- Welche Sorten sollten Sie jetzt im Beet anbauen?
- Grünkohl: Klassisches Herbstgemüse richtig pflanzen
- So pflanzen Sie Fenchel richtig an
- Pak Choi aussäen: Asiakohl für die schnelle Herbsternte
- Chinakohl im Herbst: Setzlinge statt Direktsaat
- Fruchtfolge und Bodengesundheit beachten
- Rucola: Blitzschnelle Lückenfüller für den Spätsommer
Welche Sorten sollten Sie jetzt im Beet anbauen?
Für die zweite Pflanzperiode eignen sich besonders verschiedene Kohlsorten – etwa Fenchel, Pak Choi, Grünkohl und Chinakohl. Sie passen ins Beet und ins Hochbeet. Wichtig ist, freie Flächen nicht ungenutzt zu lassen: Wer jetzt pflanzt oder sät, kann im Oktober und Anfang November noch reich ernten.
Vor der Neupflanzung sollte Folgendes beachtet werden:
- Reste der Vorkultur entfernen.
- Den Boden mit Hacke oder Durchzieher lockern.
- Grünkohl und Chinakohl bekommen etwas zusätzlichen Dünger.
- Fenchel oder Pak Choi kommen meist ohne Dünger aus.
Grünkohl: Klassisches Herbstgemüse richtig pflanzen
Grünkohl kann jetzt als Jungpflanze gesetzt werden. Bei Pflanzung Ende Juli können Sie Anfang November mit der ersten Ernte rechnen.
Grünkohl braucht Platz: etwa 35 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen. Er benötigt zusätzlich Nährstoffe: Pro Quadratmeter werden etwa 50 Gramm organisch-mineralischer Volldünger eingearbeitet.
Damit die hoch werdenden Pflanzen nicht umkippen, sollte das Gemüse während des Wachstums leicht angehäufelt oder an einen Stab locker angebunden werden.
So pflanzen Sie Fenchel richtig an
Fenchel gilt als empfindlich: Manchmal bilden sich die Knollen nicht richtig aus oder die Pflanzen schießen früh in die Blüte. Trotzdem lohnt sich der Anbau, wenn Sorte und Zeitpunkt stimmen.
Für die Herbsternte empfiehlt Volker Kugel die Sorten "Rondo" und "Selma". Sie werden als Jungpflanzen im Gartencenter gekauft. Die Direktsaat in den heißen Sommermonaten ist riskant, da der Fenchel nur noch platte Knollen entwickelt und vorzeitig in die Blüte schießt. Pflanzen Sie den Fenchel im Abstand von etwa 30 x 30 Zentimetern. Ein wenig Kompost als Startdüngung reicht.
Sobald sich die Knolle sichtbar verdickt, bekommt der Fenchel eine Flüssigdüngung über das Gießwasser. Gleichmäßiges Gießen und ein passender Standort – er sollte sonnig und warm sein – sind wichtig.
Pak Choi aussäen: Asiakohl für die schnelle Herbsternte
Pak Choi ist ideal für alle, die direkt säen möchten. Die Saat kommt in die Lücken im Beet. Gut geeignet sind Flächen, auf denen zuvor etwa Möhren oder Salat standen.
In der Reihe genügen rund 15 Zentimeter Abstand. In der Regel müssen Sie nicht düngen – die Nährstoffe von den Vorkulturen reichen meist aus. Empfehlenswerte Sorten sind "Win Choi" und "Tai Sai".
Gießen Sie immer gleichmäßig. Bei zu wenig Wasser oder bei längeren Trockenphasen, schießt Pak Choi in die Blüte und wird bitter. Wer regelmäßig wässert, hat in etwa acht Wochen knackigen Pak Choi.
Chinakohl im Herbst: Setzlinge statt Direktsaat
Setzen Sie beim Chinakohl auf vorgezogene Setzlinge. Direktsaat ins Beet bringt oft schlechtere Ergebnisse. Auch hier sind etwa 35 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen wichtig.
Chinakohl zählt zu den Starkzehrern. Rund 50 Gramm Dünger pro Quadratmeter sorgen für einen guten Start. Zusätzlich mag er einen tiefgründigen, gut gelockerten Boden – dann sind im Herbst feste, gesunde Köpfe möglich.
Fruchtfolge und Bodengesundheit beachten
Damit der Boden vital bleibt, ist die richtige Fruchtfolge wichtig. Kohlarten und Pak Choi sollten nicht direkt nach anderen Kohlgewächsen wie Kohlrabi oder Brokkoli gepflanzt werden. Sie gehören zur selben Pflanzenfamilie und haben ähnliche Ansprüche. Werden sie zu oft hintereinander auf demselben Beet kultiviert, drohen Bodenmüdigkeit und Krankheiten.
Besser ist es, Kohl und Pak Choi auf Beete zu setzen, auf denen zuvor Pflanzen aus anderen Familien standen – etwa Radieschen oder Salate.
Rucola: Blitzschnelle Lückenfüller für den Spätsommer
Wer nicht bis Oktober oder November warten möchte, kann auf Rucola setzen. Die Saat kommt direkt in die Beetlücken und schon Mitte September lassen sich die würzigen Blätter ernten.
Rucola ist genügsam und zählt zu den Schwachzehrern. Zusätzlicher Dünger ist nicht nötig. Eine gute Wasserversorgung ist jedoch wichtig. Bekommt Rucola zu wenig Wasser, schießt er schnell in die Blüte. Dann werden die Blätter sehr bitter oder scharf.
Die mehrjährige Rauke trägt gelbe Blüten und kann Beete dekorativ schmücken. Wer nicht möchte, dass sie sich im ganzen Garten ausbreitet, schneidet die Samenstände rechtzeitig ab.