Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Tobias Vogt (CDU) kritisiert die aktuellen Planungen rund um die Sanierung der Stuttgarter Oper und den damit verbundenen Interimsbau. Vogt sagte in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung", den "Stuttgarter Nachrichten" und dem "Südkurier": "Wir können nicht über die riesengroßen Haushaltslöcher auf kommunaler Ebene und die Diskussionen über die Schließung von Krankenhäusern hinweggehen. Ich glaube, die Menschen erwarten von uns, dass wir das berücksichtigen."
Wegen erwarteter Milliarden-Kosten Özdemir stellt Sanierung der Stuttgarter Oper infrage - Neubau soll geprüft werden
Das historische Opernhaus in Stuttgart müsste dringend saniert werden. Doch die Kostenschätzungen sind schwindelerregend - nun kommt ein Neubau ins Spiel.
Stuttgarter Oper: Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro
Schon vor knapp zwei Jahren erfuhr der SWR aus Insiderkreisen, dass die geplante Sanierung zwischen 1,5 und zwei Milliarden Euro kosten könnte. Eine offizielle Schätzung gibt es aktuell nicht. Vogt warnt nun vor unvorhersehbaren Risiken: "Man will den Littmann-Bau, ein mehr als 110 Jahre altes Gebäude, auseinandersägen und die Teile verschieben", so Vogt. "Es braucht nicht viel Fantasie, um hier ein unkalkulierbares Kostenrisiko zu sehen." Die Kosten für die Sanierung wollen sich die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg teilen.
CDU-Landtagsfraktion will Entscheidung fällen
In ihrer Herbstklausur in Freiburg im Breisgau will die CDU-Landtagsfraktion ab morgen intensiv über verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Stuttgarter Oper beraten. Laut SWR-Informationen soll auch Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) daran teilnehmen. Am Ende soll ein Entschluss der Fraktion stehen. Immer wieder wird auch über einen möglichen Neubau der Stuttgarter Oper an anderer Stelle spekuliert.