Das Wissen

Toxische Männlichkeit – Die Weltsicht der Wutmänner

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Von Autor/in Eckhard Rahlenbeck

Frauenverachtend, rassistisch, auch antisemitisch und homophob. Vor allem Männer formieren sich immer wieder um Feindbilder – trotz oder gerade wegen der Öffnung der Gesellschaft hin zu Gleichberechtigung und Diversität. Sie sehen das Patriarchat in Gefahr. Treffpunkte und Zustimmung finden sie in den sozialen Medien.

Wie die Radikalisierung enden kann, zeigt die steigende Gewalt an Frauen, bis hin zu Amokläufen wie Halle, Christchurch oder Utøya. Toxische Männlichkeit beginnt aber schon im Familien- oder Berufsalltag.

Kann eine geschlechterreflektierte Männer- oder Täterarbeit die Trends eindämmen? Und was ist eine zeitgemäße Maskulinität?

SWR 2024

Am 8. März 2021, dem internationalen Frauentag versammelten sich hunderte Menschen, um in Frankfurt am Main gegen Ungleichheit, Sexismus und für mehr Rechte von Frauen zu demonstrieren. Auf einem Plakat steht: "Noch 97 Femizide bis Weihnachten"

Gesellschaft Hass auf Frauen – Von Hate Speech bis Femizid

Patriarchale Denkweisen sind der Nährboden für mehr oder weniger offene Abneigung gegenüber Frauen bis hin zu unverhohlenem Hass und Gewalt, meinen viele Forscher*innen.

SWR2 Wissen SWR2

Der autoritäre Mann. Doku über Incels, Männlichkeitsinfluencer und extremen Frauenhass

ARD Radiofeature Der autoritäre Mann – Doku über Frauenhass im Netz

Sogenannte Männlichkeitsinfluencer erreichen auf Plattformen wie Youtube und TikTok Millionen junger Männer. Sie propagieren männliche Dominanz und weibliche Unterwürfigkeit, verharmlosen oder glorifizieren Gewalt gegen Frauen. Von Stefanie Delfs und Antonia Märzhäuser

SWR2 Feature SWR2

Klaus Theweleit bei einer Veranstaltung in der Volksbuehne in Berlin. Er ist Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker und Schriftsteller

Porträt zum 80. Geburtstag Der Kulturtheoretiker Klaus Theweleit – Warum Männer hassen

In seinem Werk „Männerphantasien“ sucht Klaus Theweleit nach dem Ursprung männlicher Gewalt und Dominanz über Frauen. Er wurde damit zu einem Pionier der Männer- und Gewaltforschung in Deutschland.

SWR2 Wissen SWR2

Gisèle Pelicot im Oktober 2024 im Gerichtsgebäude in Avignon. Die Französin wurde zu einer Ikone der Frauenbewegung. Den Prozess gegen ihren Ehemann und die 50 Männer, die sie in betäubtem Zustand vergewaltigt hatten, ließ sie öffentlich abhalten.

Sexualisierte Gewalt Ein Jahr nach dem Pelicot-Urteil – Wie wechselt die Scham die Seite?

Millionen Frauen weltweit solidarisierten sich mit Gisèle Pelicot. Aber nur sehr wenige Männer. Dabei müsste es gerade von Männern einen lauten Aufschrei geben.

Das Wissen SWR Kultur

Ein Mann fotografiert heimlich unter den Rock einer Frau: Immer wieder entdecken Frauen intime Aufnahmen von sich auf Pornoseiten. Hochgeladen ohne ihr Wissen, zigfach geteilt. Es sind Spanner-Videos von öffentlichen Toiletten und Duschkabinen, private Strandfotos oder Deepfakes, bei denen das Gesicht in einen Porno-Clip montiert wird.

Sexuelle Gewalt Frauen heimlich gefilmt – Upskirts und Voyeur-Videos im Internet

Auf Porno-Plattformen gibt es unzählige Voyeur-Videos und geleakte private Nacktfotos – auch mit prominenten Gesichtern. Betroffene erfahren, wenn überhaupt, nur zufällig davon.

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Mainz
Sophia hat erlebt, wie ein Mann auf offener Straße vor ihr masturbierte.

"Er hat sich vor mir einen runtergeholt" Sexualisierte Gewalt gegen Frauen – Das muss sich ändern

Sophia, eine junge Frau aus Mainz, ist Opfer sexualisierter Gewalt: Eines Abends masturbiert ein Mann auf offener Straße vor ihr. Kein Einzelfall. 

Eine Frau schaut traurig aus einem Fenster: Soldaten vergewaltigen Frauen und Mädchen, ein besonders schreckliches Kriegsphänomen. Sexualisierte Gewalt gilt als effiziente Waffe. Auch für den Krieg in der Ukraine sind solche Fälle belegt.

Kriegsverbrechen Sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe

Soldaten vergewaltigen Frauen und Mädchen, ein besonders schreckliches Kriegsphänomen. Sexualisierte Gewalt gilt als effiziente Waffe. Fachleute beobachten: Die Verbrechen nehmen zu.

SWR2 Wissen SWR2

Männer sind am Anfang einer Depression häufig aggressiv, reizbar, wütend, neigen zu riskantem Verhalten. Die Krankheit wird daher oft nicht erkannt, wenn "typische" Zeichen wir Antriebslosigkeit und Traurigkeit fehlen.

Psychologie Depressionen bei Männern – Eher gereizt als niedergeschlagen

Antriebslos und traurig zu sein, halten viele für typische Zeichen einer Depression. Männer sind anfangs aber häufig aggressiv, reizbar, sie neigen zu Wutausbrüchen und riskantem Verhalten.

Das Wissen SWR Kultur

Ein Junge schreit wütend sein eigenes Spiegelbild an: Warum sind pubertierende Jungs so schwierig?

Familie Jungen in der Pubertät – Wild, faul und missverstanden?

In der Schule gelten sie oft als besonders faul und antriebslos. Auf Eltern wirken sie oft rebellisch. Nur Einbildung? Oder warum sind pubertierende Jungs so schwierig?

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Eckhard Rahlenbeck