Am Sonntag hat der größte Teil des Umzugs des Mannheimer Theresienkrankenhauses (TKH) ins wenige Kilometer entfernte Diakonissenkrankenhaus (Diako) begonnen, am Dienstagnachmittag ist er beendet worden. Insgesamt wurden 60 Patientinnen und Patienten, die im TKH auf der Intensiv- und den Fachstationen untergebracht waren, ins Diako transportiert. Bereits zuvor hatte der Betreiber, die BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier), mehrere Stationen des TKH geschlossen, beziehungsweise ins Diako verlegt.
Am Dienstag hat das Krankenhauspersonal die noch im TKH verbliebenen 29 Patienten aus dem stationären Bereich verlegt, davon acht Intensivpatienten. Eine Sprecherin sagte am Dienstagnachmittag, der Umzug sei vollendet, es habe alles "wie am Schnürchen geklappt".
Am letzten Umzugstag (30.6.) waren den Angaben zufolge fünf Krankenhaustransportfahrzeuge, zwei Rettungswagen und ein Einsatzleitfahrzeug beteiligt. Dazu kamen rund 100 Mitarbeitende und Helfer, unter anderem des ASB, die mit angepackt haben.
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Wie lief der Transport der Patienten konkret ab?
Eine Sprecherin der BBT-Gruppe erklärte auf SWR-Anfrage, dass das medizinische Personal bei allen Patientinnen und Patienten vor dem Transport ins Diako einen medizinischen Gesundheitscheck durchgeführt hat, "um sicherzustellen, dass der Patient transportfähig ist". Danach haben Rettungssanitäter oder Mitarbeiter des Krankentransports die Patienten abgeholt und sie zum Diako gefahren. Das Diako liegt etwa fünf Kilometer vom TKH entfernt. Das TKH steht am Neckarufer in der Mannheimer Oststadt, das Diako befindet sich genau auf der Grenze der Mannheimer Stadtteile Neckarau und Lindenhof.
Hinweisschilder zur Schließung der Notaufnahme
Die Notaufnahme des Theresienkrankenhauses schließt laut der Sprecherin am 1. Juli (Mittwoch) um 6 Uhr früh. Am Eingang des TKH sind rund ein Dutzend roter Hinweisschilder angebracht, mit denen Patienten und Besucher darauf hingewiesen werden. Bereits am Dienstag um 12 Uhr wurde die Notaufnahme bei der Integrierten Leitstelle (ILS) offiziell abgemeldet. Die Rettungsdienste fahren das TKH seitdem nicht mehr an. Damit die Versorgung für Notfallpatienten jedoch komplett gewährleistet ist, ging die baulich erweiterte Notaufnahme am Diako bereits am Dienstagmorgen um 7 Uhr in Betrieb.
Erweiterte Notaufnahme im Diako mit mehr Platz
Das Personal aus der Notaufnahme des TKH sowie zahlreiche Geräte von dort sollen nun im Diako zum Einsatz kommen. In der neuen und größeren Notaufnahme am Diako gibt es dem Betreiber zufolge zusätzliche Behandlungs- und Schockräume, dort können bis zu 35 Patientinnen und Patienten versorgt werden. Am TKH gab es 19 Behandlungsplätze, in der ehemaligen Diako-Notaufnahme waren es 12. Das bedeutet: Nun gibt es insgesamt vier zusätzliche Plätze.
Bis Ende 2027 wird das Mannheimer Theresienkrankenhaus geschlossen, laut dem Betreiber - wie mehrfach berichtet - "aus wirtschaftlichen Gründen". Bis dahin betreibt das verbliebene Personal dort unter anderem ein Herzkatheterlabor für ambulante Eingriffe. Außerdem ist dort noch ein Teil der Verwaltung und die Schule für Gesundheitsfachberufe untergebracht. Was danach mit dem TKH-Gebäude passieren soll, ist noch offen.