Material
- Weinkiste
- ca. 12 Holzschrauben Durchmesser 3,5 mm
- Massivholz-Leisten/ Kanthölzer (Nadelholz ist ausreichend)
- 10 - 15 mm dicke Sperrholzplatte
- Kleine Hölzer als Abstandshalter zur einfacheren Montage
Werkzeug
- Akku-Schrauber
- Bohrerschachtel
- Kegelsenker
- Winkel
- Schleifpapier 120 oder 180
- Meterstab und Bleistift
- Handsäge/ Japansäge / Stichsäge / Bandsäge
So geht's:
Tipp: Für das Projekt eignen sich alle handelsüblichen Weinkisten, die man in Getränkemärkten erhält. Auch einfachere Kisten aus dem Baumarkt oder Möbelhaus sind geeignet und können nach Belieben weiter gestaltet werden.
1. Die Weinkiste wird hochkant auf eine kurze Außenseite gestellt. Diese Position ist auch unsere Endposition. Deshalb gerne die "schönere" Seite nach oben drehen.
2. Im ersten Teil unseres Projektes geht es um die Lagerung der Weinflaschen. Dafür werden zwei Leisten benötigt, die identisch mit den vorhanden Eckstützen in der Weinkiste sind. Da jedes Modell unterschiedlich ist, müssen die Maße direkt an der eigenen Weinkiste genommen werden.
Tipp: Gerne auch mehrere Leisten richten, falls man schon weiß, dass noch weitere Kisten folgen werden.
3. Alle Kanten der zugeschnittenen Leisten werden mit einem Schleifpapier Körnung 120 oder 180 gebrochen. Das bedeutet, die Kanten werden entschärft und erhalten eine schwache Rundung.
4. Die neuen Leisten werden in der Kiste auf die kurze Außenseite gelegt, so dass drei gleichbreite Fächer entstehen. Die Position der Leisten markieren und diese wieder weglegen.
5. Um die Leisten gut verschrauben zu können, werden die Schraubenlöcher in dem zuvor markierten Bereich von innen nach außen vorgebohrt. Je nach Größe der Kiste/ Länge der Leisten reichen zwei bis drei Schrauben. Die Bohrung wird im selben Durchmesser gebohrt, wie die spätere Schraube dick ist. Also bei der Verwendung von 4 mm Schrauben wird auch ein 4 mm Loch gebohrt.
6. Die vorgebohrten Löcher werden nun auf der Außenseite mit einem Senker angesenkt. Das heißt, die Kante wird angefasst damit der Schraubenkopf später flächenbündig im Holz sitzt. Falls kein Senker vorhanden ist, geht es auch mit einem 8 mm Durchmesser Bohrer.
7. Die Leisten werden nun auf ihrer markierten Position festgehalten und von außen verschraubt. Wenn vorhanden, können zur Fixierung gerne Schraubzwingen zur Hilfe genommen werden. Bei der Wahl der Schrauben ist unbedingt auf die richtige Länge zu achten! Vorher die Dicke der Leisten und die Dicke der Außenseite messen.
Der erste Teil ist geschafft! Es sind drei Fächer entstanden, in denen die Weinflaschen sicher liegen und nicht wegrollen können.
8. Für den zweiten Teil wird ein Brett benötigt. Die Maße müssen wieder an der eigenen Kiste genommen werden. Die Innenbreite und die Innentiefe.
9. An den späteren Gläsern muss nun die Dicke des Glasstiels gemessen werden. Dieser plus 5 mm ergibt die Breite der zu sägenden Schlitze. Die Tiefe der Schlitze ist 2/3 der Platte. Am Ende des Schlitzes wird ein 10 mm Durchmesser Loch gebohrt. Das erleichtert das Heraustrennen der Schlitze.
10. In der Breite wird die Position durch die Gläser bestimmt. Das Glas wird an seiner bauchigsten / dicksten Stelle gemessen. Die Häfte davon ist die Position des Schlitzes. Damit das Glas nicht am Kistenrand streift, wird dazu nochmal 2 cm drauf gerechnet. Bsp.: Das Glas hat 8 cm an der dicksten Stelle. Die Position des Schlitzes sind 4 cm, plus der Abstand von 2 cm ergeben 6 cm vom Rand der Platte, an dem der Anfang des Schlitzes ist.
11. Jetzt können die Schlitze gesägt werden. Mit einer Handsäge, einer Stichsäge, Bandsäge. Entscheiden Sie einfach, womit Sie besser umgehen können.
12. Die Kanten werden wieder mit Schleifpapier gebrochen. Dieses Mal deutlich mehr als bei den Leisten, um ein sicheres Gleiten der Gläser zu gewähren und Kratzer zu vermeiden.
13. Nun wird der Einlegeboden von außen festgeschraubt. Wie im ersten Teil wird die Weinkiste vorgebohrt, die Löcher angesenkt und anschließend von außen verschraubt. Um ein Verrutschen zu vermeiden, bietet es sich an, ein Abstandsklötzchen zu verwenden, das dazwischen geklemmt wird.
Im Studio: Cornelia Hörner, Schreinerin und Restauratorin
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