Hitzewelle in der Pfalz

Wie bereiten sich Verwaltungen in der Pfalz auf die Hitze vor?

Am Donnerstag soll es wieder bis zu 40 Grad heiß werden. In der Pfalz rüsten die Rettungskräfte auf, und auch in einigen Stadtverwaltungen läuft nicht mehr alles wie gehabt.

Teilen

Stand

Die Integrierten Leitstellen in Ludwigshafen und Landau sind der erste Ansprechpartner, wenn in der Pfalz der Notruf gewählt wird. Laut einem Sprecher der Leitstelle Ludwigshafen wird vor allem am Donnerstag und am Freitag mehr Personal in der Leitstelle eingesetzt, damit alle eingehenden Anrufe möglichst schnell bearbeitet werden können. Die häufigsten Notfälle seien bei diesen Temperaturen Beschwerden durch die Hitze, also zum Beispiel starke Erschöpfung oder Kreislaufbeschwerden.

Mehr Rettungswagen als sonst im Einsatz

Deshalb habe die Rettungsdienstbehörde auch die Anweisung gegeben, dass mehr Rettungswagen eingesetzt werden sollen. In Landau sind das beispielsweise drei Fahrzeuge mehr als normalerweise. Diese werden auf die regionalen Rettungsdienste – den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Malteser – aufgeteilt.

Vorsorge ja, Panik nein

Die Leitstelle Landau ist aber guter Dinge für die kommenden Tage: Laut einem Sprecher habe man auch die letzte Hitzewelle Ende Juni gut bewältigen können: "Es gab keine Verzögerungen, trotzdem haben wir uns auf die aktuellen Temperaturen noch besser vorbereitet".

Um solche Notfälle von Vornherein zu vermeiden, sei es an heißen Tagen besonders wichtig, sich vor der Sonne zu schützen, im Schatten zu bleiben und ausreichend zu trinken.

Stadtverwaltungen in der Pfalz reagieren unterschiedlich auf die Hitze

Der Kreis Bad Dürkheim lässt den "langen Donnerstag" ausfallen: Statt um 18 Uhr wird die Kreisverwaltung schon um 13 Uhr schließen, die KFZ-Zulassung und die Außenstellen sogar schon um 12:30 Uhr. Termine am Nachmittag, die schon vereinbart wurden, bleiben aber bestehen. Die geänderten Öffnungszeiten betreffen auch die Wertstoffhöfe in Haßloch, Grünstadt und Friedelsheim, die schon um 16 Uhr schließen, also eine Stunde früher als sonst.

Frankenthal macht früher auf

In Frankenthal sieht es ähnlich aus: Hier werden die Öffnungszeiten vorverlegt. Die Stadtverwaltung ist deshalb am Donnerstag schon ab 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr erreichbar. Danach schließt das Rathaus für Besucher. Wer einen Termin am Nachmittag vereinbart hat, kann diesen entweder verlegen oder trotzdem wahrnehmen. Besucher mit Termin werden am Nachmittag am Eingang des Rathauses abgeholt.

In Speyer, Ludwigshafen und Neustadt läuft alles wie gewohnt weiter. "Wir ziehen durch!", so die wörtliche Antwort aus Landau.

Wochenmarkt in Speyer schließt früher

Laut der Stadtverwaltung Speyer schließen die Wochenmärkte auf dem Berliner Platz und dem Königsplatz am Freitag und Samstag schon um 12 Uhr, statt wie gewohnt um 13 Uhr. Das sei ein ausdrücklicher Wunsch der Verkäufer gewesen, so eine Sprecherin der Stadt.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
SWR

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!