Das war der BW-Newsticker am Donnerstag

BW-Newsticker am Morgen: Viele Unfälle wegen Schneeglätte, "Hornisgrinde-Wolf": Naturschutzinitiative will erneut klagen, Zwei Männer aus BW sterben durch Lawinen in den Alpen

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Janey Schumacher.

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Stand

Von Autor/in Janey Schumacher

Frontalcrash bei Heroldstatt: Bundesstraße voll gesperrt

Auf der Landstraße bei Heroldstatt (Alb-Donau-Kreis) ist es heute Morgen zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Autos gekommen. Laut Polizei verlor ein Autofahrer wegen Glätte auf Höhe Sontheim (Kreis Heidenheim) die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet auf die Gegenspur.

Der Fahrer und die beiden Insassen des anderen Autos wurden leicht verletzt. Die Strecke zwischen Heroldstatt und der B28 ist derzeit noch komplett gesperrt. Ein Abschleppdienst ist mittlerweile vor Ort.

Wie es auf eurer Strecke aussieht, erfahrt ihr jederzeit hier:

Naturschutzinitiative gibt nicht auf: Weitere Klage wegen Wolf im Schwarzwald erwartet

Nach längerem Rechtsstreit darf der Wolf auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald getötet werden. Das hat der Verwaltungsgerichtshof am Montag entscheiden. Die Naturschutzinitiative (NI) will jedoch nicht aufgeben und strebt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den Gang zum Europäischen Gerichtshof an. So soll geklärt werden, ob der Wolf erlegt werden darf, nur weil er sich zu oft den Menschen genähert haben soll.

Der Erhaltungszustand einer bedrohten Tierart sollte von den Gerichten nach dem übergeordneten EU-Recht beurteilt werden, teilte die Naturschutzinitiative (NI) mit. "Dies ist hier nicht der Fall", sagte Wolfgang Epple, Biologe und Wissenschaftlicher Beirat der NI. "Daher werden wir den Weg über das Verwaltungsgericht Stuttgart, den Verwaltungsgerichtshof in Mannheim bis zum Bundesverwaltungsgericht gehen." Es werde bei den Gerichten beantragt, den Fall unmittelbar dem Europäischen Gerichtshof vorzulegen. Fraglich ist aber, ob ausreichend Zeit dafür bleibt. Denn nach aktuellem Stand darf der zutrauliche Wolf auf der Hornisgrinde bis zum 10. März getötet werden. Professionelle Jäger sind im Auftrag des Landes bereits unterwegs.

Tschüss zusammen!

Es ist 10 Uhr und damit endet der BW-Newsticker für heute. Ich wünsche euch einen angenehmen Tag - schön, dass ihr mitgelesen habt! Morgen ist ab 6 Uhr mein Kollege Yannick Lipinski für euch da und versorgt euch mit allen wichtigen News. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV. Auf bald!

Hohe Lawinengefahr in den Alpenregionen

Große Lawinengefahr herrscht derzeit in vielen Skigebieten: In den Alpenregionen rund um den Bodensee ist laut Vorarlberger Bergrettung beim Wintersport erhöhte Vorsicht geboten. Grund sind massive Schneefälle und starke Winde. Auf dem Säntis in der Ostschweiz wurden von Dienstag bis Mittwochmorgen 20 Zentimeter Neuschnee gemessen, im österreichischen Langen am Arlberg sogar 26 Zentimeter. Auch in den Allgäuer Alpen fielen rund 15 Zentimeter.

In Vorarlberg und der Ostschweiz gilt oberhalb von 1.800 Metern die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4. Auch in tieferen Lagen, wie den Allgäuer Alpen, herrscht oberhalb der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3 von 5). Wintersportler sollten sich entsprechend vorsichtig verhalten.

Göppinger Unternehmer klagt über zu viel Bürokratie

Jede Woche erreicht uns mindestens eine Meldung über Stellenstreichungen in Baden-Württemberg. Meistens trifft es Betriebe aus der Automobilbranche, in ganz Baden-Württemberg ist die wirtschaftliche Lage gerade angespannt. Viele Unternehmen suchen dafür nach Lösungen. Besonders häufig wird dabei der Wunsch nach Bürokratieabbau und schnelleren Genehmigungsverfahren laut. Diesen Wunsch hat auch Sascha Mohr. Er ist Ingenieur und Unternehmer aus Leidenschaft und hat sich bei einem Aufruf des SWR gemeldet. Für ihn heißt Unternehmertum, Lösungen für Probleme zu finden, sagt er. In Göppingen leitet Mohr ein Ingenieurbüro mit mehr als 40 Mitarbeitenden, dazu ein eigenes Start-up. Doch er fühlt sich häufig ausgebremst in seinem Alltag - von aufwändigen Genehmigungsverfahren und zu viel Bürokratie.

Trotz aller Kritik möchte Mohr dem Standort treu bleiben. Baden-Württemberg sei vor allem eine echte Ideen-Schmiede, sagt er - mit großem Potenzial für die Zukunft.

VfB Stuttgart tritt in der Europa League bei Celtic Glasgow an

Es geht ans Eingemachte für den VfB Stuttgart. Heute Abend treten die Jungs von Coach Sebastian Hoeneß beim amtierenden schottischen Meister Celtic Glasgow an (ab 21 Uhr live im Audiostream). Im Playoff-Hinspiel wollen sich die Cannstatter eine gute Ausgangslage für das Rückspiel im heimischen Stadion am 26. Februar erarbeiten. Der weitere Europa League-Teilnehmer aus BW, der SC Freiburg, ist bereits für das Achtelfinale qualifiziert.

Wegen Schneeglätte: Reihenweise Unfälle im Berufsverkehr

Wegen Schneeglätte kommt es derzeit im Berufsverkehr reihenweise zu Unfällen. Insgesamt 24 Unfälle hat das Polizeipräsidium Heilbronn momentan in Bearbeitung. Betroffen sind fast alle größeren Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis. Ein weiterer Schwerpunkt ist der benachbarte Neckar-Odenwald-Kreis. Auch im Hohenlohekreis gibt es Glätteunfälle - etwa in Schöntal und Mulfingen. Weitere Unfälle wurden von der A81 gemeldet: bei Schöntal und weiter südwestlich im Kreis Heilbronn bei Widdern. Bislang blieb es laut Polizei fast ausschließlich bei Blechschäden.

Neue Studie: Bestellterminals in Fast-Food-Restaurants sind sauberer als erwartet

Eine neue Studie der Hochschule Furtwangen (Schwarzwald-Baar-Kreis) hat untersucht, wie hygienisch Bestellterminals in Restaurants von Fast-Food-Ketten sind. Mithilfe sogenannter Abklatschtests konnten die Wissenschaftler die Keimbelastung messen. Zwar wurden typische Hautbakterien wie Staphylokokken nachgewiesen, die zu Stoßzeiten in höherer Dichte vorkamen, insgesamt lag die Belastung aber auf einem ähnlichen Niveau wie bei anderen Oberflächen in Restaurants. Besonders erfreulich: Fäkalbakterien wurden nicht festgestellt. "Die Reinigungsmaßnahmen des Personals scheinen hier gut zu greifen", so die Forscher. Im Vergleich zu klassischen Speisekarten schneiden die Bestellterminals sogar deutlich besser ab.

Glatteis und Schneematsch: Einige Unfälle in der Nacht

In der Nacht hat es in den Kreisen Calw und Freudenstadt auf teilweise glatten Straßen insgesamt zwölf Unfälle gegeben. Laut Polizei gab es vereinzelt Blechschäden. So ist beispielsweise in Simmersfeld im Kreis Calw auf glatter Fahrbahn ein Auto ins Schleudern gekommen, von der Straße abgekommen und im Wald gelandet. Der Fahrer blieb unverletzt. Auf der B294 zwischen Freudenstadt und Besenfeld ist am Morgen ein Lastwagen in die Leitplanke geraten.

Auch auf der Bundesstraße 31 nahe Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) ist ein Lastwagen wegen Schneematsches auf der Straße ins Rutschen geraten, hat die Leitplanke durchbrochen und ist in ein Waldstück hinunter gerutscht. Der Fahrer wurde dabei laut Polizei leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Ersten Erkenntnissen zufolge ereignete sich der Unfall bei einem Überholmanöver. Die Bergungsarbeiten sollen im Laufe des Tages beginnen. Die Polizei geht davon aus, dass die B31 währenddessen komplett gesperrt werden muss, was zu "erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen" führen dürfte.

Tourismus in BW: Besucherzahlen auf Rekordhoch

Nett hier, aber waren sie schon mal in Baden-Württemberg? Offenbar trifft das auf viele zu, denn im vergangenen Jahr war eine Rekordzahl an Menschen in Baden-Württemberg zu Gast. 24,1 Millionen Menschen und damit 1,5 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr zählten die Beherbergungsbetriebe laut Statistischem Landesamt. Anders sieht es bei den Übernachtungen aus: Hier war der bisherige Höchststand 2024 verzeichnet worden. Im vergangenen Jahr ging die Zahl laut Statistischem Landesamt leicht um 0,3 Prozent auf 58,7 Millionen zurück. Die meisten Touristinnen und Touristen kamen aus Deutschland nach Baden-Württemberg, besonders aus den angrenzenden Bundesländern.

Abschuss "Hornisgrinde-Wolf": So kam es zur Ausnahmgenehmigung

Eine Naturschutzinitative hat angekündigt, erneut juristisch gegen den Abschuss des Wolfs im Nordschwarzwald vorzugehen. Eigentlich sind Wölfe nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Es ist demzufolge verboten, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Nur im Einzelfall sind Ausnahmen von diesen Verboten möglich.

Das Umweltministerium hatte den Abschuss im Januar genehmigt und damit begründet, dass sich der Wolf mehrfach Hunden und damit auch Menschen genähert habe. Seit Anfang 2024 seien mehr als 180 Sichtungen des Hornisgrinde-Wolfs gemeldet worden, heißt es in der Ausnahmegenehmigung.

Die Diskussion sorgt für große Emotionen: Wolfsbefürworter und -gegner sammelten Unterschriften in Petitionen. Auch eine Mahnwache gegen den Abschuss wurde gehalten. Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) zeigte sich überrascht über die starke Emotionalität der Debatte.

Schwarzarbeit und Ausbeutung in Sushi-Restaurant-Kette in Stuttgart?

Vor dem Landgericht Stuttgart hat gestern der Prozess gegen einen Gastronom begonnen. Ihm wird vorgeworfen, als Geschäftsführer beziehungsweise Personalverantwortlicher der Stuttgarter QQ-Sushi-Restaurant-Kette seit Anfang 2020 Ausländer nach Deutschland eingeschleust, sie teilweise schwarz und unter dem Mindestlohn beschäftigt haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Durch nicht gezahlte Löhne und nicht abgeführte Sozialversicherungsabgaben soll ein Schaden von rund einer halben Million Euro entstanden sein. Laut den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft soll der 49-jährige Angeklagte über andere Personen falsche Pässe für die eingeschleusten Mitarbeitenden besorgt haben. Die illegal Beschäftigten soll er teilweise auch an andere Gastronomiebetriebe weitervermittelt haben.

Im März wird weiterverhandelt. Offen ist noch, ob es möglicherweise zu einer Verständigung zwischen der Verteidigung, der Staatsanwaltschaft und dem Gericht kommt. Ein erstes Gespräch hat es bereits gegeben. Sollte der Angeklagte ein Geständnis ablegen, könnte es einen Deal über die Höhe der Strafe geben. Im Raum stehen derzeit um die vier Jahre Haft.

Bilanz der grün-schwarzen Koalition: Wie viele Vorhaben wurden umgesetzt?

Die Themen Innere Sicherheit, Klima, Wirtschaft oder Bildung und Forschung stehen weit oben auf der Agenda der grün-schwarzen Landesregierung. Der Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2021 umfasste etwa 400 Vorhaben. Kurz vor der Landtagswahl am 8. März wollen wir Bilanz ziehen: Was wurde umgesetzt und was nicht? So viel schon einmal vorweg: Mehr als die Hälfte der Vorhaben - immerhin knapp 60 Prozent - wurden realisiert. Bei rund 80 Prozent der Vorhaben hat sie in den vergangenen fünf Jahren mindestens mit der Umsetzung angefangen. Alle anderen, also rund ein Fünftel, sind nicht begonnen, verschoben oder gescheitert. Das zeigt eine gemeinsame Recherche des SWR Data Lab und Studierenden der Universität Leipzig.

Insgesamt hat die Landesregierung im Bereich Verwaltung und Finanzen mit etwa 90 Prozent die meisten Vorhaben umgesetzt oder zumindest begonnen. Ähnlich gut schneidet mit 86 Prozent der Bereich Demokratie und Gesellschaft ab. Vergleichsweise wenig begonnen und umgesetzt wurde dagegen in den Bereichen Bauen und Wohnen sowie Arbeit und Wirtschaft. Dort waren es nur 67 und 73 Prozent.

Wie blicken Jung und Alt auf die Landtagswahl 2026?

Noah Schubert ist Abiturient und steht kurz vor dem Beginn seines Berufslebens, Ralf Zimmer arbeitet seit 44 Jahren und geht bald in Rente. Obwohl die zwei Männer in völlig verschiedenen Lebensphasen sind, teilen sie sich manche Sorgen mit Blick auf die Zukunft. Beide erhoffen sich beispielsweise ein Konzept für bezahlbaren Wohnraum. Aber während Schubert auch Themen wie Nachhaltigkeit und Umwelt im Auge hat, hofft Zimmer, dass er von seiner Rente gut leben kann.

Vor der Landtagswahl haben sich Schubert und Zimmer unabhängig voneinander beim SWR gemeldet, um zu erzählen, was sie bewegt.

Nach Tötung von Frau in Schrozberg: Gemeinde spendet für hinterbliebene Kinder

Vor knapp einer Woche wurde in Schrozberg (Kreis Schwäbisch Hall) eine Frau von ihrem Mann erschossen. Die Betroffenheit in der 6.000-Einwohner Gemeinde ist nach wie vor groß. Laut Bürgermeisterin Jacqueline Förderer (parteilos) gibt es rund um den Tatort immer wieder frische Blumen, es werden auch regelmäßig Kerzen angezündet. Der festgenommene Ehemann der getöteten Frau sitzt in Untersuchungshaft. Für die drei hinterbliebenen Kinder wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Bürgermeisterin Förderer findet es gut, dass mit der Spendenaktion etwas für diese Kinder getan werde. Sie meint allerdings auch, dass mit der Aktion die Sorgen der Kinder höchstens abgemildert, nicht aber genommen werden könnten.

So lief der politische Aschermittwoch im Land

Am Aschermittwoch haben gestern in ganz Baden-Württemberg politische Veranstaltungen stattgefunden. Beim sogenannten politischen Aschermittwoch wurden einige Seitenhiebe verteilt. In Fellbach im Rems-Murr-Kreis hat sich die CDU BW getroffen. Mittendrin war natürlich der Spitzenkandidat der CDU, Manuel Hagel. Der verteilte einige Seitenhiebe auf den grünen Koalitionspartner. Dass manche Grüne nun ihr "Herz für die Autoindustrie" entdeckt hätten, sei nicht glaubwürdig, sagte er. Zudem machte er sich darüber lustig, dass Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir sich immer wieder politisch von seiner Partei absetzt.

Auch die Grünen ließen es sich nicht nehmen, gegen die politische Konkurrenz zu schießen. Özdemir spottete beispielsweise darüber, dass Hagel vor kurzem eine "Studienreise" zur Digitalisierung ausgerechnet nach Athen gemacht hat. Was noch Thema war und was auf den Veranstaltungen der anderen Parteien besprochen wurde, hat meine Kollegin Filiz Kükrekol zusammengefasst:

Falsche Tierärztin in Rastatt: Frau soll Katzen ohne Zulassung behandelt haben

Stellt euch vor ihr bringt euren geliebten Vierbeiner zu einer Tierärztin und dann kommt raus, dass sie eigentlich gar keine richtige Tierärztin ist. Das ist Katzenbesitzern im Raum Rastatt passiert. Eine 31-Jährige soll sich dort als mobile Tierärztin ausgegeben haben und hat dort Tiere behandelt, obwohl sie laut Polizei weder über die notwendige berufliche Ausbildung noch über die Zulassung verfügt. In den vergangenen Wochen gingen bei den Ermittlern Beschwerden ein, wonach die vermeintliche Tierärztin durch sie behandelte Katzen mangelhaft versorgt und sich der Gesundheitszustand der Tiere nicht verbessert habe. Die Polizei ermittelt gegen die Frau, auch ihre Wohnung wurde durchsucht.

Gerabronner Bürgermeister stirbt bei Autounfall

Christian Mauch, Bürgermeister von Gerabronn (Kreis Schwäbisch Hall), ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der parteilose Bürgermeister war in der Nacht zum Mittwoch aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen, so die Polizei. Im Anschluss an den Aufprall rutschte das Auto 35 Meter weit einen Abhang hinunter. Mauch wurde eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle. Der 40-Jährige wurde erst im Februar vergangenen Jahres erneut als Bürgermeister von Gerabronn im Amt bestätigt. Er war seit 2017 Bürgermeister der 4.500-Einwohner-Stadt.

Tübingen will alte Telefonzellen nicht mehr und bittet Telekom zur Kasse

Vor ziemlich genau drei Jahren hat die Telekom die letzte öffentliche Telefonzelle außer Betrieb genommen. Eigentlich wollte das Unternehmen bis Ende 2025 alle Anlagen abbauen - doch das gelang offensichtlich nicht: Allein in Tübingen stehen noch 13 alte Telefonzellen. Viele sind mit Graffiti beschmiert, verdreckt oder werden zweckentfremdet. Laut Stadt befinden sie sich in einem schlechten Zustand.

Nun will die Stadt reagieren und Druck machen: Tübingen plant, von der Telekom eine Sondernutzungsgebühr zu verlangen - gewissermaßen eine Miete für die belegten Flächen. Wie hoch die Gebühr ausfallen soll und ab wann sie gilt, ist noch offen. Die Telekom verweist hingegen auf langwierige Genehmigungsverfahren in den Kommunen, die den Abbau verzögerten. Wann die verbliebenen Telefonzellen in Tübingen verschwinden, ist daher unklar.

Das Wetter in BW am Donnerstag

Wo es heute Nacht nicht geschneit hat, dürfte es zumindest geregnet haben. Und es bleibt auch nass und teilweise rutschig heute: Vielerorts ist am Morgen mit Glätte zu rechnen. Im Laufe des Tages soll es im Osten nass und teilweise glatt bleiben. Im Westen lockert das Wetter etwas auf, die Temperaturen steigen bis auf 11 Grad.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Zwei Männer aus BW sterben in Österreich durch Lawinen

Ein Snowboarder aus dem Kreis Lörrach und ein Skitourengeher aus dem Ostalbkreis sind gestern in Österreich von Lawinen erfasst und getötet worden. Der 43-jährige Skitourengeher war mit einem weiteren Mann im Tiroler Navistal unterwegs. Beim Queren eines Hangs löste sich ein Schneebrett, das den 43-Jährigen aus dem Ostalbkreis verschüttete. Das zweite Unglück ereignete sich im Bundesland Vorarlberg. Dort wurde ein 42-jähriger Snowboarder, der mit seinem 15-jährigen Sohn im Skigebiet Sonnenkopf abseits gesicherter Pisten unterwegs war, von einer Lawine mitgerissen. Der Sohn alarmierte die Rettungskräfte, doch sein Vater konnte erst nach einer Stunde gefunden werden und starb noch an der Unglücksstelle. In den Alpen im Westen Österreichs herrscht aktuell hohe Lawinengefahr.

Guten Morgen!

Einen guten Start in diesen Donnerstag wünsche ich! In Tübingen ist man offenbar ziemlich genervt von alten Telefonzellen, die zwar seit Jahren außer Betrieb sind, aber nicht abgebaut werden. Die Stadtverwaltung will deshalb die Telekom zur Kasse bitten. Mehr dazu gleich.

Mein Name ist Janey Schumacher und ich versorge euch heute bis 10 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

Janey Schumacher
Janey Schumacher Patricia Neligan
Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Mittwoch ++ Fastenzeit für Christen und Muslime beginnt ++ Tödlicher Autounfall bei Gerabronn ++ Studie sieht deutlich höheren Verbrauch bei Plug-in-Hybriden ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.

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