Susanne Daubner und der Hype ums Jugendwort
SWR1: Sie präsentieren seit Jahren das Jugendwort des Jahres und haben bei Jugendlichen eine riesige Fangemeinde. Wie verrückt ist es eigentlich für Sie?
Susanne Daubner: Damit hat natürlich keiner gerechnet, ich schon gar nicht, was das mal für einen Hype auslösen würde. Das ging ja schon 2021 eigentlich gleich beim ersten Mal so richtig los.
Da waren wir alle erstaunt. Jetzt ist es schon fast normal, aber so richtig dran gewöhnen werde ich mich nie, dass ich jetzt mit zunehmendem Alter von so vielen jungen Menschen, …
Susanne Daubner: Auch junge Leute kennen das Jugendwort oft nicht
SWR1: … gefeiert werden! Sie dürfen es so sagen. Worte wie "Crash Out" oder "Digga", müssen Sie sich erklären lassen, wie das ein oder andere ausgesprochen wird?
Daubner: Zu meiner eigenen Beruhigung kann ich sagen: Nicht nur ich muss mir manches erklären lassen, selbst junge Leute sagen mir, dass sie mit dem einen oder anderen Begriff nicht so richtig etwas anfangen konnten und auch erst mal nachfragen oder recherchieren mussten.
Susanne Daubner zum SWR1 Jugendwort aus den 80ern
SWR1: Aus der Nummer kommen Sie nicht mehr raus. Deshalb kommen wir jetzt auch mit dem Lieblingsjugendwort der 80er in Rheinland-Pfalz um die Ecke.
Daubner: Ich war fast ein bisschen erstaunt. Ich hätte auf ein anderes Wort getippt, aber es ist tatsächlich "cool". […]
Ich glaube, dass es früher noch mehr regional geprägt war. […] Ich komme aus Sachsen-Anhalt und ich kann mich erinnern an, "Das fetzt", "Das ist knorke". "Cool", […] das haben wir noch nicht gesagt.
Heute wird es tatsächlich, glaube ich, mehr vom Internet, von Social Media bestimmt, wie die Jugend heute spricht. […].