Bei der Bekämpfung der Flächenbrände in Südfrankreich zeigt die Beteiligung der knapp 40 Soldaten des Hubschraubergeschwaders aus Laupheim (Kreis Biberach) erste Erfolge. Nach Angaben der Bundeswehr konnten die Rettungskräfte mithelfen zu verhindern, dass sich die Brände in der Nähe von Bordeaux weiter ausbreiten. Allein von Einsatzbeginn am Dienstagnachmittag bis Mittwochabend hätten die Bundeswehrsoldaten rund 460.000 Liter Löschwasser in insgesamt 92 Anflügen über den brennenden Wäldern abgelassen.
Insgesamt 40 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten des Hubschraubergeschwaders 64 unterstützen die Einsatzkräfte in Frankreich. Wie das Operative Führungskommando der Bundeswehr mitteilt, sind die Soldaten mit zwei großen Transporthubschraubern vom Typ CH-53 vor Ort. Der Einsatz ist bisher für fünf Tage geplant, eine Verlängerung sei aber möglich.
Die Flächenbrände im Südwesten Frankreichs breiten sich seit gut einer Woche aus. Bislang wurde eine Fläche von rund 42.000 Hektar zerstört, das ist größer als die Stadt Köln.
Soldaten aus Laupheim bringen Lösch-Erfahrung mit
Das Hubschraubergeschwader 64 aus Laupheim trainiert immer wieder den Löscheinsatz. In den letzten Wochen und Monaten hat das Geschwader laut Operativem Führungskommando zudem bei Löscharbeiten in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Oberbayern unterstützt.
Die Transporthubschrauber vom Typ CH-53 können in angehängten Behältern mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Litern Wasser aus Oberflächengewässern aufnehmen, transportieren und aus der Luft ablassen.
So hat das Hubschraubergeschwader vor vier Jahren den Löscheinsatz geprobt.
Neben Piloten ist auch Personal zur Unterstützung am Boden in die Krisenregion geflogen. Zudem wurde weiteres Material zur Brandbekämpfung per Transportflugzeug gebracht. Der Hilfseinsatz ist Bestandteil des europäischen Katastrophenschutzverfahrens. Die französischen Behörden hatten die Hilfe angefragt.