Nach dem Fund von Quecksilber in einem Umzugswagen in Reichenbach an der Fils (Kreis Esslingen) ermittelt die Polizei. Es solle geklärt werden, woher die giftige Flüssigkeit stamme, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen. Der Familie seien keine Umzugsgegenstände bekannt, in denen sich das Quecksilber befunden haben könnte, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr.
Fünfjähriger entdeckte die Flüssigkeit
Wie die Polizei mitteilte, habe der fünfjährige Sohn der Familie während des Umzugs in der Aussparung einer Verzurröse die metallische Flüssigkeit gefunden und damit gespielt. Als die Eltern darauf aufmerksam wurden, alarmierten sie die Feuerwehr. Diese rückte mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften aus, auch zwei Chemiker des Landkreises kamen dazu. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei der Flüssigkeit im Mietwagen um Quecksilber. Das bestätigte der Einsatzleiter der Feuerwehr. Etwa 20 Milliliter Quecksilber seien in dem Fahrzeug auf einer Fläche von etwa zwei mal zwei Zentimetern gefunden worden, hieß es von der Polizei.
Rettungsdienst: Acht Menschen ins Krankenhaus gebracht
Acht Menschen seien vorsorglich vor Ort untersucht und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden, so die Polizei weiter. Unmittelbaren Kontakt mit dem giftigen Schwermetall habe nur der junge Sohn der Familie gehabt. Bisher würden seine Untersuchungen jedoch keine Vergiftungserscheinungen zeigen. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurden 20 umliegende Wohnhäuser vorübergehend evakuiert. Die Bewohner konnten den Angaben zufolge wieder in ihre Häuser zurückkehren.
Feuerwehrleute trugen bei dem Einsatz in Reichenbach an der Fils teilweise Schutzanzüge. Wo die giftige Flüssigkeit herkam, blieb unklar.