So geht Nachhaltigkeit

Regrowing – Gemüse aus Resten nachziehen: So geht's

Mit "Regrowing" – also "wieder wachsen lassen" – geben Sie Frühlingszwiebeln, Salatstrünken oder Wurzelgemüse ein zweites Leben. Wie Regrowing funktioniert, welche Gemüsereste sich besonders gut eignen und wie Sie damit ganz einfach frisches Grün auf Ihr Fensterbrett holen können, erfahren Sie hier!

Teilen

Stand

Von Autor/in Iris Hoppe

So funktioniert Regrowing

Regrowing ist kinderleicht: Schneiden Sie die entsprechenden Enden oder Strünke Ihres Gemüses ab. Geben Sie diese in ein Glas oder einen kleinen Behälter mit Wasser – aber nur so viel, dass die Wurzeln oder das untere Ende bedeckt sind. Stellen Sie das Ganze ans Fensterbrett, wo es hell ist. Wechseln Sie das Wasser alle zwei Tage, damit nichts schimmelt oder gammelt. Schon nach kurzer Zeit werden Sie sehen, wie das Gemüse neues Grün sprießen lässt.

Frühlingszwiebeln – der schnelle Erfolg

Frühlingszwiebeln sind der perfekte Einstieg ins Regrowing – hier sehen Sie bereits nach wenigen Tagen den ersten Erfolg.

So geht's: Schneiden Sie etwa 2 cm des weißen Endes mit den Wurzeln ab. Stellen Sie das Stück in einem kleinen Gefäß (z.B. einem Eierbecher) so ins Wasser, dass die Wurzeln bedeckt sind. Schon nach zwei Tagen schiebt sich neues Grün nach oben – und nach 6 Tagen können Sie etwa 6 cm frischen Lauch ernten.

Was lässt sich noch regrowen?

Regrowing: Gemüse nachziehen
Adobe Stock

Neben Frühlingszwiebeln gibt es viele weitere Gemüsesorten, die Sie wieder wachsen lassen können. Hier eine Übersicht:

1. Wurzelgemüse

Geeignet: Pastinaken, Petersilienwurzel, Knollensellerie, Rote oder Gelbe Bete, Karotten, Rettich.

So geht’s: Verwenden Sie das obere Ende des Wurzelgemüses, also den Teil, an dem normalerweise die Blätter sitzen. Stellen Sie diesen in Wasser.

Ergebnis: Nach etwa 2 Wochen sprießt frisches Blattgrün, das Sie als Kräuterersatz zum Würzen verwenden können (z. B. in Salaten oder Suppen).

2. Zitronengras

So geht’s: Den unteren, festen Teil in Wasser stellen. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, können Sie das Zitronengras in Erde einpflanzen.

3. Lauch/Porree

So geht’s: Ähnlich wie bei Frühlingszwiebeln – den unteren Teil mit Wurzeln ins Wasser stellen. Nach wenigen Tagen sprießt neues Grün.

Salat – Frischhalten leicht gemacht

Ein Rest Salat zum Regrowen angesetzt
Ein Rest Salat zum Regrowen angesetzt Sabine Schütze

Haben Sie einen Salatkopf, den Sie nicht direkt komplett verbrauchen? Mit Regrowing bleibt Ihr Salat länger frisch – und wächst vielleicht sogar ein wenig nach. Lassen Sie an den mittleren kleinen Blättern etwa 1–2 cm Strunk stehen. Stellen Sie den Strunk in ein Glas Wasser. Die Blätter wachsen zwar nur sehr langsam nach, bleiben aber lange frisch – perfekt für kleine Haushalte, die nicht den ganzen Salatkopf auf einmal brauchen.

Warum Regrowing ausprobieren?

  • Nachhaltig: Sie nutzen Gemüsereste sinnvoll und vermeiden Lebensmittelverschwendung.
  • Günstig: Frisches Grün, ohne etwas Neues zu kaufen.
  • Spaßfaktor: Es ist faszinierend zu beobachten, wie das Gemüse nachwächst – ideal auch als kleines Experiment mit Kindern.

Regrowing mit Kindern – Lernen und Staunen

Regrowing ist eine tolle Möglichkeit, Kinder spielerisch an das Thema Nachhaltigkeit heranzuführen. Sie können dabei zusehen, wie aus einem kleinen Gemüserest neues Leben entsteht. Lassen Sie Kinder zum Beispiel Frühlingszwiebeln oder Karottenreste ansetzen und die Fortschritte jeden Tag beobachten.

Fazit: Regrowing – Klein anfangen, Großes bewirken. Regrowing ist einfach, macht Spaß und schont gleichzeitig Umwelt und Geldbeutel. Probieren Sie es aus: Stellen Sie ein paar Gemüsereste ins Wasser, warten Sie ab – und freuen Sie sich über frisches Grün auf Ihrem Fensterbrett.

Frisches Grün aus dem Wasserglas Tipps für Regrowing: So wachsen Gemüsereste wieder

Regrowing bedeutet „wieder wachsen“. Genau das geht innerhalb weniger Wochen mit Wurzelgemüse, Lauch und Salat. Mit welchem Gemüse es gut funktioniert und worauf ihr achten sollt.

Green DIY "Regrowing" – Gemüsereste im Glas nachziehen

Schnippelabfälle von Zwiebeln, Wurzelgemüse und Salat können nochmal geerntet werden und eignen sich deshalb hervorragend für das kleine Fensterbank-Experiment.

Kaffee oder Tee SWR

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Iris Hoppe