Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Doch im Jahr 2020 wurden rund 5.000 Mädchen und Jungen körperlich misshandelt, 152 starben durch grausame Gewalt der Erziehungsberechtigten. Expert*innen rechnen mit einer hohen Dunkelziffer, die durch den Corona-Lockdown noch gestiegen sein dürfte.
Zu oft werden blaue Flecken und Knochenbrüche, Verbrennungen und Stichwunden nicht als Signale der Gewalt erkannt von all jenen, die in Kitas, Schulen, Arztpraxen und Jugendämtern mit Kindern zu tun haben. Doch nicht nur Fachkräfte sind angesprochen: Die ganze Gesellschaft muss sensibilisiert werden.
Jedes Jahr werden in Deutschland Tausende Kinder vom Jugendamt in Obhut genommen. Ob das für die betroffenen Familien wirklich eine Hilfe ist, hängt von vielen Faktoren ab.
Auch in SOS-Kinderdörfern wurden Kinder und Jugendliche Opfer von Übergriffen, Grenzverletzungen und Missbrauch. Nun ließ die Organisation SOS-Kinderdorf solche Fälle aufarbeiten.
Emotionale Gewalt ist oft schwer zu erkennen. Die Folgen sind jedoch genauso gravierend wie bei körperlicher Gewalt. Gleichzeitig gilt: Nicht jedes böse Wort ist ein Übergriff. Es braucht mehr Bewusstsein für emotionale Gewalt und ihre Alarmsignale.