Seine Villa in der Pfalz stand einige Jahre leer, doch Modedesigner Harald Glööckler kommt zurück. Wir haben mit ihm über sein Lebensgefühl und seine Lieblingsplätze in der Pfalz gesprochen.
Die Pfalz gibt Harald Glööckler Ruhe
SWR1: Ich habe gelesen, Sie hätten gesagt, in Berlin ist es so hektisch, dass da kein Mensch 100 Jahre alt werden. Kann man es denn in der Pfalz?
Harald Glööckler: Ich habe gesagt, dass Berlin, aber nicht nur Berlin, sondern überhaupt die Städte sehr laut, sehr dreckig, sehr unruhig geworden sind und sehr hektisch. Deshalb habe ich mir gesagt, vielleicht gehe ich mal aufs Land und sitze da im Garten. Und wenn man 100 Jahre alt werden will, dann ist es sicherlich besser unterm Baum zu sitzen und da zu arbeiten als in der Hektik in der Stadt.
SWR1: Sie waren ja ein paar Jahre weg und sind wieder zurück nach Kirchheim an der Weinstraße gekommen. Hat sich das so wie Heimkommen angefühlt oder sehen Sie das als neuen Lebensabschnitt?
Glööckler: Wenn Sie wie ich überhaupt kein Heim hatten, auch in der Kindheit nicht, dann gibt es das Heimkommen eigentlich bei mir nicht. Im Gegensatz zu anderen ist ja auch bei mir alles abgeschnitten. Es gibt kein Elternhaus, keine Eltern und keine Großeltern, schon lange nicht mehr.
Deshalb habe ich dieses Heimatgefühl nicht. Und dann dachte ich mir: Mensch, eigentlich ist es ja sehr schön hier, es ist ja wirklich sehr schön. Und dann hab ich ja einen kleinen Lebenspartner, mein Papillon Icarus [sein Hund, die Red.]. Der fand es hier wunderschön, für den ist es auch toll. Und dann hab ich mir gedacht: Ok, wieso bleiben wir nicht im Sommer hier?
Die Pfälzer sind sehr, sehr weltoffen und sehr, sehr gechillt.
SWR1: Wenn Sie einem Menschen, der die Pfalz nicht kennt, beschreiben müssten, warum es sich lohnt, dort zu wohnen, was würden Sie sagen?
Glööckler: Hier hat man wirklich dieses "Italien-Feeling", man könnte auch in der Toskana sein, und das ist eben sehr, sehr schön. Es gibt wunderbare Lokale, deshalb lohnt es sich, weil es wie Urlaub ist. Man hat das Gefühl, man ist im Süden.
Und na ja, die Leute sind alle auch entspannt. Man ist sehr gastfreundlich, die Pfälzer sind sehr, sehr weltoffen und sehr, sehr gechillt. Und es gibt guten Wein. Und das sind eigentlich, glaube ich, schon genug Beschreibungen und Werbung für die Pfalz [lacht].
"Krause kommt" (2024): Zu Besuch bei Harald Glööckler in seinem "Château Pompöös" in Kirchheim - hier anschauen:
Schön, dass ich hier in dieser schönen Pfalz sein kann und darf.
SWR1: Ja, definitiv. Und das von Ihnen! Haben Sie denn einen Lieblingsplatz in der Pfalz?
Glööckler: Ja, mein Garten, mein Zuhause, deshalb bin ich ja hier. Und wenn ich raus will, dann gehe ich abends etwas essen, entweder zum Griechen [...] oder ich gehe zum Italiener oder einfach in ein pfälzisches Lokal.
Es gibt ja hier in unmittelbarer Nähe sehr viele schöne Lokale, wo man hingehen kann. Ich habe auch Freunde hier in der Nähe in Mainz und Darmstadt, und es ist jetzt auch nicht so, dass ich hier niemand hätte. Ich genieße es auch, für mich zu sein, ich brauche das auch.
Und ich kann ja morgens auch erst mal aus dem Haus, wie sagt man: ungewaschen, "ungebörscht" und mich hinsetzen, erst mal ein "Käffchen" trinken und mich danach zurechtmachen [lacht], das würde ich in Berlin in der Öffentlichkeit nicht so machen. Also ich möchte gern meine Ruhe haben.
SWR1: Dann sagen wir herzlich willkommen zurück, Harald Glööckler. Wir wünschen Ihnen weiter eine ganz tolle Zeit in Kirchheim an der Weinstraße.
Glööckler: Dankeschön, ich danke und ich freue mich sehr, dass ich hier bin und grüße alle Pfälzer und schön, dass ich hier in dieser schönen Pfalz sein kann und darf. Dankeschön.