Es kann (auch) als Reaktion auf die Ereignisse von Freitagabend auf der Strecke von Karlsruhe nach Offenburg gesehen werden, als ein Bahn-Mitarbeiter fast zu Tode gekommen wäre und Alkohol im Spiel war: Die Deutsche Bahn plant ein Alkoholverbot an allen 5.400 Bahnhöfen in Deutschland. Einen Bericht der "Bild" bestätigte die Bahn der Deutschen Presse-Agentur. So soll es künftig bundesweit untersagt sein, auf Bahnsteigen oder in Bahnhofshallen außerhalb der Bahnhofsgastronomie Bier, Wein, Schnaps oder anderen Alkohol zu trinken. Die flächendeckende Umsetzung soll bis zum 15. Oktober 2026 abgeschlossen sein. "Für mich zählt nur eins: der Schutz unserer Kollegen und unserer Reisenden", so Bahn-Chefin Evelyn Palla gegenüber "Bild". Ein generelles Alkoholverbot in allen DB-Zügen gibt es bisher nicht.
- Über 1,2 Millionen Menschen im Land wären von Minijob-Aus betroffen
- Nach tödlichem Traktorunfall: Über 500.000 Euro an Spenden für Hinterbliebene
- Quecksilber in Umzugswagen in Reichenbach an der Fils gefunden
- Diddl ist wieder da: Kindheitserinnerung oder Retro?
- Antonov mit Schwerlast-Rotor startet vom Stuttgarter Flughafen
- Tour de France geht in die letzte Woche: Lipowitz ab sofort Edel-Helfer?
- Bereits vor mehreren Jahrzehnten Kinder sexuell missbraucht? Nach Missbrauch an Kind melden sich weitere Betroffene
Deutsche Bahn will Alkohol an allen Bahnhöfen verbieten
Tschüss mit üss!
Das wars. Morgen mein Kollege Simon Ukena ist morgen für euch da. Bis dahin gibt es die Nachrichten für BW unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch in Radio und TV.
Motorradfahrerin stirbt bei Sturz
Zu einem tödlichen Motorradunfall kam es gestern Abend auf der B 500 bei Baden-Baden. Laut Polizei kam eine 25-jährige in einer Linkskurve auf der Schwarzwaldhochstraße zu Fall und kollidiert mit der rechten Schutzplanke. Die 25-jährige Frau erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. Der Rettungsdienst war unter anderem mit einem Rettungshubschrauber vor Ort.
Hunderte Flaschen Bier auf A5 verteilt
Ein ungewöhnliches Bild bot sich gestern Abend auf der A5 bei Offenburg: Nach einem Zusammenstoß von zwei Lastwagen landeten rund 80 Kisten Bier auf der Autobahn. Die Folge: Stundenlange Bergungsarbeiten bis tief in die Nacht. Als der eine LKW vom Parkplatz Gottwald Richtung Süden wieder auf die Autobahn auffahren wollte, stieß er mit dem Bierlaster zusammen. Durch den Aufprall wurde die Plane aufgerissen und hunderte Bierflaschen fielen auf die Fahrbahn. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.
Tapinoma magnum: Sind Baumärkte eine Risikoquelle?
Die invasive Ameisenart Tapinoma magnum - aus dem Mittelmeerraum nach Baden-Württemberg eingeschleppt - bildet Superkolonien mit Millionen Tieren und sorgt für heftige Schäden. In rund 50 Städten und Gemeinden im Land ist sie schon entdeckt worden. Doch wie sind die Ameisen hierher gelangt? Ein Einfallstor: Die Tapinoma magnum ließ sich bereits häufig an Orten feststellen, wo mediterrane Pflanzen verkauft werden. Etwa in einem Baumarkt in Stuttgart. Der Insektenkundler Bernhard Seifert sagt, Baumärkte und Gartencenter seien "aktuell die hauptsächliche 'Infektionsquelle'" - besonders beliebt seien bei der Ameisenart Olivenbäume. Er empfiehlt, vor dem Kauf sich die Pflanze im Geschäft genau anzusehen, um die invasive Ameise nicht aus Versehen mit nach Hause zu nehmen. Mehr dazu:
Angriff auf Schießbude bei Biberacher Schützenfest
Eine Schießbude gehört zu einem Rummelplatz einfach dazu, auch wenn es nicht ganz günstig ist. An einer dieser Buden auf dem Biberacher Schützenfest ist am Wochenende eine Situation allerdings regelrecht eskaliert. Wie die Polizei uns jetzt mitteilte, hatte es einen Disput zwischen vier Männern und dem Betreiber gegeben, weil die Gruppe behauptet hatte, ihre 20 bezahlten Schuss nicht komplett erhalten zu haben. Sie sprangen daraufhin über die Theke, attackierten und verletzten den Mann. Dies bekam zufällig ein Polizeibeamter mit, der privat auf dem Fest war. Er und Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes brachten die Situation unter Kontrolle. Die vier mutmaßlichen Angreifer sollen zwischen 25 und 41 Jahre alt sein.
Cloud, Cyber-Sicherheit und KI: Der neue Campus von Schwarz Digits
Die Digitalsparte der Schwarz Gruppe eröffnet ihren neuen Campus in Bad Friedrichshall. Rund 3.500 Arbeitsplätze gibt es vor Ort laut Unternehmen. Später soll der Campus auf bis zu 5.000 Beschäftigte anwachsen. Cloud, Cyber-Sicherheit und künstliche Intelligenz (KI): In all diesen Bereichen baut Schwarz Digits seinen Einfluss zunehmend aus. Rund 600 große und kleine Unternehmen speichern ihre Daten mittlerweile in der konzerneigenen Cloud, die damit eine Alternative zu amerikanischen Tech-Giganten bieten soll. Aushängeschild von Schwarz Digits war in diesem Jahr auch bereits zum zweiten Mal die TECH, eine mehrtägige Konferenz von Branchengrößen aus Wirtschaft, IT und Verteidigung auf der Heilbronner Theresienwiese.
Über 1,2 Millionen Menschen im Land wären von Minijob-Aus betroffen
Die Rentnerin an der Supermarktkasse. Der Student, der abends kellnert. Die Mutter, die zweimal in der Woche das Treppenhaus putzt. Minijobber halten in Baden-Württemberg vieles am Laufen. Hunderttausende Menschen im Land haben eine solche Beschäftigung mit einem Verdienst von bis zu 603 Euro im Monat. Das steht nun auf der Kippe. Denn: Eine Kommission hatte der schwarz-roten Bundesregierung erst kürzlich Vorschläge für eine Rentenreform gemacht. Dazu gehört auch das Minijob-Aus. Beschlossen ist zwar noch nichts. Aber sollte es so kommen, wären in Baden-Württemberg nach aktuellsten Daten des Statistischen Landesamtes knapp 1,24 Millionen Menschen davon betroffen, denn sie üben einen Minijob aus. Noch krasser träfe es davon rund 634.000 Menschen, sie waren ausschließlich geringfügig beschäftigt, hatten also keinen sozialversicherungspflichtigen Hauptjob. Fast 60 Prozent der ausschließlich geringfügig Beschäftigten waren Frauen. Die restlichen rund 604.000 Menschen hatten ihren Minijob zusätzlich zu einer regulären Stelle. Darüber, wie viele Schüler einen Minijob ausüben, lagen keine Informationen vor. Die Daten stammen von der Bundesagentur für Arbeit. Die Jahresmitte gelte als repräsentativer Jahreswert, hieß es.
Nach tödlichem Traktorunfall: Über 500.000 Euro an Spenden für Hinterbliebene
Ein 41-jähriger Mann und seine Tochter, 6 Jahre, sterben bei einem schweren Traktorunfall, die 4 Jahre alte Tochter des Mannes überlebte verletzt - diese Meldung hat in der vergangenen Woche viele Menschen am Bodensee beschäftigt und aufgewühlt. Der Unfall in Vorarlberg hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Einem Spendenaufruf sind zahlreiche Menschen gefolgt, es sind bislang schon 580.000 Euro zusammengekommen. Das Spendenkonto wurde privat initiiert und wird über eine Plattform organisiert, um den Hinterbliebenen zugute zu kommen. Dies teilte die Gemeinde Satteins auf SWR-Anfrage mit. Die Anteilnahme sei außergewöhnlich groß. Die Gemeinde ist eigenen Angaben zufolge im engen Kontakt mit der Familie und vermittelt bei Bedarf auch eine psychologische Betreuung oder praktische Hilfen im Alltag.
Quecksilber in Umzugswagen in Reichenbach an der Fils gefunden
Ein Umzug ist eigentlich immer anstrengend, für viele von uns auch stressig. Doch dieser private Umzug gestern Abend in Reichenbach an der Fils im Kreis Esslingen sorgte für besonders viel Aufregung. Denn es wurde giftiges Quecksilber entdeckt. Acht Menschen kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurden mehrere Wohneinheiten evakuiert. Die Bewohner konnten aber den Angaben zufolge dann wieder in ihre Häuser zurückkehren. Quecksilber kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen. In der Vergangenheit wurde das Schwermetall zum Beispiel in Batterien, Thermometern oder Leuchtstoffröhren verwendet. Besonders gefährlich ist das Einatmen der unsichtbaren Dämpfe.
Fronten zwischen Landesregierung und Kommunen verhärtet
In Baden-Württemberg haben sich die Fronten bei den Finanzverhandlungen zwischen Landesregierung und Kommunen verhärtet. Die Kommunen werfen der grün-schwarzen Regierung vor, sie weigere sich, das Milliardenloch in den kommunalen Haushalten zu stopfen. Sogar von einer "Eiszeit" ist die Rede. Die Kommunalvertreter hätten mehrfach darauf hingewiesen, dass die drohenden Kürzungen wegen des Milliardendefizits "demokratiegefährdend" seien, so der Präsident des Landkreistags, Achim Brötel (CDU). Er warf der Landesregierung Realitätsverweigerung vor. Dem Vernehmen nach haben die Kommunen gefordert, die Landesregierung müsse die Hälfte des Defizits in Höhe von 4,4 Milliarden Euro übernehmen - also 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2027, notfalls über neue Schuldenmöglichkeiten. Doch das lehnte die Landesregierung nach SWR-Informationen rundweg ab.
Fahrerlose Bahn am Flughafen Zürich steckt in Tunnel fest
Eine Panne hat gestern am Flughafen Zürich für Aufregung gesorgt: Eine fahrerlose unterirdische Bahn ist zwischen dem Hauptgebäude und einem Terminal im Tunnel steckengeblieben. Rund 50 Passagiere saßen 20 Minuten lang fest, ehe sie von Einsatzkräften der Feuerwehr befreit und durch den Tunnel nach draußen begleitet wurden. Grund für die Panne war laut einer Flughafen-Sprecherin eine technische Störung. An Bord der Bahn waren den Angaben zufolge nur ankommende Passagiere mit Endziel Zürich - niemand habe also einen Flieger verpasst, so die Sprecherin.
Diddl ist wieder da: Kindheitserinnerung oder Retro?
Die eine oder der andere von euch erinnert sich sicherlich noch an die Cartoonfigur Diddl - eine Maus mit großen Ohren und riesigen Füßen. In den 1990er-Jahren war die Maus von Zeichner Thomas Goletz Kult: Diddl gab es auf Notizblöcken, Kaffeebechern, Gläsern, selbst auf Bettwäsche und Schulranzen. Jetzt feiert Diddl sein Comeback: Seit gestern gibt es wieder Plüschtiere, duftende Papierblöcke und Sticker mit der Kultmaus. Was Sammler dazu sagen und wie ein Trendforscher das Diddl-Comeback einordnet:
Tödlicher Zugunfall in Leingarten: Experten prüfen Bahnübergang
Eine Mutter stirbt am Bahnübergang, ihr Kind kann sie in letzter Sekunde retten - das Drama in Leingarten im Kreis Heilbronn) beschäftigt weiter die Verantwortlichen. Ist er sicher genug? Vertreter des Straßenbauamts, der Polizei sowie des Betreibers AVG (Albtal-Verkehrs-Gesellschaft) haben sich den Bahnübergang jetzt genauer angeschaut. Es werde nun geprüft, ob die Sicherheit an den Gleisen verbessert werden muss. Nicht nur Anwohnerinnen und Anwohner nutzen den Bahnübergang in Leingarten regelmäßig. Auch rund 120 Schülerinnen und Schüler queren die Gleise täglich auf ihrem Weg zur Schule. Andreas Heitlinger, Schulleiter der benachbarten Eichbottschule, sieht deshalb Handlungsbedarf. Nach dem Unfall habe er sich die Stelle noch einmal genau angesehen. "Ich bin der Meinung, dass es heutzutage nicht mehr ausreicht, so wie es ist, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass in den Schulen mittlerweile auch Kinder mit Handicaps sind [...] oder teilweise die Signale nicht hinreichend wahrnehmen", sagte er dem SWR. Man müsse deshalb "nochmal prüfen, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt, die Kinder da zu schützen". Auch Anwohnerinnen und Anwohner berichten von kritischen Vorfällen an dem Bahnübergang. "Da guckt keiner, ob Rot ist oder nicht. Das ist ganz schlimm hier, also furchtbar", so beispielsweise Roswitha Bilinis.
Nach spektakulärem Felssturz: Geologen geben Entwarnung
Horrorvorstellung, die vergangene Woche in Starzach im Kreis Tübingen Realität geworden war: Ein tonnenschwerer Felsbrocken löst sich bei einem Unwetter von einem Hang und kracht auf ein Haus. Glücklicherweise wird niemand dabei verletzt - aber kann das vor Ort eventuell wieder passieren? Nein, sagen Geologen, die sich in Starzach die Situation angesehen haben. Es sind unmittelbar keine weiteren Felsstürze zu erwarten, sagen sie. Aber der Hang über den Häusern in Starzach sei grundsätzlich nicht ungefährlich. Das war und bleibt so. Die Experten sprechen von einer "generellen Gefährdungslage". An der habe sich nach dem aktuellen Felssturz nichts geändert.
Antonov mit Schwerlast-Rotor startet vom Stuttgarter Flughafen
Am Stuttgarter Flughafen soll heute ein außergewöhnlicher Schwertransport abheben: ein 80 Tonnen schwerer Rotor für ein Wasserkraftwerk in Malaysia. Zuvor war das massive Bauteil bei einem Spezialunternehmen im Schwarzwald repariert worden. Bevor es auf Reise geht, wurde es in das größte Transportflugzeug der Welt geladen - in eine Antonov An-124. Das erlebe man nicht alle Tage, sagte der Sprecher des Stuttgarter Flughafens, Johannes Schumm.
Kein Alkohol mehr an Bahnhöfen: "Es reicht"
Bahnchefin Evelyn Palla greift durch: "Es reicht. Genug ist genug. Wir greifen jetzt noch härter durch." Wie bereits vorhin berichtet, wird es künftig ein Alkoholverbot an allen deutschen Bahnhöfen geben. Wie das gehen soll? Die lokalen Hausordnungen sollten in den kommenden Wochen in Abstimmung mit Kommunen und Behörden angepasst werden. Bislang gilt ein solches Verbot nur an großen Bahnhöfen wie in Frankfurt, Köln oder Hamburg. Speziell in der Hansestadt habe man damit gute Erfahrungen gemacht - die Zahl der Konflikte und Auseinandersetzungen ging dort laut Bahn seitdem zurück. Die Einhaltung des Verbots werde von den DB-Sicherheitskräften und der Bundespolizei überwacht. Wer beim illegalen Alkoholkonsum erwischt werde, müsse mit einem sofortigen Platzverweis rechnen. Und apropos Alkohol: Dieser soll ja auch am Freitagabend auf der Zugstrecke Karlsruhe - Offenburg im Spiel gewesen sein, als eine Kontrolle derart eskalierte, dass ein Bahn-Mitarbeiter aus dem fahrenden Zug flog und schwer verletzt wurde. Die gute Nachricht jetzt: Der Mann ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Allerdings sind noch viele Fragen offen. Mehr dazu im Video:
Das Wetter in Baden-Württemberg
Heute zeigt sich immer wieder die Sonne, am sonnigsten ist es am Oberrhein und am Neckar. Vom Odenwald über die Ostalb bis zum Allgäu tauchen ab und zu dichte Wolken auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 26 Grad bei schwachem bis mäßigem Wind.
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Tour de France geht in die letzte Woche: Lipowitz ab sofort Edel-Helfer?
Gestern war Ruhetag bei der Tour de France. Zeit, um einmal kurz durchzuschnaufen. Das größte Radrennen der Welt geht heute in seine letzte Woche, am Sonntag laufen die Fahrer in Paris ein. Mittendrin ist der Vorjahresdritte Florian Lipowitz. Der Mann aus Laichingen im Alb-Donau-Kreis liegt aktuell auf Platz fünf in der Gesamtwertung, 6:48 Minuten hinter Tadej Pogacar. Aber für Lipowitz fast noch wichtiger: Sein Teamkollege Remco Evenepoel aus Belgien hat sich am Sonntag Platz zwei der Gesamtwertung geschnappt. Wird er also jetzt zum Helfer für den Belgier? "Ich bin natürlich offen für alles. Remco hat definitiv gezeigt, dass er ganz vorne mitfahren kann und am Dienstag kommt seine Spezialdisziplin", sagte Lipowitz. Man werde im Team einen Plan für die letzte Woche machen. "Ich bin dann auch happy, ihm dabei zu helfen", ergänzte Lipowitz. Der 25-Jährige und Doppel-Olympiasieger Evenepoel waren als Doppelspitze in die Tour gestartet. Auf den ersten Bergetappen hatte noch der Belgier Probleme bei den Anstiegen, am Sonntag konnte Lipowitz den Besten nicht mehr folgen.
Klettersteig unterschätzt: Deutscher Wanderer stürzt 100 Meter in den Tod
Ein Urlauber aus dem bayerischen Fürth ist beim Klettern im österreichischen Kleinwalsertal abgestürzt und gestorben. Nach Angaben der Vorarlberger Polizei von gestern war der Mann am Wochenende gemeinsam mit einer Begleiterin auf dem Mindelheimer Klettersteig unterwegs gewesen. Am Mittag erreichten die beiden den südlichen Schafalpenkopf. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der Mann bereits zuvor über Kraftverlust geklagt und geäußert, den Klettersteig unterschätzt zu haben. Als er die Karabiner seines Klettersteigsets aushängte, verlor er das Gleichgewicht. Er stürzte zunächst über steiles Gelände sowie anschließend rund 100 Meter über eine senkrechte Felswand ab und erlitt tödliche Verletzungen.
Landesmuseen: Rechnungshof dringt auf höhere Eintrittspreise
Der Besuch eines Landesmuseums in BW könnte in den nächsten Jahren deutlich teurer werden - zumindest, wenn es nach dem Landesrechnungshof geht. Er empfiehlt in seinem Jahresbericht unter anderem, die Eintrittspreise zu erhöhen, damit die Landesmuseen einen größeren Teil ihrer laufenden Kosten selbst erwirtschaften. Laut Rechnungshof entsprechen die Einnahmen der elf Landesmuseen und des Zentrums für Kunst und Medien Karlsruhe derzeit sechs Prozent der laufenden Betriebskosten. In Zukunft sollten es mindestens zehn Prozent sein. Den bildungspolitischen Auftrag der Landesmuseen will der Rechnungshof dadurch ermöglichen, dass Kinder und Jugendliche weiterhin freien Eintritt in die Dauerausstellungen bekommen. Außerdem soll das Ermäßigungssystem beispielsweise für Studierende, Senioren und Gruppen vereinfacht werden. Kritiker fürchten, dass bei einer Umsetzung der Forderung Menschen mit niedrigerem Einkommen nicht mehr ins Museum gehen würden - das widerspreche dem Anspruch, kulturelle Teilhabe für alle zu ermöglichen.
Schwörmontag Ulm: Niedriger Donau-Pegel verlangsamte das Nabada
Gestern war in Ulm mal wieder Schwörmontag - und der Höhepunkt des Stadtfeiertags findet traditionell auf der Donau statt: das Nabada, der bunte, feucht-fröhliche Umzug mit Motiv- und Schlauchbooten sowie allerlei aufblasbaren Gummitieren. Laut DLRG waren 15.000 bis 20.000 Zuschauer am Donauufer dabei. Wegen des niedrigen Pegels wurde diesmal langsamer als sonst auf dem Fluss hinuntergeschwommen. Die 14 Motivboote spießten etwa die teuren Spritpreise und die Fußball-WM mit US-Präsident Donald Trump und FIFA-Boss Gianni Infantino (mit Geldscheinen in der Hemdtasche) auf. Auch der Weltrekord für den höchsten Kirchturm der Welt, den kürzlich das Ulmer Münster an die Sagrada Familia in Barcelona abtreten musste, war Thema. Auf einem Motivboot fuhren Manuel Hagel (CDU) und Cem Özdemir (Grüne) als Mario und Luigi im Videospielklassiker "Super Mario Kart" um die Wette, mit der Zeile "Vorsprung verHAGELT!" - eine Anspielung auf den Ausgang der Landtagswahl im März.
Bereits vor mehreren Jahrzehnten Kinder sexuell missbraucht? Nach Missbrauch an Kind melden sich weitere Betroffene
Ein 52-Jähriger, der vor wenigen Wochen in Wolfegg im Kreis Ravensburg ein neunjähriges Mädchen in ein Auto gezerrt und missbraucht haben soll, soll bereits früher Missbrauchstaten begangen haben. Bei der Kriminalpolizei meldeten sich inzwischen weitere Opfer, so die Polizei in Ravensburg. So soll der Mann beginnend bereits vor mehreren Jahrzehnten andere Mädchen missbraucht oder vor ihnen sexuelle Handlungen an sich selbst vorgenommen haben. Die Opfer brachen demnach erst jetzt nach der Tat in Wolfegg ihr Schweigen. Diese Tat räumte der Verdächtige laut Polizei übrigens ein. Er kam wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kinds und Freiheitsberaubung in Untersuchungshaft. Die Ermittler konnten dem Tatverdächtigen inzwischen auch das Ansprechen eines weiteren Mädchens in Vogt, ebenfalls im Kreis Ravensburg, zuordnen. Der 52-Jährige habe dort Ende Juni in einem Wohngebiet aus seinem Auto heraus eine Siebenjährige angesprochen. Das Mädchen rannte jedoch weg, so dass es zu keinen strafbaren Handlungen kam.
Guten Morgen
Guten Morgen! Erst am Wochenende hatten wir auch in BW eine fast tödliche Auseinandersetzung in einem Zug - ein Bahn-Mitarbeiter flog daraufhin aus dem fahrenden Waggon. Die Bahn reagiert jetzt. Gleich gibt es dazu mehr. Was sonst noch wichtig ist erfahrt ihr bis 10 Uhr von mir, Jakob Wilking Fandrey. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@SWR.de.
Der Ticker vom Montag zum Nachlesen
Das war der BW-Newsticker am Montag ++ Nach Sturz von Bahnmitarbeiter aus Zug - Beschuldigter auf freiem Fuß - DB-Kollegen sind verunsichert ++ Spahn-Nachfolger aus BW? ++
Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.
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