Frauen werden ermordet – weil sie Frauen sind. Was zunächst wie ein extremer Vorwurf klingt, ist längst Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.
Der Begriff "Femizid“ beschreibt Tötungen, bei denen das Geschlecht des Opfers zentral ist.
In Deutschland hat bislang eine umfassende Untersuchung dieses Phänomens gefehlt. Deswegen hat der Kriminologe Jörg Kinzig zusammen mit Kollegen in einem bundesweiten Forschungsprojekt Tötungsdelikte an Frauen analysiert:
- Welche Motive stehen dahinter?
- Welche Rolle spielen patriarchale Strukturen?
- Wie gehen Polizei und Justiz mit diesen Fällen um?
Jörg Kinzig ist Professor für Kriminologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen.