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Wenn Frauen zuschlagen – Wege aus der Gewalt

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Von Autor/in Eckhard Rahlenbeck

Lange galt Gewalt, die von Frauen ausgeübt wird, als Tabu. Aber es gibt sie: in der Partnerschaft, gegenüber Kindern und auch im öffentlichen Raum, wo es immer wieder zu Mädchengewalt kommt.

Wie häufig Frauen Täterinnen werden, ist in der Fachwelt umstritten und das Dunkelfeld unklar. Gewaltbereite Frauen scheinen jedoch eher bereit zu sein als Männer, an ihren Aggressionen zu arbeiten. Manche suchen Rat, weil sie oft ausrasten und sich bei Wutausbrüchen selbst nicht wiedererkennen. Bei Anti-Gewalt-Trainings lernen sie, Emotionen besser wahrzunehmen, Risikosituationen zu erkennen und Eskalationsspiralen zu unterbrechen.

Ein zerbrochenes Weinglas und ein kaputter Teller liegen in einer Küche auf dem Boden: Über Gewalt in Partnerschaften sprechen nur wenige offen – oft aus Scham oder Angst. Das macht das Thema für die Forschung schwierig

Gesellschaft Häusliche Gewalt gegen Frauen und Männer – Blinde Flecken in der Forschung

Über Gewalt in Partnerschaften sprechen nur wenige offen – oft aus Scham oder Angst. Das macht das Thema für die Forschung schwierig.

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Silhouette eines Mannes hinter einer gesplitterten Scheibe: Frauenverachtend, rassistisch, auch antisemitisch und homophob. Vor allem Männer formieren sich immer wieder um Feindbilder – trotz oder gerade wegen der Öffnung der Gesellschaft hin zu Gleichberechtigung und Diversität. Sie sehen das Patriarchat in Gefahr. Treffpunkte und Zustimmung finden sie in den sozialen Medien. Männlichkeit kann toxisch sein.

Gesellschaft Toxische Männlichkeit – Die Weltsicht der Wutmänner

In den "sozialen Medien" stößt man zunehmend auf Männer, die ihre Frauenverachtung und vermeintliche "Mannhaftigkeit" feiern. Es sind nicht nur Sprüche: Die Täter von Halle, Christchurch oder Utøya entstammen dieser Szene. Auch die AfD versucht, an diese Szene anzuknüpfen.

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Blumen, niedergelegt für das Opfer eines Femizids. Auf einem Schild steht: "Femizide stoppen". Jedes Jahr versuchen in Deutschland geschätzt hunderte Männer ihre Partnerinnen und Ex-Partnerinnen zu ermorden, fast jeden zweiten Tag stirbt eine Frau.

Opferschutz Femizide verhindern ‒ Männergewalt frühzeitig erkennen und stoppen

Der Mord an einer Frau, die nicht den Vorstellungen des Täters von "Frau sein" entspricht, kündigt sich häufig an. Prävention ist möglich.

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Protest gegen Femizide auf Plakaten an einem Bauzaun in Freiburg: "Jeden zweiten Tag tötet ein Mann seine (Ex)Partnerin". Der Kriminologe Jörg Kinzig hat das Phänomen Femizid 2025 in einer umfangreichen Untersuchung analysiert.

Kriminologie Femizide in Deutschland – Die bislang größte Untersuchung

Ein Tübinger Forschungsteam um Jörg Kinzig untersuchte erstmals für Deutschland systematisch Motive, patriarchale Strukturen und den Umgang von Polizei und Justiz mit Femiziden.

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Am 8. März 2021, dem internationalen Frauentag versammelten sich hunderte Menschen, um in Frankfurt am Main gegen Ungleichheit, Sexismus und für mehr Rechte von Frauen zu demonstrieren. Auf einem Plakat steht: "Noch 97 Femizide bis Weihnachten"

Gesellschaft Hass auf Frauen – Von Hate Speech bis Femizid

Patriarchale Denkweisen sind der Nährboden für mehr oder weniger offene Abneigung gegenüber Frauen bis hin zu unverhohlenem Hass und Gewalt, meinen viele Forscher*innen.

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Klaus Theweleit bei einer Veranstaltung in der Volksbuehne in Berlin. Er ist Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker und Schriftsteller

Porträt zum 80. Geburtstag Der Kulturtheoretiker Klaus Theweleit – Warum Männer hassen

In seinem Werk „Männerphantasien“ sucht Klaus Theweleit nach dem Ursprung männlicher Gewalt und Dominanz über Frauen. Er wurde damit zu einem Pionier der Männer- und Gewaltforschung in Deutschland.

SWR2 Wissen SWR2

Eine Frau hält sich selbst einen großen Spiegel vor: Narzissmus zeigt sich bei Frauen oft als emotionale Abhängigkeit. Minderwertigkeitskomplexe sind die verletzliche Seite ihres narzisstischen Selbstbilds und können zu toxischem Verhalten führen.

Psychologie Narzissmus bei Frauen – Zwischen Minderwertigkeitskomplex und Manipulation

Emotionale Abhängigkeit und Minderwertigkeitskomplexe sind die verletzliche Seite des narzisstischen Selbstbilds von Frauen. Sie können zu toxischem Verhalten führen.

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Mainz
Eine volle Straßenbahn in Mainz (Symbolbild): die Polizei sucht eine Frau, die einen 4-jährigen Jungen geohrfeigt hat.

Polizei sucht Täterin Ohrfeige in Mainzer Straßenbahn: Unbekannte schlägt Kind

Ein Vorfall in einer Straßenbahn in Mainz sorgt für Aufregung: Eine unbekannte Frau ohrfeigt einen vierjährigen Jungen, weil dieser ihr versehentlich gegen das Bein trat.

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Junge verschwommen hinter einer regennassen Fensterscheibe: Kinder, die sexuelle Gewalt in der Familie erleben, sind ihr oft schutzlos ausgeliefert. Umso wichtiger ist, dass das Umfeld genau hinschaut und mutig handelt.IMAGO  Addictive Stock

Gewalt Kindesmissbrauch in der Familie – Warum viele immer noch wegschauen

Kinder, die sexuelle Gewalt in der Familie erleben, sind ihr oft schutzlos ausgeliefert. Umso wichtiger ist, dass das Umfeld genau hinschaut und mutig handelt.

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Ein Junge sitzt traurig in seiner Schulklasse und schaut abwesend in die Ferne. Zu oft werden Signale der Gewalt an Kindern nicht erkannt – auch nicht von jenen, die in Kitas, Schulen, Arztpraxen und Jugendämtern mit ihnen zu tun haben.

Gesellschaft Kinderschutz – Signale der Gewalt erkennen

Für Tausende Kinder in Deutschland ist das eigene Zuhause kein sicherer Ort. Sie werden geschlagen und misshandelt. Mehr als 60.000 Fälle von solcher Gewalt wurden 2020 gemeldet.

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