Es ist seit Tagen kaum zu überhören. Immer wieder eilen die Rettungsdienste mit Martinshorn durch Trier zum nächsten Einsatz. Viele Menschen kommen mit den außergewöhnlichen Temperaturen nicht klar.
Menschen kollabieren in total überhitzten Wohnungen
Statt 30 Einsätzen an normalen Tagen habe es am Freitag und Samstag jeweils über 80 Rettungseinsätze wegen Hitze gegeben, so die Stadt Trier. "Fast alle Einsätze sind typische Hitze-Einsätze. Menschen kollabieren in total überhitzten Wohnungen, müssen zunächst vor Ort versorgt und oft in die beiden Trierer Kliniken gebracht werden“, sagt Andreas Kircharzt, Leiter der Trierer Berufsfeuerwehr.
Das war der Liveblog zur Juni-Hitzewelle in Rheinland-Pfalz ++ Unwetter angekündigt ++ Rettungsdienste am Limit ++ Waldbrand im Griff ++
Die Hitzewelle und ihre Folgen haben sich auch in Rheinland-Pfalz an vielen Stellen bemerkbar gemacht. Das war der Hitzeblog.
Diese Hitze ist kein normaler Sommer
Bereits seit Anfang der Woche erreichen immer mehr Notrufe die Trierer Einsatzzentrale. Die Temperaturen in der Stadt lagen teilweise bei über 40 Grad. Kein normaler Sommer, sagt Feuerwehrchef Kirchartz: "Meiden sie die Mittagshitze, vermeiden Sie körperliche Anstrengung, trinken Sie viel und kühlen Sie sich zwischendurch ab."
Tipps und Tricks bei großer Hitze Neue Hitzewelle: Diese Fehler machen viele Menschen
Die Hitze kommt zurück nach Rheinland-Pfalz: Temperaturen bis 40 Grad sind möglich. Das können Sie für sich und andere tun, um gut durch die Gluthitze zu kommen.
Brandmelder kommen mit Hitze nicht klar
Defekte Brandmeldeanlagen sorgen für weitere Einsätze bei der Trierer Berufsfeuerwehr. Die Brandmelder schlagen Alarm, ohne dass es brennt, so Feuerwehrchef Kirchartz: „Es scheint, als sei die Technik vielerorts noch nicht auf die hohen Temperaturen ausgelegt.“
Außerdem müsse die Feuerwehr auch immer wieder helfen, um Rettungsdiensten Türen zu öffnen. Meist dort, wo alleinstehende ältere Menschen in ihren Wohnungen kollabiert seien und nicht mehr öffnen können.
Altstadtfest Trier verläuft trotz Hitze ruhig
Beim Trierer Altstadtfest hielten sich die Einsätze für die Rettungsdienste im normalen Rahmen, so die Stadt Trier. "Die Nacht war eher ruhiger als in den Vorjahren", sagt Christoph Gotters, Stadtbeauftragter der Malteser.
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Die Freiwilligen Feuerwehren Olewig und Trier-Mitte stellten auf dem Domfreihof eine Abkühlstation gegen die Hitze auf. Viele Menschen seien durch die Brausen gelaufen, um sich am ganzen Körper abzukühlen. An den Gratiswasserspendern in der Trierer Innenstadt bildeten sich lange Schlangen.