Sie liegen zuhauf in den Regalen von Drogerien und gelten als guter Snack für Sportler: Powerballs oder Energiekugeln. Doch sind sie das wirklich? Auf jeden Fall würde Ernährungswissenschaftlerin Sabrina Dürr sie vorziehen vor Brezeln oder klassischem Müsli – oder Eiweißriegeln.
„Die in den Kugeln enthaltenen Datteln liefern schnell Energie, die gehackten Mandeln wertvolle Nährstoffe wie Kalium und Polyphenole.“ Damit seien sie keine schlechte Wahl für eine Radtour oder auch eine längere Wanderung.
Gute Alternativen sind: Bananen, Fruchtschnitten oder ein belegtes Brot.
Auf die Zutaten achten
Beim Kauf gilt wie immer: je weniger Zusatzstoffe, desto besser. Da die meisten Powerballs ohnehin nur natürliche Zutaten enthalten, können Sie auf Citronensäure und künstliche Aromen ganz einfach verzichten.
Powerballs einfach selbst machen
Da die Kugeln aus der Drogerie oder dem Supermarkt je nach Hersteller mit Stückpreisen von mehr als einem Euro ziemlich teuer sind, lohnt es sich, sie selbst zu machen. Sabrina Dürr hat für uns ausgerechnet, was die Selbstgemachten kosten. Das Ergebnis: ca. 15 Cent pro Stück. Wenn das mal kein Argument ist. Hier geht’s zu den Rezepten.
Energieschub to go Himbeer-Mandel-Bällchen
Diese Himbeer-Mandel-Bällchen von Sabrina Dürr sind kleine, leckere Kraftpakete, die Ihnen bei der Radtour den richtigen Energieschub geben. Ganz leicht nachmachen und genießen!
Köstliche kleine Kraftpakete Zitrone-Kokos-Powerballs
Diese Zitrone-Kokos-Powerballs von Sabrina Dürr sind kleine, leckere Kraftpakete, die Ihnen bei der Radtour den richtigen Energieschub geben. Ganz leicht nachmachen und genießen!
Was beim Essen auf der Radtour sonst noch wichtig ist
Am besten meiden Sie in der Mittagspause fettreiche, panierte oder frittierte Speisen, weil der Körper sonst sehr mit der Verdauung beschäftigt ist. Auch Alkohol ist keine gute Idee. Er entzieht dem Körper Flüssigkeit. Beim Frühstück ist es besonders wichtig, keine Experimente zu machen, um die Radtour auch in jedem Fall durchzuhalten. Ideal ist es, wenn Kohlenhydrate und Eiweiß enthalten sind, also beispielsweise Rührei mit Brot und Tomate oder Müsli mit Banane und Quark. Am Abend ist es ebenfalls sinnvoll, ausgewogen zu essen und dabei insbesondere auf ausreichend Eiweiß zu achten. Hier bieten sich Hähnchen, Lachs, Feta oder Halloumi kombiniert mit Reis, Nudeln oder Kartoffeln sowie Gemüse an.
Trinken auf der Radtour
Auf einer Radtour ist es sehr wichtig, ausreichend zu trinken. Die Ernährungswissenschaftlerin empfiehlt, bei mäßiger Belastung und mittlerer Temperatur etwa ein Liter pro Stunde zu sich zu nehmen. Achten Sie darauf, dass das Wasser möglichst natriumreich ist, oder mischen Sie sich ein selbstgemachtes Sportgetränk. Nehmen Sie dafür etwas Ahornsirup oder Apfelsaft mit einer Prise Salz (pro Liter etwa ein halber Teelöffel).
Magnesium gegen Muskelkrämpfe – sinnvoll oder nicht?
Eine einmalige Magnesiumeinnahme während der Belastung bringt nichts. Akute Krämpfe während sportlicher Belastung deuten eher auf einen Natriummangel als auf einen Magnesiummangel hin. Leiden Sie dagegen unter nächtlichen Wadenkrämpfe, kann das ein Anzeichen für einen Magnesiummangel sein. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Magnesiumzufuhr im Alltag zu erhöhen – zum Beispiel über Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse oder magnesiumreiches Mineralwasser.
Wer auf Magnesiumtabletten setzt, sollte vorher den eigenen Magnesiumspiegel überprüfen lassen. Bei den Nahrungsergänzungsmitteln gibt es Unterschiede: So wird Magnesiumcitrat vom Körper laut Sabrina Dürr besser aufgenommen als Magnesiumcarbonat.
Im Studio: Sabrina Dürr, Haushalts-und Ernährungswissenschaftlerin
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