Laut Gewerkschaft große Streikbeteiligung

Warnstreik bei Bussen: Viele Ausfälle und Verspätungen im Raum Karlsruhe, Pforzheim und Rastatt

Der zweitägige Warnstreik bei privaten Busunternehmen in der Region Karlsruhe endet am Mittwoch. Es gab erneut zahlreiche Ausfälle und Verspätungen.

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Von Autor/in Mathias Zurawski

Die Streiks bei privaten Busunternehmen haben auch am Mittwoch zu vielen Ausfällen und Verspätungen geführt. Betroffen waren die Stadt und der Landkreis Karlsruhe, Pforzheim und der Enzkreis sowie der Kreis Rastatt. Die Gewerkschaft ver.di sprach von einer großen Streikbeteiligung. Die betroffenen Linien haben die Verkehrsbetriebe Karlsruhe auf ihrer Website aufgelistet.

Viele Busse von SWEG und Friedrich Müller blieben stehen

Der Streikaufruf galt für die Busunternehmen SWEG in Karlsruhe und Friedrich Müller im Landkreis Karlsruhe an den Standorten Karlsbad, Ettlingen, Linkenheim-Hochstetten, Waghäusel und Bruchsal sowie außerdem am Standort in Bühl.

Nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers seien über zwei Drittel der Busse der SWEG in Karlsruhe am Dienstag und Mittwoch stehen geblieben. Beim Unternehmen Friedrich Müller seien an manchen Standorten im Kreis Karlsruhe fast alle Busse ausgefallen. Beim letzten Streik vor zehn Tagen hatten sich laut Gewerkschaft ebenfalls rund 2.000 Beschäftigte in 30 Betrieben in ganz Baden-Württemberg beteiligt.

Die Beschäftigten zeigen die Bereitschaft, weiter zu streiken, wenn es kein besseres Angebot gibt.

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Ver.di fordert neun Prozent mehr Geld, Verhandlungen werden fortgesetzt

Die Gewerkschaft fordert neun Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Außerdem sollen Auszubildende 100 Euro mehr im Monat bekommen bei einer Laufzeit des neuen Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Verhandlungen waren in der zweiten Runde ohne Ergebnis abgebrochen worden. Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) hatte zuvor von überzogenen Streikaktionen gesprochen.

Die Gewerkschaft will die Arbeitgeber mit Warnstreiks unter Druck setzen, um ein "deutlich verbessertes Angebot" zu bekommen. Die Verhandlungen werden am 31. Januar in der dritten Runde fortgesetzt.

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