SWR1 Blaulichtwoche

Dinge, die ihr über Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW nicht wusstet

Es gibt sicher Dinge bei Polizei, THW, Feuerwehr und Rettungsdienst, die ihr nicht wusstet, von denen ihr keine Ahnung hattet. Unsere Kollegin Sandra Karch hat sich informiert.

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Stand

Dinge, die ihr nicht wusstet: die Feuerwehr und die Tauben

SWR1: Sandra, Du hast in dieser Woche ganz unterschiedliche Blaulichthelden getroffen. Gab es etwas, das Dich überrascht hat?

Sandra Karch: Ziemlich viel. Zum Beispiel habe ich gelernt, dass Feuerwehrleute nicht nur Brände löschen und Menschen retten. Brandmeisterin Marina Nikic von der Berufsfeuerwehr Mainz hat mir erzählt, dass die Feuerwehren in den Städten auch jede Menge Tauben retten dürfen.

Wir retten tatsächlich Tauben. Eine ganze Menge sogar hier in der Stadt. Das wäre auf dem Land auf jeden Fall anders.

Taubenrettung in der Stadt gehörte bisher nicht zu meinem Bild von der Feuerwehr – kommt aber vor.

Dinge, die ihr nicht wusstet: THW und Ehrenamt

Auch beim Technischen Hilfswerk (THW) hat mich ein Fakt überrascht. Dort arbeiten nämlich die allermeisten Menschen ehrenamtlich. Also nicht nur 70 Prozent oder 80 – sondern fast alle stehen neben Beruf, Familie und Freizeit bereit, wenn sie gebraucht werden. Und das unentgeltlich. Das hat mich schon beeindruckt.

Dinge, die ihr nicht wusstet: Feuerwehr als Schulfach:

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Dinge, die ihr nicht wusstet: Rettungswagen und die 9-1-1?

SWR1: Du warst auch in der Rettungsleitstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Mainz. Gab es dort auch so einen Aha-Moment?

Karch: Ja, gab es. Anders gefragt: Wusstest Du, dass man auch hier in Deutschland die 911 wählen kann, wenn man Hilfe braucht?

Leitstellendisponent und Rettungssanitäter Dominik Zitoun hat mich damit überrascht. Er hat mir erklärt, dass die 911 auf den europäischen Notruf 112 umgeleitet wird. Trotzdem empfiehlt er im Notfall weiterhin, die 112 zu wählen.

Außerdem gelten Kinder als die besten Anrufer bei Notrufen, erklärte mir der Disponent weiter. Im Gegensatz zu erwachsenen Anrufern, hören Kinder auf die Anweisungen der Helfer am Telefon und bleiben relativ ruhig. Erwachsene hingegen neigen in Notsituationen eher dazu, laut und hysterisch zu werden, so der Rettungssanitäter.

Dinge, die ihr nicht wusstet: Polizei, Streifendienst, Pausen

SWR1: Dann noch unbekannte Fakten von der Polizei?

Karch: Ich hatte Tina Volz von der Polizei Alzey getroffen. Sie erklärte mir, dass viele Menschen denken, Polizistinnen und Polizisten hätten Pause, wenn sie mal im Supermarkt gesehen werden.

Tatsächlich gibt es im Streifendienst aber keine festen Pausenzeiten. Ob Zeit für einen Kaffee oder etwas zu essen bleibt, hängt oft davon ab, ob gerade der nächste Einsatz wartet.

Einen Satz, den die Polizei übrigens nicht gerne hört, wenn sie Dich bei einer Kontrolle stoppt, ist: "Haben Sie heute nichts Besseres zu tun, als gerade mich anzuhalten," gibt mir die Hauptkommissarin mit.

"Meist haben wir ja einen Grund, um denjenigen anzuhalten, und nennen den auch," fährt die Beamtin mit 30 Jahren Diensterfahrung fort.

Diesen Satz merke ich mir auf jeden Fall – und werde ihn bei der nächsten Polizeikontrolle ganz sicher nicht verwenden.

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Erstmals publiziert am
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Gespräch mit
Sandra Karch
Onlinefassung
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