Tanzen – gut für den Körper
Es liegt auf der Hand, dass Tanzen die Kondition steigert. Wer einige Stunden auf einer Tanzparty Salsa, Cha-Cha-Cha oder Walzer tanzt, verbrennt mehr Energie als auf der Couch. Aber in Studien werden noch mehr positive Wirkungen auf unseren Körper angesprochen: Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, die Lunge trainiert, die Antikörperproduktion angekurbelt, so dass auch das Immunsystem profitiert.
Zusätzlich trainieren Tänzer ganz nebenbei Koordination und Gleichgewicht, was hilft, Stürze zu verhindern und sicher durch den Alltag zu gehen. Je nach Tanzstil werden außerdem unterschiedliche Muskelgruppen beansprucht, sodass Tanzen ein ganzheitliches Fitnessprogramm ist.
Tanzen – gut fürs Gehirn
Darüber hinaus fordert Tanzen den Geist. Neue Schrittfolgen zu lernen und sich an Choreografien zu erinnern, trainiert das Gedächtnis und fördert die Konzentration. Je komplexer die Schrittfolgen, desto stärker verknüpfen sich die Nervenzellen in unserem Gehirn. Besonders das Rückwärtsschreiten in vielen Tänzen, das im Alltag selten vorkommt, führt zu einem Feuerwerk der Nervenimpulse.
Tanzen – gut für die Stimmung
Beim Tanzen werden Glückshormone freigesetzt, die wie natürliche Schmerzmittel wirken und Entspannung auslösen. Dass beim Tanzen Stress abgebaut wird, lässt sich am sinkenden Cortisolspiegel messen. Es sind nicht nur Bewegung und Musik, die sich positiv auswirken. Gerade beim Paartanz sorgt die Berührung für eine enorme Hormonausschüttung, die uns guttut.
Sonderkurse jenseits des klassischen Programms
Neben den klassischen Standard- und Lateintänzen, wie sie etwa im Programm des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV) vermittelt werden, bieten viele Tanzschulen heute ein breites Spektrum an Sonderkursen an. Salsa, West Coast Swing, Tango-Kurse aller Art – es muss nicht immer Wiener Walzer und Rumba sein.
Tanzen ohne Partner: Line Dance und mehr
Nicht jeder hat einen Tanzpartner oder Lust auf Paartanz. Auch dafür gibt es mittlerweile zahlreiche Angebote: Line Dance ist eines der bekanntesten Beispiele - hier tanzen die Teilnehmer feste Choreographien unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade nebeneinander in Reihen, ohne direkten Partnerkontakt.
Doch Line Dance ist längst nicht das einzige Angebot. Viele Tanzschulen bieten inzwischen klassische Tänze in Linie getanzt an, so dass auch Walzer oder Cha-Cha-Cha ohne Partner getanzt werden können.
Moderne Tanzschulen: Locker, vielfältig und offen für alle
Viele Menschen verbinden Tanzschulen noch mit einem eher formellen Bild aus früheren Zeiten: elegante Kleidung und strenge Regeln. Heute sieht das meist ganz anders aus. In modernen Tanzkursen ist die Stimmung locker. Legere Kleidung ist in den meisten Kursen selbstverständlich und der Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund. Geübt wird in der Regel paarweise und nicht mehr nach Männern und Frauen getrennt. Außerdem können auch Frauen mit Frauen und Männer mit Männern tanzen.
Tanzkurse auch außerhalb von Tanzschulen
Wer Tanzen als Hobby ausprobieren möchte, findet nicht nur in Tanzschulen passende Angebote. Auch Volkshochschulen (VHS), Sportvereine und Ballettschulen bieten teilweise klassische Tanzkurse oder auch Formationstanz an.
Im Studio: Christian Spengler, Tanzlehrer
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