Die Folgen der anhaltenden Hitze in Rheinland-Pfalz werden immer deutlicher: Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in diesem Jahr bereits rund 1.500 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben.
Deutlicher mehr Hitzetote in diesem Jahr
Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2018 starben in Rheinland-Pfalz laut RKI 630 Menschen an den Folgen der Hitze. Die aktuelle Zahl liege bereits deutlich darüber, obwohl der Sommer noch nicht vorbei ist. Bundesweit geht das Robert Koch-Institut in diesem Jahr bislang von rund 11.900 Hitzetoten aus.
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Ältere Menschen besonders gefährdet
Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) warnt besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen vor den Folgen der Hitze. Sie hätten bei hohen Temperaturen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko und seien überdurchschnittlich häufig betroffen.
Auch Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) bezeichnet Hitze als ernstzunehmende gesundheitliche Belastung, insbesondere für ältere und pflegebedürftige Menschen.
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Die Hitze kommt zurück nach Rheinland-Pfalz: Temperaturen bis 40 Grad sind möglich. Das können Sie für sich und andere tun, um gut durch die Gluthitze zu kommen.
Rheinland-Pfalz besonders betroffen
Nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums ist Rheinland-Pfalz aufgrund seiner geografischen Lage besonders von extremer Hitze betroffen. Vor allem die Rheinebene und die Vorderpfalz gehörten zu den wärmsten Regionen Deutschlands.
Dort gebe es überdurchschnittlich viele heiße Tage und tropische Nächte. Hinzu käme ein vergleichsweise hoher Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung.
Ministerium empfiehlt Vorsorge
Um gesundheitliche Risiken zu verringern, rät Gesundheitsminister Hoch dazu, ausreichend zu trinken, die Mittagshitze zu meiden und Wohnräume möglichst kühl zu halten. Körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten nach Möglichkeit in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden.
Zudem appelliert er an die Menschen, auf ältere und besonders gefährdete Personen im persönlichen Umfeld zu achten. Oft könnten schon ein kurzer Besuch oder ein Anruf helfen.
Hitzeaktionsplan für Kommunen
Das Land hat nach eigenen Angaben einen Hitzeaktionsplan für die Kommunen erarbeitet. Dieser soll Städten und Gemeinden Orientierung geben, um sich auf extreme Hitzeereignisse vorzubereiten und Schutzmaßnahmen umzusetzen.
Auch beim Ausbau und der Modernisierung von Krankenhäusern soll der Schutz vor Hitze künftig stärker berücksichtigt werden. Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler fordert außerdem, die Risiken durch hohe Temperaturen in Pflegeeinrichtungen und am Arbeitsplatz frühzeitig im Blick zu haben und rechtzeitig gegenzusteuern.