Beim Bau einer Neckarbrücke zwischen Ladenburg (Rhein-Neckar-Kreis) und Mannheim-Friedrichsfeld kommt es zu einer längeren Verzögerung. Grund dafür sind offenbar Probleme beim Einbau eines Brückenpfeilers auf einer Mole im Neckar. Das teilte am Dienstag das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe mit. Spatenstich für die Brücke war im Februar 2025. Die Brücke gilt laut der Behörde als Herzstück des Neubaus der Landesstraße 597. Der Neubau der Landesstraße hat bereits vor sieben Jahren begonnen.
Neckarbrücke: Problem mit fünftem Brückenpfeiler
Bis zuletzt war der Brücken-Neubau laut dem Regierungspräsidium relativ unproblematisch: Die beiden Brückenwiderlager auf beiden Seiten des Neckars sind ebenso fertig gebaut wie vier Brückenpfeiler. Doch jetzt gibt es Probleme mit dem fünften und letzten Brückenpfeiler, der etwa 15 Meter hoch ist. Der soll nämlich, so der Plan, auf der Spitze der Mole im Neckar eingesetzt werden. Die Mole ist ein befestigter Damm zwischen Neckar und Neckarkanal.
Mole im Neckar "eingeschränkt tragfähig"
Wie die Behörde mitteilte, haben Experten jetzt festgestellt, dass die "Substanz der Mole nur mit zusätzlichen Maßnahmen für den Bau des neuen Pfeiler-Fundaments genutzt werden". Die Folge: Fachleute müssen nun innerhalb der Mole eine Baugrube ausheben. Das wird den Angaben zufolge länger dauern, als ursprünglich gedacht. Innerhalb der Mole müssen zum Beispiel dann auch neue Spundwände in die Grube eingezogen werden. Nächstes Problem: Die schmale Mole ist für schweres Gerät nur "eingeschränkt tragfähig". Also werden die Arbeiter hauptsächlich vom Wasser aus an der Mole arbeiten müssen.
Neckarbrücke wohl erst im Sommer 2028 fertig
Stand jetzt können laut dem RP die Stahlträger der neuen Neckarbrücke also erst im Sommer kommenden Jahres (2027) eingehoben werden. Die Herstellung des sogenannten Brückenüberbaus wird dann ein weiteres Jahr dauern. Das bedeutet, dass die komplette Neckarbrücke erst im Sommer 2028 fertig sein wird.