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Hitzewelle naht: Wie steht es um die Waldbrandgefahr im Südwesten?

Die Bilder von brennenden Wäldern in Frankreich und Spanien erschüttern - drohen uns auch hierzulande schwer kontrollierbare Brände?

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Von Autor/in Janina Schreiber

Auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz steht die nächste Hitzewelle bevor. Sie trifft auf eine ausgedörrte Vegetation und die Gefahr steigt, dass auch hierzulande Waldbrände ausbrechen können.

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Gefahrenlage im Südwesten teils hoch

Die Waldbrandgefahrenkarte des Deutschen Wetterdienstes ist in Baden-Württemberg zur Wochenmitte mindestens rot eingefärbt - das entspricht Gefahrenstufe 4 von 5. Am kommenden Freitag, 31. Juli, zeigt die Karte für einzelne Regionen ein tiefes Rot für Stufe 5 - das entspricht der höchsten Gefahrenstufe. Das betrifft etwa die Region rund um Mannheim und Ludwigshafen oder den westlichen Schwarzwald.

In Rheinland-Pfalz sieht es ganz ähnlich aus, da färbt sich die Karte am Mittwoch, 29. Juli, für große Teile des Landes Rot (Waldbrandgefahren-Stufe 4 von 5), am kommenden Freitag, 31. Juli, kommt dann für einen kleinen Teil der Südpfalz ein tiefes Rot dazu, für die höchste Gefahrenstufe. Die Forstämter sind bereits dabei, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Ab Gefahrenstufe 4 können die Behörden auch Waldgebiete sperren.

Massive Waldbrände im Südwesten eher unwahrscheinlich

In Frankreich brennen kilometerweit Pinienwälder, in Spanien ist es verbuschtes, trockenes Land. Zwar gibt es auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Flächen mit Nadelbaum-Reinkulturen, die durch die Nadeln und das ätherische Öl leichter brennen - etwa im Schwarzwald und in der Eifel. Grundsätzlich sind die Wälder im Südwesten aber gut durchmischt - mit Buchen, Eichen, Kiefern oder Fichten.

Großflächige Brände sind bei uns eher unwahrscheinlich, allerdings auch nicht ausgeschlossen. Kirsten Thonicke, Geowissenschaftlerin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, sagt: "Bei extremer Trockenheit kann alles brennen." Deshalb solle sich auch der Südwesten nicht in Sicherheit wiegen. In Zeiten der Erderwärmung seien Dinge möglich, die bislang undenkbar waren.

Mit den Mischwäldern ist der Südwesten zwar gut aufgestellt, aber - das sagen auch die Forstämter - mit erhöhtem Risiko ist es wichtig, umso achtsamer zu sein. Denn verantwortlich für Brände ist in den meisten Fällen der Mensch - durch Grillfeuer oder weggeworfene Zigarettenkippen. Und Menschen melden auch die meisten Brände.

Vorsorge vor Waldbränden im Südwesten

Neben dem Pflanzen weiterer Baumarten innerhalb von Nadelholzwäldern ist ein Wasserrückhalt wichtig für die Waldbrand-Prävention: Dafür werden Versickerungsanlagen entlang der Wege angelegt oder abgestorbene Bäume als Totholz im Wald gelassen. Diese speichern Feuchtigkeit und mildern Dürre ab.

Im Ernstfall muss ein ausgebrochenes Feuer schnell eingedämmt werden - zum Beispiel, indem eine Schneise angelegt wird. Dafür gibt es gemeinsame Übungen von Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk.

In der Regel ist die Feuerwehr im Ernstfall innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort, auch weil das Wegenetz recht dicht ist in den Wäldern im Südwesten. Die Forstämter stellen den Feuerwehren außerdem Karten bereit, an welchen Stellen sie Löschwasser entnehmen können.

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Guten Morgen Rheinland-Pfalz SWR1 Rheinland-Pfalz

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Janina Schreiber
Bild von Janina Schreiber, Redakteurin in der SWR-Umweltredaktion
Onlinefassung
Jutta Kaiser
Bild von Jutta Kaiser aus der SWR-Wirtschaftsredaktion.

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