Temperaturen weit über 30 Grad und dazu Trockenheit: Das hat den Feuerwehrleuten in der Westpfalz nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen ziemlich zu schaffen gemacht. Sie hatten am Wochenende zahlreiche Einsätze, weil es immer wieder brannte, und es gingen Tausende Notrufe ein.
Auch am Montag standen die Telefone der Feuerwehren in der gesamten Westpfalz nach eigenen Angaben nicht still. Der Grund: Rauch und Brandgeruch. In der Westpfalz gibt es im Moment aber keine großen Brände, sagen die Feuerwehren am Montag.
Brandgeruch durch Waldbrand in Belgien beschäftigt Feuerwehr in der Westpfalz
Nach Angaben der Feuerwehr Dahner Felsenland bestand wegen des Rauchs keine Gefahr für die Bevölkerung. "Wir verweisen auf die Information des Lagezentrums und empfehlen aufgrund der Geruchsbelästigung Fenster und Türen zu schließen und Lüftungs- sowie Klimageräte abzuschalten."
Die Polizei und die Feuerwehren gehen davon aus, dass Rauch und Brandgeruch durch den Wind von Waldbränden in Belgien und Nordrhein-Westfalen in die Westpfalz gezogen ist. Trotzdem hatten besorgte Bürgerinnen und Bürger ständig den Notruf gewählt. Für die Helfer viel Arbeit.
Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.
Wann Sie den Notruf 112 wählen sollten
Feuerwehr und Polizei bitten dringend: Wählen Sie den Notruf 112 nur, wenn Sie direkt Rauch und Feuer sehen. Denn die Feuerwehrleute müssen jeden Anruf prüfen und nachsehen, ob es tatsächlich irgendwo brennt - das bindet viele Kräfte.
Außerdem können Sie sich über die Warn- und Informations-Apps Katwarn oder Nina informieren. Allerdings sollen Bürgerinnen und Bürger weiter aufmerksam bleiben, denn auch in der Westpfalz sei die Waldbrandgefahr noch immer hoch.
Am Wochenende Tausende Notrufe bei Integrierter Leitstelle Kaiserslautern
Schon am Wochenende haben die Waldbrände in Belgien und im Norden von Rheinland-Pfalz die Feuerwehren in der Westpfalz stark belastet. Allein in der Schicht zwischen Freitag und Samstag gingen bei der Integrierten Leitstelle Kaiserslautern rund 1.000 Notrufe ein. Das lag sowohl an den Bränden in der Westpfalz als auch an den Feuern in Belgien und im Kreis Mayen-Koblenz. In der Integrierten Leitstelle Kaiserslautern mussten sogar Personal einspringen, das eigentlich frei hatte, um die vielen Anrufe abzuarbeiten.
Wald und Wiesen brennen am Wochenende in Kaiserslautern
Parallel dazu mussten die Feuerwehren am Wochenende wegen Flächenbränden in der Westpfalz ausrücken. Allein in der Schicht zwischen Freitag und Samstag waren es 14 Vegetationsbrände.
Unter anderem gab es einen Flächenbrand in Kaiserslautern im Gewerbegebiet West und im Wald am Blechhammer. Außerdem hat es im Wald am Vogelwoog in Kaiserslautern gebrannt und in mehreren privaten Gärten standen Wiesen und Hecken in Flammen. Auch rund um Zweibrücken musste die Feuerwehr ausrücken. Zum Beispiel zu einem Brand auf einer Streuobstwiese bei Wattweiler. Im Donnersbergkreis hat Gebüsch gebrannt.
Einsatz von Feuerwehr und Landwirten beendet Waldbrand bei Gebhardshain gelöscht - Schule wieder geöffnet
Der Waldbrand im Kreis Altenkirchen ist laut Feuerwehr vollständig gelöscht. Sie hat den Einsatz deshalb jetzt beendet.
Feuerwehr aus der Westpfalz hilft bei Bränden im Norden von Rheinland-Pfalz
Feuerwehrleute aus der Westpfalz waren dann auch selbst bei den Bränden im Norden von Rheinland-Pfalz im Einsatz. Am Samstag bat das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz um Unterstützung. Rund 80 Feuerwehrleute aus der Westpfalz rückten aus, um in der Region Koblenz die Flammen zu bekämpfen.