Nach dem Missbrauch eines Mädchens Ende Juni in Wolfegg (Kreis Ravensburg) gibt es Hinweise auf mögliche weitere Taten des 52-jährigen Tatverdächtigen. Bei der Kriminalpolizei hätten sich mittlerweile weitere Opfer gemeldet, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft Ravensburg mit.
Den Angaben dieser Menschen zufolge soll der 52-Jährige bereits vor mehreren Jahrzehnten weitere Mädchen missbraucht oder vor ihnen sexuelle Handlungen an sich selbst vorgenommen haben. Die Opfer brachen ihr Schweigen, nachdem die Tat in Wolfegg bekannt geworden war, heißt es in der Mitteilung.
Kind in Wolfegg ins Auto gezerrt Tatverdächtiger soll Neunjährige in Wolfegg sexuell missbraucht haben
Die Polizei hat einen 52-Jährigen festgenommen, der ein neun Jahre altes Mädchen in Wolfegg im Kreis Ravensburg in sein Auto gezerrt und sexuell missbraucht haben soll.
Polizeisprecherin: "Gut, dass die Frauen sich gemeldet haben"
Außerdem konnten die Behörden nach eigenen Angaben dem Tatverdächtigen einen weiteren Fall nachweisen, in dem er im Juni ein Mädchen in Vogt (Kreis Ravensburg) angesprochen habe. Allerdings sei die Siebenjährige weggelaufen, weswegen es zu keinen strafbaren Handlungen kam. Eine Sprecherin der Polizei sagte zu den möglichen neuen Missbrauchsfällen dem SWR: "Es ist durchaus ein außergewöhnlicher Fall. Aber gut, dass die Frauen sich gemeldet haben."
Der 52-jährige Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Laut Ermittlungsbehörden hat er in Wolfegg im Kreis Ravensburg ein neunjähriges Mädchen entführt und missbraucht. Anschließend setze er es an einem Wolfegger Supermarkt wieder ab. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Mann 2017 schon einmal wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden.