Das war der BW-Newsticker am Dienstag

Millionenschaden bei Stallbrand, Wirtschaftsinstitut warnt vor Tankrabatt, Modellprojekt: Fünftklässler lassen Smartphones daheim

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Barbara Reeder.

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Stand

Von Autor/in Barbara Reeder

Tschüss!

Es ist 10 Uhr. Damit verabschiede ich mich und wünsche euch noch einen schönen Spätsommertag. Morgen ist mein Kollege Nils Kraft im Newsticker für euch da. Bis dahin gibt es wie immer die Nachrichten für Baden-Württemberg unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Merz trifft Jugend-forscht-Gewinner - auch aus BW sind Gewinner dabei

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trifft heute in Berlin die Siegerinnen und Sieger von "Jugend forscht 2026". Darunter sind auch Preisträger aus Baden-Württemberg: Zwei Gymnasiasten aus Reutlingen haben den ersten Preis in den Geo- und Raumwissenschaften gewonnen. Sie entwarfen ein mathematisches Modell zu der Frage, ob sich die Bahnen von Satelliten zwischen einem Planeten und seinen Monden vorhersagen lassen. Zwei Schüler aus Überlingen (Bodenseekreis) erhielten einen Preis in der Kategorie Technik für einen Roboter, der auf Feldern Unkraut erkennt und per Laserstrahl unschädlich macht. Eine Schülerin und ein Schüler aus Ravensburg erfanden eine umweltfreundliche Alternative zu Torf und landeten damit auf Platz 5 in der Kategorie Biologie. Das Bundesfinale vom 61. Jugend forscht-Wettbewerb fand Ende Mai statt. Bei dem Wettbewerb treten Schülerinnen und Schüler mit Forschungsprojekten in der Mathematik, Informatik, Technik und den Naturwissenschaften gegeneinander an.

Lidl darf selbstfahrenden Lkw testen

Demnächst könnte euch auf der Strecke zwischen einem Verteilzentrum des Lebensmitteldiscounters Lidl und einer Filiale in Nordhessen ein Lkw ohne Fahrerkabine begegnen. Denn das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) hat die Genehmigung bekommen, die Belieferung seiner Filialen mit einem autonom fahrenden LKW zu testen. Das berichtet das "Handelsblatt". Heute beginnt auch die Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation in Hannover. Dort will Lidl weitere Infos zu dem geplanten Testlauf geben. Fest steht bereits, dass der selbstfahrende LKW keine Fahrerkabine hat und eher einem rollenden Container gleicht. Das rein elektrisch angetriebene Fahrzeug wird Waren auf einer etwa 400 Meter langen Teststrecke über öffentliche Straßen transportieren. Laut "Handelsblatt" schreibt das Kraftfahrtbundesamt für den Test vor, dass die Fahrt des Lkw durch ein Begleitfahrzeug abgesichert wird.

Technologiepartner bei dem Pilotprojekt ist ein schwedisches Startup. Der Testlauf ist auf vier Monate angesetzt. Danach plant Lidl, weitere Filialen an die Belieferung durch den autonom fahrenden Lkw anzuschließen. So könnten Lieferkosten im Handel in Zukunft gesenkt und zudem der Mangel an Lkw-Fahrern ausgeglichen werden.

15-Jähriger mit zwei Promille auf dem Fahrrad erwischt

In Ravensburg hat die Polizei am Wochenende einen total betrunkenen 15-Jährigen auf dem Fahrrad aus dem Verkehr gezogen. Eine Streife bemerkte ihn im Stadtgebiet, weil er ohne Licht fuhr. Als sie ihn stoppen wollte, flüchtete er. Die Polizisten holten den 15-Jährigen schnell ein, ein Alkoholtest ergab zwei Promille. Der Jugendliche muss jetzt mit einer Anzeige rechnen.

IfW gegen pauschale Spritpreishilfen

Angesichts erneut stark steigender Spritpreise wird vielfach der Ruf nach Entlastungen für Autofahrerinnen und Autofahrer laut. Doch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) sieht pauschale staatliche Hilfen skeptisch und fordert stattdessen gezielte Unterstützung. Der Konjunkturexperte des IFW, Klaus-Jürgen Gern, sagte im "Deutschlandfunk", bei Personengruppen, die durch die hohen Energiekosten Probleme bekämen, könne man darüber nachdenken, Härten abzufedern. Eine breit angelegte staatliche Entlastung der Verbraucher, wie zuletzt durch den Tankrabatt, sieht Gern kritisch. Diese Maßnahmen seien extrem teuer und würden oft Menschen zugute kommen, die eine Unterstützung nicht bräuchten.

Mercedes-Benz ruft weltweit über 23.000 Autos zurück

Mercedes-Benz ruft in Deutschland 6.772 Fahrzeuge der GLE-Baureihe 167 zurück. Hintergrund ist, dass bei den zwischen August 2022 und September 2025 produzierten Diesel- und Hybridautos ein Schutzblech falsch verbaut ist. Daher könnte plötzlich der Antrieb versagen. Weltweit wurden insgesamt 23.606 GLE zurückgerufen. Mercedes-Benz will über die hauseigene Serviceorganisation bei den betroffenen Fahrzeugen das Abschirmblech sowie die Kraftstoffleitung überprüfen und nacharbeiten.

Sorgt El Niño für einen kälteren Winter?

Ein besonders starker El Niño könnte womöglich in diesem Jahr auch das Winterwetter in Europa beeinflussen. Das Wetterphänomen erwärmt das Wasser im tropischen Pazifik und beeinflusst dadurch Wetterlagen weltweit. In der Vergangenheit gab es Winter, in denen ein El Niño und eine außergewöhnliche Kältewelle im Spätwinter zusammenfielen. Ein Grund dafür ist, dass ein El Niño den Polarwirbel beeinflussen kann. Bricht er zusammen, kann kalte Luft aus dem Norden weiter nach Süden vordringen - und damit auch zu uns nach Europa. Dass es diese Verbindung gibt, bedeutet allerdings noch keine konkrete Winterprognose. 

Millionenschaden bei Stallbrand in Baindt - fünf Tiere sterben

Bei einem Brand in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Baindt (Kreis Ravensburg) ist vergangene Nacht ein Millionenschaden entstanden. Nach Angaben der Polizei sind im Stall zwei Pferde und drei Kälber verendet. Menschen seien nicht verletzt worden. Der Schaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf bis zu 1,5 Millionen Euro. Laut Feuerwehr wurden 20 Rinder aus dem Gebäude gerettet. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte das Stallgebäude bereits komplett, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Im Laufe des Einsatzes stürzte es demnach teilweise ein. Rund 150 Kräfte seien im Einsatz gewesen. 

Wein zu Putzmittel: Weinbauern können Anträge stellen

Es wird immer weniger Wein getrunken, daher bleiben Winzerinnen und Winzer aktuell häufig auf ihrem Wein sitzen. Weinbaubetriebe im Anbaugebiet Württemberg können daher ab heute den Antrag stellen, ihre Weine zu Industriealkohol destillieren zu lassen. So sollen überschüssige Weinmengen verwertet werden. Betriebe, deren Antrag auf Krisendestillation genehmigt wird, bekommen 59 Cent für jeden Liter Rot- oder Roséwein, den sie verarbeiten lassen. Der Industriealkohol wird dann beispielsweise für Putz- oder Desinfektionsmittel verwendet. In Württemberg stehen dafür knapp vier Millionen Euro aus EU-Geldern bereit.

Polizei entschuldigt sich für SEK-Einsatz in falscher Wohnung

Über den SEK-Einsatz in einer falschen Wohnung in Heidenheim, der der Mieterin bei der Rückkehr aus dem Urlaub einen gehörigen Schreck eingejagt hat, haben wir vor einigen Tagen bereits berichtet. Jetzt hat sich die Polizei für ihren Fehler entschuldigt. Bei dem Einsatz war die Wohnungstür beschädigt und dann das Schloss ausgetauscht worden. Die unbeteiligte Bewohnerin kam dann erstmal nicht in ihre Wohnung, als sie nach einigen Wochen aus dem Urlaub zurückkam.

Modell zur Drohnenabwehr demonstriert: Großes Interesse bei Unternehmen in BW

Versuchte Drohnenangriffe gab es nicht nur vor kurzem am Leipziger Flughafen, auch in Baden-Württemberg haben Angriffe auf kritische Infrastruktur und Unternehmen zugenommen. Daher haben sich rund 60 Unternehmer aus ganz Baden-Württemberg in Mönsheim (Enzkreis) über das Thema Drohnenabwehr informiert. Dort wurde auf einem Golfplatz ein Modell zur Drohnenabwehr vorgestellt. Das Abwehrsystem besteht aus Sensoren, die eine Drohne erkennen sollen und ihr Bild auf einen Monitor übertragen. Künstliche Intelligenz soll die Bilder dann auswerten und erkennen, ob die Drohne harmlos oder gefährlich ist.

Zweifel an Stresstest-Untersuchung zu S21: Debatte auf Social Media

Die möglicherweise falschen Kapazitätsberechnungen für S21 beschäftigen auch unsere Community auf Social Media. So gibt es zu unserem Instagram-Beitrag viele Kommentare: Zum einen wird das Bahnprojekt allgemein kritisiert, aber auch die aktuelle Wendung. In den Kommentaren findet sich zudem viel Spott. Ein Nutzer schreibt: "Hoffentlich hat jemand in der Planung an die Gleise gedacht?" Viele schreiben auch: "Warum wundert mich das nicht?" Ein Nutzer fragt, wer dafür zur Rechenschaft gezogen wird und für mögliche Kosten aufkommt.

Was denkt ihr darüber? Kommentiert gerne auf unserem SWR Aktuell-Instagram-Kanal:

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Mehr Unfälle auf dem Schulweg: Wozu Verkehrsprofis raten

In den kommenden Tagen starten auch die Erstklässler und Erstklässlerinnen ins Schulleben. Doch der Weg dorthin ist nicht immer ungefährlich. Landesweit steigen die Unfallzahlen auf Schulwegen. Und gerade die Jüngsten sind besonders gefährdet. Die Landesverkehrswacht BW rät daher unter anderem dazu, den Schulweg einzuüben. Die Strecke sollte mehrfach und in beide Richtungen gemeinsam abgelaufen werden, heißt es. An jeder potenziell kritischen Stelle sollte erklärt werden, wie sich die Kinder richtig verhalten. Außerdem sollten die Kinder möglichst gut sichtbar sein - mit reflektierenden Elementen an der Kleidung und am Schulranzen.

Smartphone-freie Klasse - Plochingen startet Modellversuch

Zuletzt wurde viel diskutiert über ein Verbot von Smartphones in der Schule. In Plochingen gilt jetzt für rund 30 Schülerinnen und Schüler: Die Handys bleiben zuhause. Die Klasse ist ein Modellprojekt. Die Eltern konnten sich aktiv dafür entscheiden, dass ihre Kinder dorthin gehen und nicht in eine der vier anderen Klassen, in denen die Smartphones erlaubt sind. Laut Schulleiter Heiko Schweigert waren die Plätze in der Smartphone-freien Klasse aber sofort belegt.

Özdemir trifft Werksleitung von Audi in Neckarsulm

Bei Audi in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) ist die Anspannung groß, denn dem Werk droht aufgrund der Sparpläne des Mutterkonzerns VW möglicherweise die Schließung. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) will sich deswegen heute unter anderem mit der Werkleitung und Vertretern der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer treffen. Für den Neckarsulmer Oberbürgermeister Steffen Hertwig (SPD) ist das Treffen ein wichtiges Signal, denn es zeige, dass der Erhalt des Werkes für Özdemir Chefsache sei. Einen Befreiungsschlag erwartet Hertwig aber nicht. Özdemir hatte bereits zuvor konkrete Pläne für den Erhalt des Standorts in Neckarsulm gefordert.

Neue Spur im Fall Scarlett? Verein will mit Suchhunden Hinweise gefunden haben

Sechs Jahre ist es her, dass die damals 26-jährige Scarlett S. beim Wandern im Südschwarzwald verschwand. Seitdem ist unklar, was geschehen ist. Freiwillige suchen immer wieder nach ihr. Vergangenes Wochenende waren Mitglieder des Vereins "Finderwille" mit Suchhunden im Wehratal und haben der Polizei gemeldet, dass die Hunde in einem Gebiet angeschlagen hätten. Jetzt will die Polizei die Informationen prüfen und entscheiden, ob es weitere Maßnahmen gibt. Allerdings sei man skeptisch, so ein Sprecher. Demnach ist seit dem Verschwinden Scarletts zu viel Zeit verstrichen, als dass die Hunde noch ihre Spur wittern könnten.

Kieferorthopädin wegen unerlaubter Botox-Behandlungen vor Gericht

In Konstanz steht ab heute eine Kieferorthopädin vor Gericht. Sie soll über Jahre Patientinnen und Patienten mit Botox im Gesicht behandelt haben, obwohl sie dafür keine entsprechende Zulassung hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr gefährliche Körperverletzung und Betrug vor. Als Kieferorthopädin sei die 37-Jährige lediglich befugt, Spritzen in den Mund zu geben. Sie soll aber Botox auch in Stirn, Nase oder Wangen gespritzt haben. Die Anklage geht von 275 Fällen zwischen 2021 und 2025 aus.

Baden-Württemberg landet bei Bildungsmonitor auf Platz 4

Gestern sind die Schülerinnen und Schüler im Land ins neue Schuljahr gestartet. Nach dem kürzlich veröffentlichten, schlechten PISA-Ergebnis gab es nun gute Nachrichten: Denn der sogenannte Bildungsmonitor kommt zu dem Ergebnis, dass Baden-Württemberg überdurchschnittlich gut abschneidet. Demnach belegt das Land Rang 4 unter den 16 Bundesländern. In Baden-Württemberg seien die Hochschulabsolventen bundesweit am jüngsten. Positiv bewertete die Untersuchung zudem die berufliche Bildung, die Digitalisierung sowie die allgemeine Schulqualität. Nachholbedarf gebe es bei der Chancengleichheit, Integration und auch bei der Ganztagsbetreuung. Beim Bildungsmonitor werden lediglich die 16 Bundesländer verglichen - die PISA-Studie ist ein internationaler Vergleich.

Seniorin fährt in Supermarkt Lager: 78-Jährige verwechselt Gas und Bremse

Eine 78-Jährige ist gestern in Sigmaringen mit ihrem Auto in einem Getränkeregal gelandet: Die Frau wollte laut Polizei lediglich ausparken. Dabei fuhr sie jedoch nicht rückwärts aus der Parklücke, sondern prallte mit ihrem Wagen gegen zwei parkende Autos. Anschließend versuchte die Frau erneut zurückzusetzen. Das Auto fuhr dann durch das geschlossene Tor des Getränkelagers eines Supermarkts und kam an einem Getränkeregal zum Stehen. Die Frau verletzte sich leicht und wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Özdemir will Sanierung der Stuttgarter Oper auf Prüfstand stellen

Von einem Stuttgarter Sorgenprojekt zum nächsten: Die Sanierung der Stuttgarter Oper könnte laut Schätzungen bis zu zwei Milliarden Euro kosten. Angesichts klammer Kassen stellt Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) die Sanierung daher infrage und will prüfen lassen, ob ein Neubau nicht besser und günstiger ist. Der Steuerzahlerbund begrüßt den Vorstoß. "Wir waren eigentlich der Auffassung, dass schon jetzt alle Fakten auf dem Tisch liegen", sagte Eike Möller, Landesvorsitzender des Bundes der Steuerzahler Baden-Württemberg, der Deutschen Presse-Agentur. Eine erneute Prüfung der Pläne könne die Sanierung aber verbessern.

Nach einem Treffen von Özdemir und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) mit Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) hieß es, es solle eine "ergebnisoffene Neubewertung" des Projekts geben. Fachleute sollen beurteilen, ob ein Neubau besser und günstiger wäre als eine Sanierung. Damit ändert sich der Kurs der Grünen in der Frage. Vor mehr als zehn Jahren hatten sich Land und Stadt geeinigt, dass man die Sanierung des Gebäudes angehen will. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Tobias Vogt (CDU), hatte die aktuellen Planungen kritisiert.

So wird das Wetter am Dienstag in Baden-Württemberg

Wer kann, sollte den heutigen Tag ausnutzen, denn es wird noch einmal sommerlich in Baden-Württemberg: Der Tag startet mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Lediglich am Nachmittag sind vereinzelt ein paar Wolken zu sehen. Dazu gibt es Temperaturen von 24 bis 30 Grad.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr immer in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht aus der SWR Aktuell-Sendung von gestern Abend seht ihr hier:

Bier und Kokain: Fahrdienstleiter legte Zugverkehr lahm

Weil der Fahrdienstleiter im Stellwerk Gengenbach (Ortenaukreis) nicht erreichbar war, stand der Bahnverkehr dort am Sonntag zeitweise still. Bundespolizei, Rettungsdienst und Feuerwehr rückten an. Durch die Fenster sahen die versammelten Einsatzkräfte den 29-Jährigen offenbar bewusstlos in einem Bett liegen. Erst auf wiederholtes Klopfen habe der Mann reagiert, berichteten die Einsatzkräfte. Wegen seines Verhaltens und mehrerer leerer Bierflaschen führten die Beamten einen Atemalkoholtest durch. Dieser ergab 0,94 Promille, wie die Bundespolizei mitteilte. In seinem Geldbeutel fanden die Einsatzkräfte zwei Konsumeinheiten einer weißen Substanz. Nach Angaben des 29-Jährigen handelte es sich um Kokain.

S21 zu klein geplant? Gutachter bezweifelt eigene Berechnungen

Ein sogenannter Stresstest sollte 2011 beweisen, dass der neue Tiefbahnhof von Stuttgart 21 leistungsfähig genug ist. Jetzt kam raus: Die Berechnungen könnten falsch sein. Das hat der damalige Chef des Schweizer Verkehrsberatungsunternehmens SMA, Werner Stohler, in einem Interview bestätigt. Das Brisante daran: Die SMA war an dem Gutachten beteiligt. Nach Aussage Stohlers habe die Bahn den Stresstest in erster Linie selbst durchgeführt - die SMA habe die Untersuchung lediglich begleitet.

Doch war es diese vermeintlich unabhängige Untersuchung, mit der die Projektpartner vor 15 Jahren rechtfertigten, den Bau von Stuttgart 21 fortzusetzen. Fachleute sprechen aufgrund der Aussagen Stohlers von einem Skandal. Denn Stohler sagt jetzt selbst, die Kapazitätsrechnungen seien wertlos. Demnach sei - anders als sein eigenes Gutachten besagt - der neue Tiefbahnhof nicht groß genug. Die Bahn will sich zu den neuen Aussagen von Stohler nicht konkret äußern. Auf SWR-Anfrage teilte man lediglich mit, dass der Stresstest von allen Projektpartnern anerkannt wurde. 

Guten Morgen!

Willkommen zum Newsticker am Dienstag. Beim Bahnprojekt Stuttgart 21 denkt man eigentlich, es kann einen nichts mehr überraschen. Aber diese Nachricht hat es dann doch in sich: Der Gutachter des Stresstests im Jahr 2011, auf dessen Grundlage der Weiterbau erfolgte, stellt sein eigenes Gutachten infrage. Dazu gleich mehr. Außerdem bleiben auch heute vielerorts die Busse im Depot, weil die Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) streikt.

Mein Name ist Barbara Reeder und ich versorge euch bis 10 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik - schreibt mir gerne eine Mail an newsticker-bw@swr.de.

SWR Aktuell-Redakteurin Barbara Reeder
SWR Aktuell-Redakteurin Barbara Reeder Patricia Neligan
Baden-Württemberg
Ein leeres Klassenzimmer einer Schule (Symbolbild).

Das war der BW-Newsticker am Montag ++ Erster Schultag fällt an Schule im Kreis Göppingen wegen Einbruchs aus ++ Ehepaar vererbt Gemeinde 700.000 Euro ++ Diese Schwierigkeiten werden zum Schulstart in BW erwartetet ++

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker.

Hände über der Tastatur eines Notebooks. (Foto IMAGOWirestock)

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