Zwei Sofas, ein Tisch mit Stühlen, eine kleine Bibliothek und eine Ecke mit Brettspielen - das alles erinnert an das heimische Wohnzimmer. Dahinter verbirgt sich aber ein neues Projekt gegen Hitze der Stadt Daun in der Vulkaneifel. Sie hat eine leerstehende Gewerbefläche in einem städtischen Gebäude in einen Raum umgebaut, in dem sich jeder kostenlos abkühlen kann.
Wegen Hitze: Ältere Menschen nutzen neues Angebot in Daun
Eine Klimaanlage und Ventilatoren sorgen dafür, dass der knapp Hundert Quadratmeter große Raum immer auf ungefähr 19 Grad runtergekühlt wird. Außerdem steht dort ein Kühlschrank mit kostenlosen Getränken bereit. Seit rund einer Woche gibt es das neue Angebot in Daun.
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Die Woche startete schwül und heiß mit teils schweren Gewittern. Auch die nächsten Tage bleibt es heiß und meist trocken.
Carola Willems aus Daun nutzt es gerne. "Wenn man reinkommt, ist es schön kühl. Es ist schön, hier zu sitzen und sich mit anderen Menschen zu unterhalten", sagt die 85-Jährige. Vor allem wenn sie vom Einkaufen kommt, schaut sie im Raum vorbei. "Wenn es so heiß ist, dann wünscht man sich ins Kühle zu kommen".
Ähnlich sieht es die gleichaltrige Anneliese Scheid aus Daun. "In meiner Wohnung ist es sehr warm. Bei mir knallt die Sonne rein", erzählt die Eifelerin. Daher findet sie es gut, dass es das neue Angebot in ihrer Nähe gibt.
Ehrenamtliches Engagement ist Basis für das Projekt
Der Dauner Stadtbürgermeister Friedhelm Marder (CDU) freut sich darüber, dass der kühle Raum bei den Menschen gut ankommt. "Ich habe mit einer 90-jähriger Bürgerin telefoniert, die wegen der Hitze schon im Krankenhaus war. Sie findet das toll, dass es diese Aktion jetzt gibt", sagt Marder. Die Seniorin wolle deshalb einige ihrer Möbel für den neuen Raum spenden.
Laut Marder wird der Raum ehrenamtlich betrieben. Unternehmen aus der Region unterstützen die Stadt, etwa mit kühlen Getränken. Der Raum ist täglich zwischen 11 und 19 Uhr geöffnet, sobald draußen Temperaturen von 30 Grad geknackt werden. Nach dem Sommer soll der Raum weiter genutzt werden. Dann soll daraus eine Wärmestube entstehen - also ein Ort, an dem sich die Menschen dann bei frostigen Temperaturen aufwärmen können.