest ihr hier:

Bauernregel zum 27. Juni Wetter am Siebenschläfertag: Hält die Hitze über den Hochsommer an?

Extreme Hitze - und das ausgerechnet am Siebenschläfertag. Glaubt man der Bauernregel, bestimmt dieser das Wetter der nächsten sieben Wochen. Ein SWR-Wetterexperte ordnet ein.

DWD: Amtliche Warnung vor extremer Hitze

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für ganz Baden-Württemberg eine amtliche Warnung vor extremer Hitze ausgesprochen. Sie gilt bis heute Abend. Wie die Lage aktuell in den einzelnen Landkreisen ist, könnt ihr hier nachschauen:

Ab 20:15 live: SWR-Extra zur Hitzewelle im Südwesten

Gestern gab es in Baden-Württemberg einen neuen Hitzerekord: 40,6 Grad wurden laut Deutschem Wetterdienst in Waghäusel-Kirrlach im Kreis Karlsruhe gemessen. Zum Höhepunkt der Hitzewelle und zu den Auswirkungen auf die Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gibt es um 20:15 Uhr ein SWR Extra. Einfach TV einschalten, den Livestream hier verfolgen - oder die Sendung in der ARD Mediathek anschauen.

Abkühlung der Extra-Klasse: XXL-Wasserschlacht

Das war eine XXL-Wasserschlacht: An einer Schule in Markdorf im Bodenseekreis kam die Abkühlung nicht nur per Wasserpistole, sondern auch mit dem Feuerwehrschlauch. Hunderte Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte waren dabei - und innerhalb weniger Sekunden pitschnass. Die Freiwillige Feuerwehr Markdorf war mit zwei Fahrzeugen und mehreren Schläuchen im Einsatz. Aber diesmal zur allgemeinen Freude.

🚿 Abkühlung für alle 🚿 💦 In Markdorf am Bodensee haben sich mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler ihre erste Wasserschlacht am Bildungszentrum (BZ) geliefert. Tatkräftig unterstützt von etwa 15 Jugendfeuerwehr-Mitgliedern und drei Kräften von der Freiwilligen Feuerwehr. Ihre Ausstattung: Zwei Einsatzwagen mit 20 Schläuchen. 🚒 Etwa eine Stunde lang dauerte die Aktion. Die Idee dafür war erst zwei Tage vorher aufgekommen. Lehrer Stefan Hoffmann fand, Schüler und Lehrer bräuchten bei der Hitze eine Erfrischung. #hitzewelle#Abkühung #Schule #Feuerwehr #Bodensee

Örtlich 42 Grad möglich: Höhepunkt der Hitzewelle erwartet

Es wird heiß und heißer - und heute wird der Höhepunkt der Hitzewelle in Baden-Württemberg erwartet. Die Wärmebelastung dürfte teilweise extrem ausfallen, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Im Bergland und im Allgäu werden bis zu 35 Grad erwartet. 37 bis 41 Grad können im Rest des Landes erreicht werden - in der Kurpfalz sind lokal sogar 42 Grad möglich. Erst mal bleibt es vielerorts sonnig. Nachmittags und abends kann es über dem Bergland vereinzelt schwere Gewitter geben. Gestern wurde in Waghäusel-Kirrlach im Landkreis Karlsruhe bereits der bisherige Hitzerekord geknackt. Nach vorläufigen DWD-Angaben wurden dort 40,6 Grad gemessen.

"Wärmebus" versorgt Wohnungslose

Den "Kältebus" kennt man aus der Winterzeit, in Heidelberg gibt es aber auch einen Wärmebus. Der soll den gleichen Zweck erfüllen wie der Kältebus: obdachlosen Menschen helfen. Denn die extremen Temperaturen der vergangenen Tage setzen den Obdachlosen massiv zu, da sie der Witterung weitgehend ausgeliefert sind. Wer keine eigene Wohnung hat, kann weder die Fenster abdunkeln, noch den Ventilator anstellen oder eine kühle Dusche nehmen. Mehrmals in der Woche bestücken die Heidelberger Malteser einen kleinen Transporter mit Waren und fahren dann eine feste Route in der Stadt ab. Sie machen an Orten Station, an denen sich Obdachlose häufig aufhalten und teilen kaltes Wasser oder Hygieneartikel aus.

Waldbrandgefahr steigt am Wochenende

Trockene Böden, kaum Regen: In Baden-Württemberg steigt die Waldbrandgefahr zum Wochenende deutlich. Ab Freitag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für fast alle Regionen mindestens eine hohe Gefahr, in manchen sogar die höchste Warnstufe. Wo die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg am höchsten ist:

Stuttgarter Kessel Festival wegen extremer Hitze abgebrochen

Das Kessel Festival Stuttgart hat den für Samstag geplanten zweiten Veranstaltungstag kurzfristig abgesagt. Grund sind die extremen Temperaturen und die damit verbundene hohe Belastung für Gäste, Künstlerinnen, Künstler sowie das gesamte Festivalpersonal. Die Veranstalter erklärten auf der Website, die extreme Wetterlage in Stuttgart habe am Freitag Menschen, Infrastruktur und technische Systeme über viele Stunden hinweg an die Belastungsgrenze gebracht. Für Samstag sei mit noch höheren Temperaturen und stundenlanger Extrembelastung während der Hauptbesuchszeiten zu rechnen. Das Festivalteam habe die Situation bewertet und die Absage aus Sicherheitsgründen beschlossen.

40,6 Grad: Neuer Hitzerekord in Baden-Württemberg

Der Hitzerekord hat nur einen Tag gehalten: In Waghäusel-Kirrlach (Kreis Karlsruhe) wurden heute 40,6 Grad gemessen - so viel wie noch nie in Baden-Württemberg. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf SWR-Anfrage auf Grundlage von vorläufigen Daten mit. Am Donnerstag waren - ebenfalls in Waghäusel-Kirrlach - 39,0 Grad gemessen worden - der zu diesem Zeitpunkt höchste Wert im Juni. Ebenfalls über dem Höchstwert von gestern lagen die Temperaturen in Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) und Rheinau-Memprechtshofen (Ortenaukreis). Dort ergaben die Messungen Höchstwerte von 39,8 Grad. Deutschlandweit wurde an einer Wetterstation in Saarbrücken die heißeste Temperatur gemessen: Laut dem DWD wurden im Ortsteil Burbach 41,3 Grad gemessen.

Klimageräte: Worauf beim Kauf achten?

Im Sommer wenn die Temperaturen steigen, steigt auch die Nachfrage nach mobilen Klimageräten. Beim Neu- oder Gebrauchtkauf gibt es einiges zu beachten. So sollte man beim Kauf eines neuen Klimageräts auf das Energieeffizenz-Label schauen - je grüner, desto besser. Geräte mit einem roten Label können zwar in der Anschaffung günstiger sein, verbrauchen aber nachher deutlich mehr Strom. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das verwendete Kühlmittel - hier ist es wichtig, dass es das umweltfreundliche Propan ist. Angesichts der hohen Nachfrage können gebrauchte Klimageräte eine Alternative sein - hier sollte man besonders auf die Hygiene und die Filter achten.

Tiere leiden unter der Hitze: Kühe geben weniger Milch

Die Hitzewelle betrifft nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. Sie wirkt sich gerade auch auf die landwirtschaftliche Tierhaltung aus. Kühe haben etwa Hitzestress - und geben weniger Milch. Landwirte versuchen, mit Sprühnebel für Abkühlung zu sorgen. Auch einige Tierheime steuern wegen der Hitze nach: Im Tierschutzheim Konstanz zum Beispiel können Hunde in für sie hergerichteten Wasserwannen planschen. Wildtiere ziehen sich grundsätzlich in den etwas kühleren Wald zurück - und sind häufig in der Nacht aktiv. Trotzdem hat die Trockenheit durch die Hitze die Folge, dass Wasserstellen austrocknen können. Wenn Pflanzen vertrocknen, sinkt zudem ihr Nährwert.

Warnstufe 2 von 4 für hohe Wassertemperaturen im Rhein

Die Wassertemperatur in mehreren Flüssen ist wegen der anhaltenden Hitze deutlich gestiegen, im Rhein wurden 27 Grad gemessen. Deshalb wurde jetzt die zweite Warnstufe von insgesamt vier ausgerufen. Die hohen Wassertemperaturen haben inzwischen konkrete Folgen - unter anderem für Tiere im Wasser, da durch die Wärme der Sauerstoffgehalt im Wasser fällt. Auch Betriebe, die Flusswasser zum Kühlen nutzen, müssen gegebenenfalls ihre Produktion einschränken. Ab 28 Grad Wassertemperatur würde die dritte Warnstufe gelten.

Heilbronn belüftet See wegen Hitze

Die Heilbronner Feuerwehr hat damit begonnen, den Pfühlsee zu belüften. Durch die Hitze sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser und bedroht die im See lebenden Fische und andere Lebewesen. Um den See zu belüften, pumpt die Feuerwehr Wasser aus dem See und spritzt es wieder auf die Oberfläche. Dadurch bleibt die Oberfläche in Bewegung und mehr Sauerstoff aus der Luft kann in das Wasser aufgenommen werden. Die Stadt überwacht nach eigenen Angaben regelmäßig den Sauerstoffgehalt in allen Seen im Stadtgebiet.

Schweizer AKW Beznau wegen Hitze abgeschaltet

Wegen der Hitzewelle ist das Schweizer Atomkraftwerk Beznau (Kanton Aargau) bei Waldshut vorübergehend abgeschaltet worden. Grund sei die zu hohe Temperatur des Flusses Aare, der zur Kühlung der beiden AKW-Reaktoren genutzt werde, teilte das Energieunternehmen Axpo mit. Das Kühlwasser werde in den Fluss zurückgeleitet und könne so zu dessen Temperatursteigerung beitragen, so das Energieunternehmen. Mit der Abschaltung soll Axpo zufolge das Ökosystem des Flusses geschützt und etwa Fischsterben verhindert werden.

Autor/in
Hannah Fritsch

Wasserschlacht von Schülern und Lehrern in Markdorf

Einen ungewöhnlichen Einsatz hatte die Feuerwehr heute am Bildungszentrum in Markdorf (Bodenseekreis). Dort lieferten sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte eine Wasserschlacht mit 6.000 Litern. Die Abkühlung kam in der Hitze am Mittag sehr gut an. "Durch das Wasser merkt man die Hitze überhaupt nicht mehr, das ist eine super Erfrischung", sagte ein Schüler.

Autor/in
Hannah Fritsch
Baden-Württemberg

Schüler leiden unter Hitzewelle Bald verbindlichere Hitzefrei-Regeln in Schulen in BW? Kultusminister stellt Änderung in Aussicht

Baden-Württembergs Schulen sind selbst bislang selbst verantwortlich für Hitzefrei - der neue Kultusminister will das ändern. Die Opposition mahnt langfristige Lösungen an.

Hohe Temperaturen als Gefahr Hitze und Trockenheit sorgen für Gefahren: DWD warnt vor Waldbränden und Unwettern

Baden-Württemberg ächzt unter der anhaltenden Hitzewelle. Durch die hohen Temperaturen und die Trockenheit steigt die Gefahr von Waldbränden. Der DWD warnt dazu vor Unwetter.

SWR Aktuell Baden-Württemberg mit Sport SWR BW

Baden-Württemberg

"Es wird möglicherweise historisch heiß" Wann endet die Hitzewelle? Diese Woche neuer Temperatur-Rekord möglich

Baden-Württemberg ist derzeit fest im Griff einer Hitzewelle. Der SWR-Wetterexperte spricht von "möglicherweise historischen Temperaturen".