Ein unbesetztes Stellwerk in Überlingen (Bodenseekreis), Reparaturen an einer Weiche, keine Fahrradmitnahme - auf der Bodenseegürtelbahn zwischen Radolfzell am Bodensee (Kreis Konstanz) und Friedrichshafen (Bodenseekreis) kommt es seit Tagen immer wieder zu Verspätungen und Einschränkungen. Ein Ärgernis für Pendlerinnen und Pendler, aber auch für Touristen am Bodensee mitten in der Urlaubszeit. Ein grundlegendes Problem auf der Strecke Radolfzell-Friedrichshafen gebe es nicht, so eine Sprecherin der Bahn auf Anfrage des SWR.
Die Vorfälle hätten sich eher zufällig gehäuft. Eine kurzfristige Krankmeldung habe zum unbesetzten Stellwerk geführt. Das sei einmalig und schnell gelöst gewesen. Auch sei an einem Tag ein Lokführer aufgrund einer anderen Verspätung so spät zum Zug gekommen, dass dieser schließlich ausfallen musste. Das käme vor, aber sei eine Seltenheit, so die Bahnsprecherin.
Hitze und anhaltend hohe Temperaturen setzen Gleisen und Zügen zu
Das größere Problem sei derzeit die Hitze. Bei den anhaltend hohen Temperaturen könnten sich die Gleise verziehen, dann dürften Züge nur langsam fahren. So komme es zu Verspätungen auf der eingleisigen Bodenseegürtelbahn. Die verzogenen Gleise könnten aber nur nachts repariert werden. Auch den Zügen an sich setze die Hitze zu. Einige Loks seien in der Werkstatt.
Geplante Bauarbeiten am Gleis zwischen Markdorf (Bodenseekreis) und Friedrichshafen führten zudem aktuell nachts zu Zugausfällen. Die seien allerdings keine Erklärung für die Verspätungen am Tag, so die Sprecherin. Pendler müssen sich auf weitere Einschränkungen einstellen: Ab Sonntag, 16. August, beginnen neue Bauarbeiten auf der Strecke Friedrichshafen-Radolfzell. Auch auf anderen Bahnstrecken am Bodensee gibt es derzeit Verzögerungen.
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