Viele Veranstaltungen sind am Wochenende wegen der extremen Hitze abgesagt worden. Auch die baden-württembergische Sportministerin Theresa Schopper appellierte an Sportverbände und Vereine, ihre Wettbewerbe abzusagen. Einige wenige Wettkämpfe fanden am Samstag in Südbaden dennoch statt. Die Veranstalter seien gefordert, den Hitze- und Gesundheitsschutz der Sportlerinnen und Sportler in den Vordergrund zu stellen, so der Appell der Ministerin.
Sport bei Hitze: 700 Teilnehmende X-Trail am Start
In Breitnau (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) versammelten sich am Samstag rund 700 Teilnehmer zum X-Trail, einem Geländelauf mit vier Wettbewerben für alle Altersklassen. Zum X-Trail-Halbmarathon morgens um 9:30 Uhr versammelten sich mehr als 300 Läuferinnen und Läufer an der Startlinie.
Für die Veranstalter von der Ski-Zunft Breitnau waren die Bedingungen im Hochschwarzwald trotz angekündigter Temperaturen nahe der 40 Grad vertretbar. "Wir haben lange überlegt. Durch unsere Höhenlage haben wir niedrigere Temperaturen als im Rheintal. Die Strecke ist größtenteils im Wald im Schatten, sodass wir uns entschieden haben, den Lauf durchzuführen", sagt Thorsten Kratzner, der Vorsitzende des Vereins.
Zusätzliche Verpflegungsstationen und mehr Ordner entlang der Laufstrecke sollten für eine höhere Sicherheit sorgen. Zudem wurden die Startzeiten in die Morgenstunden verlegt. "Wir wollen der Mittagssonne entkommen", so Kratzner.
Beachvolleyballer spielen in Freiburg um die Deutsche Meisterschaft
Im Freiburger Osten findet am Wochenende die Deutsche Meisterschaft der Beachvolleyballer in der Altersklasse U15 statt. Die Hitze rund um die Spielfelder verlangte den Jugendlichen nach eigener Aussage viel ab.
Die Ausrichter um Florian Schneider von der Freiburger Turnerschaft haben den Wettbewerb auch wegen der Anreise- und Hotelkosten der Mannschaften aus ganz Deutschland aber nicht absagen wollen. "Wir haben die Spiele verkürzt und einen anderen Turniermodus gewählt", sagt Schneider. Man habe sich in enger Absprache mit Verbänden und Eltern für die Austragung des dreitägigen Turniers entschieden, erzählt er.
Mit bewässerten Sandplätzen, 400 Kilogramm Crushed Ice und klimatisierten Räumen, in denen sich die Jugendlichen vor und nach den Spielen aufhalten können, wollen die Verantwortlichen alle Mannschaften gesund und sicher durch das Turnier bringen. "Zwei, drei Kinder hatten ein bisschen Kreislauf, aber bisher sind wir ganz gut durchgekommen", berichtet Schneider. Man sorge dafür, dass alle viel trinken können. Auch das medizinische Team sei im Vorfeld verstärkt worden.
Freiburger Lokalmatador konkurriert mit den besten Surfern
Den Teilnehmern der Rapid Surf Tour im Freiburger Norden machte die Hitze ebenfalls zu schaffen. Immerhin hatten sie die Möglichkeit zu einer schnellen, nassen Abkühlung. Der Surf-Wettbewerb machte auf seiner Tour am Samstag den fünften und letzten Halt in Freiburg - inklusive Sprung ins kalte Wasser.
Bei dem Wettbewerb treten die besten urbanen Wellenreiter des Landes gegeneinander an - mit dabei war am Samstag auch Roland Blechschmied aus Freiburg. Der 31-jährige Doktorand für Biomechanik ist seit einem Jahr ein Rapid Surfer. Im Finale des Wettbewerbs geht er als Außenseiter ins Rennen - dabei sein ist für ihn alles. "Es ist eine große Ehre, dass ich heute mit den Besten auf einer Welle surfen kann", sagt er stolz.
Wassersport Surf-Neuling misst sich in Freiburg mit der Wettkampf-Elite
Mitten im Freiburger Industriegebiet reiten Surfer eine stehende Welle. Was macht Rapid Surfen fernab vom Meer aus – und wie erlebt Doktorand Roland Blechschmied seinen ersten großen Wettkampf?
Was ist Rapid Surfing?
Die Besonderheit beim Rapid Surfing ist das Reiten auf der sogenannten stehenden Welle. Anders als in der Natur kommt die Welle nicht von hinten, sondern von vorne. "Das Wasser kommt aus einer anderen Richtung als auf dem Meer", weiß Blechschmied. Das nutzen die Surfer für spektakuläre Tricks.
So auch in Freiburg, wo 18 Frauen und 25 Männer an den Start gingen. Für Lokalmatador Roland Blechschmied lief es am Ende gut. Im ersten von insgesamt vier Durchgängen holte er den vierten Platz. "Ich bin sehr zufrieden. Es hat richtig Spaß gemacht, dabei zu sein", so der 31-Jährige.