Schon jetzt hat die Feuerwehr Trier mehr Vegetations- und Waldbrände gelöscht als im gesamten vergangenen Jahr. Weil Hitze und Trockenheit das Risiko immer weiter erhöhen, rüsten Feuerwehren und Forstämter in der ganzen Region auf.
Dazu gehören besondere Tanklöschfahrzeuge für Einsätze im Wald, regelmäßige gemeinsame Übungen und eine engere Zusammenarbeit der Feuerwehren über Kreisgrenzen hinweg. Das betrifft unter anderem die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg, Vulkaneifel und Birkenfeld.
Mehr Wasser, Drohnen und Spezialausrüstung
Die Feuerwehr Trier kann als einzige Berufsfeuerwehr der Region rund um die Uhr sofort ausrücken. Reicht ein Löschfahrzeug bei einem Waldbrand nicht aus, werden weitere Kräfte nach einem festen Alarmplan dazu gerufen – darunter auch die elf freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet.
Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Ernst Mettlach gehören inzwischen auch Drohnen mit Wärmebildkameras, sogenannte Waldbrandboxen und leichtere Schutzkleidung zur Ausrüstung. Diese wiegt deutlich weniger als die normale Einsatzkleidung und soll die Feuerwehrleute bei großer Hitze entlasten.
Für Einsätze fernab von Hydranten hält die Feuerwehr Trier außerdem einen Tankcontainer mit 10.000 Litern Wasser bereit.
Feuerwehren arbeiten eng zusammen
Auch die Feuerwehren in den Landkreisen haben ihre Ausstattung erweitert. So wurden unter anderem zusätzliche Tanklöschfahrzeuge angeschafft, die Wasser auch in besonders schwer zugängliches Gelände bringen können. Größere Brände werden inzwischen regelmäßig gemeinsam mit Feuerwehren aus benachbarten Landkreisen bekämpft.
Waldumbau soll Brand-Risiko verringern
Nicht nur die Feuerwehren bereiten sich auf die steigende Waldbrandgefahr vor. Nach Angaben von Gundolf Bartmann, Sprecher des Forstamts Trier, ist es auch den Forstämtern in der Region ein besonderes Anliegen, Brände möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.
Dafür stimmen Förster und Feuerwehren ihre Einsatzpläne regelmäßig ab, üben gemeinsam und planen, wo im Wald schnell Löschwasser verfügbar ist. Langfristig setzen die Forstämter außerdem auf den Umbau der Wälder. Seit rund 30 Jahren entstehen schrittweise mehr Mischwälder mit Laubbäumen. Sie gelten als deutlich weniger anfällig für große Waldbrände als reine Nadelwälder.
Sorgen bereiten den Forstämtern dagegen abgestorbene Bäume und Äste nach Trockenperioden. Sie erhöhen die Brandgefahr. Zu den häufigsten Ursachen für Waldbrände gehören nach Angaben des Forstamts außerdem weiterhin achtlos weggeworfene Zigaretten.
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Naturschutzbund fordert mehr Vorsorge gegen Waldbrände
Auch nach Ansicht des BUND braucht es in der Region Trier neben gut ausgestatteten Feuerwehren mehr Maßnahmen, um Waldbrände von vornherein zu verhindern.
Wie stark Hitze und Trockenheit die Wälder bereits belasten, zeige sich auch im Mattheiser Wald in Trier, sagte eine Sprecherin dem SWR. Dort litten alte Eichen zunehmend unter Trockenstress. Der Umweltverband fordert deshalb unter anderem ausreichend Löschwasserstellen im Wald und eine bessere Gefahrenanalyse.