Das war der Live-Blog zur Hitze in Baden-Württemberg

Meteorologe: Hitzewelle vorerst vorbei, Hubschrauber gegen Waldbrand in Schramberg, Gewitter in Teilen von BW

Die Hitzewelle ist erst einmal vorbei. Die Feuerwehr ist nach wie vor in Schramberg wegen eines Waldbrandes im Einsatz. Das Waldbrandrisiko geht aber zurück.

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Stand

Meteorologe: Die Hitze ist erst einmal vorbei

Nach der Hitzewelle in den vergangenen Wochen entspannt sich die Lage, die Temperaturen gehen etwas zurück. Zum Wochenstart sind die Temperaturen gefallen. Das soll auch erstmal so bleiben. "Nach einer baldigen Rückkehr des hochsommerlichen heißen und trockenen Wetters sieht es nach aktuellem Stand nicht aus", sagte Nico Bauer, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD). "Hauptsächlich in Alpennähe darf sich die Natur auch teils über länger anhaltenden Regen freuen", sagte Bauer. Örtlich prognostiziert der DWD auch Gewitter mit Starkregen.

"Und auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt uns das wechselhafte und nur noch mäßig warme Wetter erhalten", sagte der DWD-Meteorologe. Gebietsweise gebe es weitere schauerartige Regenfälle, teils seien auch Gewitter dabei. Damit sinke auch das Waldbrandrisiko. Bei vielen Stationen in Baden-Württemberg stuft der DWD die Gefahr ab Dienstag als sehr gering oder gering ein.

Mit dem Ende der Hitze endet dieser Live-Blog

Mit dem Rückgang der Temperaturen und dem Ende der jüngsten Hitzewelle endet auch dieser Live-Blog. Über den Waldbrand in Schramberg (Kreis Rottweil) informieren wir hier:

Schramberg

400 Einsatzkräfte an Einsatz beteiligt Waldbrand Schramberg: Offenes Feuer und kleinere Rauchentwicklungen am Morgen

Bei Schramberg im Kreis Rottweil hat ein Waldbrand bis zu 20 Hektar Wald erfasst. Am Dienstagmorgen musste die Feuerwehr erneut zu Löscharbeiten ausrücken.

Hubschrauber mit Löschsack zur Waldbrandbekämpfung in Schramberg

Die Feuerwehr ist nach wie vor mit den Löscharbeiten beim Waldbrand in Schramberg (Kreis Rottweil) gefordert. Es hat zwar angefangen zu regnen, doch der Regen ist zu wenig, um das Feuer zu löschen. Die Feuerwehr spricht von vielen Glutnestern. Diese sind wegen der Hanglage zum Teil nur schwer zu erreichen. Um diese Glutnester auch aus der Luft bekämpfen zu können, wurde ein Hubschrauber angefordert, der mit einem Löschsack ausgestattet ist. Neben Feuerwehren aus dem Kreis Rottweil sind auch Einheiten der Berufsfeuerwehren aus Freiburg und Reutlingen im Einsatz. Insgesamt sind etwa 350 Feuerwehrleute vor Ort. SWR-Reporter Hardy Faißt schildert die aktuelle Situation vor Ort:

Was durch das Niedrigwasser aus dem Bodensee auftauchen könnte

Der Pegel des Bodensees ist so niedrig wie sonst nie im August. Ein solches Niedrigwasser gibt es sonst nur im Winter. Damit rückt das Ufer ungewöhnlich weit in die Flachwasserzonen hinein, der Seegrund kommt zum Vorschein. Sinkt der Pegel noch weiter, könnte der Teufelstisch zum Vorschein kommen. Dabei handelt es sich um einen Felsen mit einer ungefähr 22 Meter langen und zehn Meter breiten Platte. Bei einem Pegel von 270 Zentimetern kann die gesamte Oberfläche des Teufelstischs aus dem Bodensee ragen. Das ist seit mehr als 50 Jahren nicht mehr passiert - zuletzt 1972.

Waldbrand bei Schramberg: Feuerwehr weiterhin im Einsatz

Beim Kampf gegen den Waldbrand in Schramberg (Kreis Rottweil) ist laut Feuerwehr kein Ende in Sicht. Seit gestern brennen dort mehr als zehn Hektar Waldfläche. Durch die Hanglage seien die Löscharbeiten aufwendig, teilten die Einsatzkräfte mit. Es gebe derzeit zwei größere Brandstellen sowie mehrere Glutnester, die schwer zu erreichen seien. Im Einsatz ist auch ein spezielles Tank-Lösch-Auto, das im schwierigen Waldgelände fahren und dabei löschen kann.

Gewitter mit Starkregen und Hagel am Montag

Bis in den Nachmittag hinein sind vom Südschwarzwald bis nach Oberschwaben starke Gewitter möglich. Davor warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montagmorgen. Demnach sind Hagel und Böen bis zu 70 Kilometer pro Stunde möglich. Dabei soll es Starkregen mit 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde geben. Dabei wird es wieder warm: Am Oberrhein sind Temperaturen bis zu 29 Grad möglich.

Einsätze wegen Gewittern im Rhein-Neckar-Kreis - keine größeren Schäden in BW

Nach wochenlanger Trockenheit hat es am Sonntag die ersten heftigeren Gewitter gegeben. In weiten Teilen Baden-Württemberg hat es dabei aber keine Schäden gegeben. Zu zahlreichen Einsätzen kam es jedoch im Rhein-Neckar-Kreis. Besonders im Stadtgebiet von Hockenheim verursachte ein Gewittersturm laut Polizei Schäden. Demnach wehte der Sturm am Sonntagabend Ziegel von den Fächern und entwurzelte Bäume. Zahlreiche Fahrzeuge seien beschädigt worden, teilte die Polizei mit. Durch Äste auf den Straßen sei es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen. Außerdem wurde die Landesstraße 555 bei Kronau (Kreis Karlsruhe) wegen drohender umstürzender Bäume gesperrt.

Waldbrand in Schramberg: Hanglage erschwert Arbeit der Feuerwehr

Über Nacht hat sich der Waldbrand in Schramberg (Kreis Rottweil) weiter ausgebreitet. Inzwischen ist laut Feuerwehr eine Fläche von rund zehn Hektar betroffen. Starker Wind beschleunigte die Ausbreitung des Feuers. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht laut Behörden aber nicht. Die Löscharbeiten werden durch die Hanglage erschwert. Die Einsatzkräfte könnten so nicht zu den Brandherden gelangen, teilte der Landkreis Rottweil in der Nacht mit. Neben Einsatzkräften von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk und der Polizei unterstützen auch Landwirte mit Gülle- und Wasserfässern. Um die Wasserversorgung in Schramberg sicherzustellen, könne nur begrenzt Wasser aus dem Trinkwassernetz gezogen werden, so die Mitteilung. Wasser komme aus einem Löschteich und aus dem Freibad in Tennenbronn.

Heftiges Gewitter im Rhein-Neckar-Kreis

Ein heftiger Gewittersturm im Rhein-Neckar-Kreis hat am Sonntagabend zahlreiche Notrufe ausgelöst und Schäden verursacht. Im Stadtgebiet von Hockenheim wehten Ziegel von den Dächern, Bäume wurden entwurzelt und beschädigten darunter stehende Fahrzeuge, wie die Polizei mitteilte. Durch Bäume und Äste, die auf die Straßen gestürzt waren, kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Polizei und Feuerwehr rückten zu rund 30 Einsätzen aus. Bis Mitternacht waren die Arbeiten größtenteils beendet. Verletzt wurde niemand. Die Höhe der entstandenen Sachschäden ließ sich zunächst nicht beziffern.

Wetter am Montag: Hitzehoch schwächt sich ab

Am Montag halten sich vor allem im Süden und Osten von Baden-Württemberg noch Schauer und Gewitter. Von Norden her wird es allmählich trocken und die Sonne zeigt sich gelegentlich. Mit böigem Nordwestwind kommt kühlere Luft zu uns: maximal 20 bis 26 Grad. Am Dienstag ist es oft bewölkt und zeitweise regnet es - im Süden wird es teils freundlich und bis 28 Grad.

Großeinsatz bei Schramberg: Feuer breitet sich rasant aus

Bei Schramberg im Landkreis Rottweil brennt eine etwa zwei Hektar große Waldfläche. Wegen der Wetterlage und des starken Windes rechnen die Einsatzkräfte mit einer schnellen Ausbreitung des Brandes, wie die Feuerwehr mitteilte. Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Rottweil und darüber hinaus seien mit 32 Fahrzeugen und mehr als 160 Kräften vor Ort. Die Bevölkerung wird gebeten, im Bereich Schramberg-Tal, Sulgen, Tennenbronn und Lauterbach vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten und sämtliche Klima- sowie Lüftungsanlagen vorerst abzuschalten:

Schramberg

400 Einsatzkräfte an Einsatz beteiligt Waldbrand Schramberg: Offenes Feuer und kleinere Rauchentwicklungen am Morgen

Bei Schramberg im Kreis Rottweil hat ein Waldbrand bis zu 20 Hektar Wald erfasst. Am Dienstagmorgen musste die Feuerwehr erneut zu Löscharbeiten ausrücken.

Waldbrand in Schramberg dehnt sich weiter aus

Ein Brand in Schramberg (Kreis Rottweil) dehnt sich weiter aus. Derzeit brennen dort laut einem SWR-Reporter mehr als zwei Hektar Wald. Anwohnerinnen und Anwohner werden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten und den Bereich zu meiden. Zahlreiche Einsatzkräfte sind vor Ort, die Löscharbeiten der Feuerwehr in vollem Gange.

Gestern Abend ist ein Feuer in einem Waldstück bei Schramberg ausgebrochen. Schon während der Anfahrt der Einsatzkräfte wurden zahlreiche weitere angefordert.
Gestern Abend ist ein Feuer in einem Waldstück bei Schramberg ausgebrochen. Schon während der Anfahrt der Einsatzkräfte wurden zahlreiche weitere angefordert. Hardy Faisst

Geruch von Waldbränden zieht bis nach Baden-Württemberg

Die großen Waldbrände in Teilen Westdeutschlands und in Belgien wirken sich auch auf Baden-Württemberg aus. Brandgeruch oder getrübte Sicht seien auch hierzulande bemerkbar, meldeten mehrere Leitstellen. Betroffen seien etwa Pforzheim, der Enzkreis, Baden-Baden, der Landkreis Rastatt, der Ortenaukreis und der Landkreis Rottweil.

"Aktuell kommt es durch ein Tiefdruckgebiet in Verbindung mit den Wald- und Vegetationsbränden in Belgien und Westdeutschland zu einem Eintrag von Rauch- und Brandgeruch", hieß es etwa in einer Warnmeldung für Pforzheim und den Enzkreis.

Große Brände in Belgien und Nordrhein-Westfalen Brandgeruch von Waldbränden zieht bis nach Baden-Württemberg

Die Waldbrände in Belgien und Nordrhein-Westfalen sind weit entfernt - die Auswirkungen auch hier zu spüren. Was Menschen in manchen Regionen von Baden-Württemberg geraten wird.

Lockerung des Lkw-Fahrverbots bleibt umstritten

Die Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen bleibt auch in Baden-Württemberg umstritten. Während die Landesregierung auf diese Weise Lieferengpässe durch das Niedrigwasser verhindern will, kommt Kritik von mehreren Seiten: Die Gewerkschaften sehen zusätzliche Belastungen für die Fahrer - und auch die Logistikbranche bezweifelt, dass die Regelung den gewünschten Erfolg bringt.

Die Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen wurden wegen der wochenlangen Trockenheit und des anhaltenden Niedrigwassers beschlossen - und am Freitag bis Ende September verlängert. Dies hatte die baden-württembergische Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) mitgeteilt.

Im Neckar sterben massenhaft Fische

Im Neckar bei Starzach-Sulzau im Kreis Tübingen kippt das Ökosystem. Sportfischer und Pächter Frank Schmitt holt dort seit Tagen tote Fische aus dem Wasser. Denn viele Aale und Forellen sind wegen der Dauerhitze gestorben. Das ist kein Einzelfall. Hohe Temperaturen und Algen rauben den Fischen den Sauerstoff - mit fatalen Folgen.

Feuer in Belgien und NRW: Rauch breitet sich auch im Südwesten aus

Wegen den Bränden in Belgien und Nordrhein-Westfalen riecht es in Teilen der Pfalz nach Rauch. In der Nähe der belgischen Gemeinde Baelen brennen derzeit rund 1.600 Hektar Wald und Wiesen. Das Feuer sei "der größte Brand, den Belgien je erlebt hat," zitiert unter anderem der öffentlich-rechtliche Sender RTBF lokale Politiker. Die Katastrophenschützer warnen vor einer "extremen Gefahr durch Brandgase". In der Region Trier gab es am Mittag bereits eine entsprechende Information des BKK. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Derzeit bestünde für die Menschen aber keine Gefahr. Unsere Kolleginnen und Kollegen aus Rheinland-Pfalz halten Sie zu dem Brand auf dem Laufenden:

Wittlich

Großbrand Hohes Venn Feuer in Belgien: Wieder Rauch in der Region Trier, Lage vor Monschau entspannter

In Belgien brennt das Naturschutzgebiet Hohes Venn. Von dem Rauch ist die Region Trier erneut betroffen. In NRW ist das Feuer nicht auf die Eifelgemeinde Monschau übergesprungen.

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR RLP

SPD-Bundesminister legen Hitze-Aktionsplan vor

Die Hitze und Trockenheit beschäftigen seit Wochen auch die Politik in Berlin. Nun haben die Bundesministerinnen und -minister der SPD ein Aktionsprogramm gegen die Hitze verfasst. Neben einem nationalen Hitzeaktionsplan sieht das Programm unter anderem Änderungen im Bauplanungsrecht und den Schutz von Beschäftigten gegen die extremen Temperaturen vor. Die Finanzierung wollen die Ministerinnen und Minister über eine Verfassungsänderung sichern. Der Druck auf den Koalitionspartner Union wächst:

Grünfläche in Reutlingen in Brand geraten

Am Samstag hat in Reutlingen eine Grünfläche gebrannt. Der Grünstreifen geriet laut Polizei gegen 14:30 Uhr in Brand, die Ursache sei bisher noch unklar. Als die Rettungskräfte eintrafen, sei dichter Rauch aufgestiegen und die Flammen hätten bereits auf einen nahegelegenen Holzschuppen übergegriffen. Die Feuerwehr habe das Feuer schnell löschen können. Die Polizei schätzt den Schaden auf insgesamt 2.000 Euro.

Ende der Hitzewelle in Sicht: Mitte kommender Woche wird es kühler

Der Sonntag bleibt nicht der einzige regnerische Tag in Baden-Württemberg. Am Montag bleibt es vor allem im Südosten des Landes weiter bewölkt und regnerisch, ansonsten lockert es auf - und es wird auch wieder warm. Im weiteren Verlauf der Woche könnte aber auch ganz Baden-Württemberg etwas Abkühlung bekommen. Am Mittwoch sieht die Prognose des DWD zwar nochmal Temperaturen mit bis zu 30 Grad vor, danach gehen die Experten aber von etwas weniger heißem Wetter aus. Die Temperaturen liegen in der Prognose dann zwischen 20 und 25 Grad. Großer Niederschlag ist demnach aber nicht in Sicht:

BW

Wetter in BW Abkühlung in Sicht: Regen und Gewitter beenden Hitzewelle

Nach Wochen mit Hitze und Trockenheit ist in Baden-Württemberg eine Abkühlung in Sicht. Doch davor kann es örtlich noch einmal 30 Grad geben.

Das lange Gedächtnis der Natur: Wie Hitze und Trockenheit nachwirken

Die Hitzewelle neigt sich dem Ende zu. Doch die Temperaturen und die Trockenheit werden in der Natur wohl noch eine ganze Weile nachwirken. In Baden-Württemberg haben laut der "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald" besonders Wälder mit einer hohen Anzahl an flach wurzelnden Fichten und anderen Nadelbäumen gelitten. Dazu gehören etwa der Schwarzwald, der Odenwald und der Schwäbisch-Fränkische Wald. Besonders junge Bäume seien von der Trockenheit. Viele Auswirkungen der Trockenheit seien jedoch noch gar nicht sichtbar, sondern zeigten sich zeitverzögert, so der Verband. Worauf sich der Hitzesommer in der Natur sonst noch ausgewirkt hat, haben wir hier zusammengefasst:

Deutschland

Der Klimawandel und seine Folgen im Südwesten Dauernde Hitze, fehlender Regen: Wie die Natur darunter leidet - und was helfen könnte

Der Sommer 2026 ist geprägt von Trockenheit, großer Hitze und Niedrigwasser. Das kann langfristige Folgen für die Natur haben. Doch Lösungsansätze für die Probleme gibt es auch.

Erster Regen nach Hitze-Endspurt: Hilft er gegen die Dürre?

Wie gestern schon angekündigt, bringt der Sonntag nach langen Hitzetagen den ersten Regen. Und den kann die Natur auch mehr als gebrauchen. Denn Baden-Württemberg leidet laut SWR-Wetterexperte Hartmut Mühlbauer flächendeckend unter Dürre. Dass der Regen allerdings ins Grundwasser kommt, sei fast ausgeschlossen. Denn der Oberboden sauge jetzt alles weg. Um die Situation in Baden-Württemberg hinsichtlich der Trockenheit zu entspannen, müsste nach Einschätzung Mühlbauers zum normalen Regen eines Monats 100 bis 250 Liter Regen zusätzlich fallen. Trotzdem sagt er: "Jeder Tropfen ist besser als gar nichts."

Kühlende Arbeitskleidung: Crailsheimer Firma will Polizei und Feuerwehr bei Hitzestress helfen

Wer bei der Feuerwehr oder im Straßenbau mit dichter Schutzkleidung arbeitet, kommt zurzeit an seine Belastungsgrenzen. Doch eine neuartige Weste könnte in Zukunft helfen. Die Crailsheimer Firma Hero (Kreis Schwäbisch Hall) arbeitet mit einem Industriepartner und dem Deutschen Institut für Textil- und Faserforschung in Denkendorf (Kreis Esslingen) an einer aktiv kühlenden Weste, die unter der Arbeitskleidung getragen werden kann. Die Idee: In die Weste werden feine Leitungsbahnen eingestrickt. Über sie soll Luft direkt an die schwitzende Haut gelangen. So entstehe kein Frost-Gefühl wie bei einer Klimaanlage, sondern ein sanfter Luftzug, der den Schweiß aufnimmt und nach außen transportiert, sagt Jochen Schick, Entwicklungsabteilung Hero Textil in Crailsheim. Die Haut bleibe dadurch trocken. Noch ist die Weste ein allerdings ein Prototyp.

Das Wetter in BW: Regen und etwas kühlere Temperaturen am Sonntag

Die Hitzewelle klingt in Baden-Württemberg am Sonntag leicht ab. Bereits am Vormittag regnet es überwiegend in einem Streifen vom Südwesten bis zur Ostalb. Am Nachmittag wird es vor allem im Nordwesten des Landes nass. Gerade dort kann es auch zu Gewittern kommen. Die Temperaturen erreichen Spitzenwerte zwischen 27 und 33 Grad.

Zahlreiche Landwirte helfen dabei, Brand zu löschen

Die Löscharbeiten eines Waldbrandes bei Zell am Harmersbach (Ortenaukreis) haben bereits gestern begonnen und sich bis heute gezogen. Wegen der Trockenheit brannte dort eine Fläche von rund 20 Hektar - zwischenzeitlich waren bis zu 800 Einsatzkräfte vor Ort. Auch viele Landwirte aus der Region halfen dabei, den Brand zu löschen, indem sie Löschwasser zu den Feuerwehrleuten fuhren. Ohne die Unterstützung der Landwirte aus der Umgebung wären die Löscharbeiten "so kaum möglich gewesen", sagte Alexander Zwick, Einsatzleiter der Feuerwehr Zell am Harmersbach.

Feuerwehr löscht Waldbrand im Kreis Heilbronn

Zwischen Untergruppenbach und Flein (beide Kreis Heilbronn) hat am Samstagnachmittag ein Feld angefangen zu brennen. Durch den Wind hat sich der Brand bis auf den angrenzenden Wald ausgebreitet. Rund 60 Einsatzkräfte sind mit 24 Fahrzeugen für die Löscharbeiten ausgerückt. Dabei wurde auch eine Drohne zur Koordination der Feuerwehrleute eingesetzt. Gegen 16 Uhr war das Feuer weitgehend gelöscht.

Kanus auf dem Trockenen: Niedrigwasser sorgt für Verluste

Eigentlich das perfekte Wetter zum Kanu fahren - doch das Wasser fehlt. Die Jagst bei Schöntal ist nicht befahrbar, der Pegel ist zu niedrig. So schlimm wie in diesem Jahr sei die Situation noch nie gewesen, sagt Wolfgang Riegler vom Kanuverleih Landgasthof Krone bei Schöntal (Hohenlohekreis). Besonders die vergangenen sechs Wochen seien problematisch gewesen. Denn die Nachfrage ist trotzdem da, erzählt Riegler. Gerade an heißen Tagen bekommt er viele Anrufe. Doch ohne Wasser gibt es keine Kanutouren. Die letzten Jahre sei er auf andere Flüsse ausgewichen. Diesen Sommer sind auch Tauber und Kocher nicht befahrbar. Für Rieglers Betrieb bedeutet das mehrere tausend Euro weniger Einnahmen.

Kaum noch Schiffe im Mannheimer Hafen

Die anhaltende Trockenheit sorgt für sinkende Wasserstände in den Flüssen. Für die Binnenschifffahrt ist das ein Problem, weil das teilweise extreme Niedrigwasser die Ladefähigkeit der Schiffe beschränkt. Die Folge: Der Gütertransport ist eingeschränkt, teilweise sogar eingestellt. Dem Rhein droht in Kaub zwischen Koblenz und Mainz die Zweiteilung. Wir haben mit Uwe Köhn, Direktor der Staatlichen Rhein-Neckar-Hafengesellschaft mbH, darüber gesprochen, wie sich das auf den Mannheimer Hafen auswirkt:

Mannheim

Alternativen zu Schiffstransport "händeringend gesucht" Interview: Wie wirkt sich das Niedrigwasser auf den Betrieb im Mannheimer Hafen aus?

Die anhaltende Trockenheit sorgt für sinkende Wasserstände in den Flüssen. Ein Problem für die Binnenschifffahrt. Im Mannheimer Hafen legen gerade kaum noch Schiffe an.

Nach tödlichem Sprung in den Rhein: Polizei warnt vor niedrigen Pegelständen

Der niedrige Pegelstand des Rheins wurde einem 31-Jährigen nach dem Sprung von einer Brücke zum Verhängnis. Der Mann hatte sich am späten Samstagabend mit Arbeitskollegen auf der Kehler Fußgängerbrücke Passerelle des Deux Rives aufgehalten und war in den Rhein gesprungen. Dem Polizeisprecher zufolge fiel der 31-Jährige wegen des niedrigen Wasserstands etwa zwölf Meter tief. Er sei dabei so unglücklich auf dem Wasser aufgeschlagen, dass er vermutlich direkt bewusstlos geworden und ertrunken sei. Die Polizei wies darauf hin, wie gefährlich ein Sprung von Brücken in den Rhein sei - sowohl jetzt bei Niedrigwasser als auch bei einem höheren Wasserstand. Dann seien auch die Strömungen deutlich stärker.

Sperrmüll im Rhein bei Niedrigwasser besonders gefährlich

Von Metallteilen bis zu ganzen Fahrrädern - was die Mitglieder des Vereins Rheingeworfen in Basel teilweise an Sperrmüll im Rhein finden, ist erstaunlich. Doch bei Niedrigwasser sei der Müll besonders gefährlich. "Von Brücken zu springen ist eine ganz schlechte Idee", sagt etwa der Vereinspräsident Jeroen Dierssen. Wegen des niedrigen Wasserstands könnten Menschen jetzt schneller an Stellen landen, an denen sie sich verletzen. Der Sprung von Brücken in den Rhein ist in Basel seit Jahren verboten.

Freiburger Schlossbergfest wegen Hitze vor dem Aus?

Die Hitze und steigende Kosten setzen das Freiburger Schlossbergfest massiv unter Druck. Das dritte Wochenende des Festivals startet heute. Wegen Waldbrandgefahr steht der Tag nach Angaben des Veranstalters Bela Gurath jedoch auf der Kippe. Schon der Eröffnungsabend am 31. Juli musste aus diesem Grund abgesagt werden. Auch, welcher der letzte Tag des diesjährigen Festivals sein wird, kann der Veranstalter nicht beantworten. Außerdem schössen wegen des Wetters auch die Kosten in die Höhe. Mehrere hunderttausend Euro seien es, eine genaue Summe nennt Gurath nicht. Diese stehe ohnehin erst mit der Schluss-Rechnung fest.

Baden-Württemberg

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