Neue Studie der Hochschule Furtwangen

Bakterienschleuder oder alles piccobello? So sauber sind Bestellterminals in Fast-Food-Restaurants

Viele Finger auf den Bildschirmen der Bestellterminals in Schnellrestaurants - wie sauber sind die Displays? Eine Studie der Hochschule Furtwangen liefert überraschende Antworten.

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Von Autor/in Hardy Faißt

Bestellterminals mit einem Touchscreen sind aus Fast-Food-Restaurants nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen eine schnelle und einfache Bestellung. Doch wie hygienisch sind diese Oberflächen, die täglich von unzähligen Fingern berührt werden? Eine neue Studie der Hochschule Furtwangen (Schwarzwald-Baar-Kreis) hat genau das untersucht - und liefert überraschend positive Ergebnisse.

Bildschirme sauberer als erwartet

Die Forscher der Hochschule Furtwangen unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Egert haben für ihre Untersuchung die Bestellterminals in drei Restaurants bekannter Fast-Food-Ketten unter die Lupe genommen. Mithilfe sogenannter Abklatschtests, bei denen Petrischalen wie Stempel auf die Oberflächen gedrückt werden, konnten die Wissenschaftler die Keimbelastung messen. Das Ergebnis: Die gemessene Bakterienmenge lag bei 0,07 bis zu zwei Bakterien pro Quadratzentimeter Fläche. Zu Stoßzeiten war die Belastung bis zu 7,5-mal höher als zu Zeiten mit wenigen Besuchern. Damit sind die Bildschirme sauberer als erwartet.

Keimbelastung auf Displays vergleichbar mit anderen Oberflächen

Zwar wurden typische Hautbakterien wie Staphylokokken nachgewiesen, die zu Stoßzeiten in höherer Dichte vorkamen, doch insgesamt lag die Belastung auf einem ähnlichen Niveau wie bei anderen Oberflächen in Restaurants. Besonders erfreulich: Es wurden keine Fäkalbakterien festgestellt. "Die Reinigungsmaßnahmen des Personals scheinen hier gut zu greifen", so die Forscher.

Speisekarten schneiden schlechter ab

Im Vergleich zu klassischen Speisekarten schneiden die Bestellterminals sogar deutlich besser ab. Eine Studie aus den USA zeigt, dass Speisekarten mit bis zu 100 Bakterien pro Quadratzentimeter belastet sein können - ein Vielfaches der Werte, die auf den Touchscreens gemessen wurden. Der Grund dafür liegt vermutlich in der glatten Oberfläche der Terminals, die sich leichter reinigen lässt, sowie in den regelmäßigen Desinfektionsmaßnahmen.

Händewaschen bleibt der beste Schutz

Trotz der insgesamt positiven Ergebnisse bleibt Hygiene wichtig. Die Hochschule Furtwangen rät: "Nach der Bestellung und vor dem Essen - Hände waschen nicht vergessen." Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann den Touchscreen vor der Nutzung auch mit einem feuchten Reinigungstuch abwischen. Das reduziert die Keimbelastung um bis zu 99 Prozent.

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