Die Polizei hat drei weitere Tatverdächtige festgenommen, die an der Entführung eines 28-Jährigen im März in Besigheim (Kreis Ludwigsburg) beteiligt gewesen seien sollen. Bei Durchsuchungen ihrer Wohnungen im Kreis Heilbronn haben die Beamten wohl Beweismittel gefunden, die von dem Raub während der Entführung stammen. Alle drei sitzen jetzt in Untersuchungshaft. Zwei weitere mutmaßliche Täter wurden bereits im April festgenommen.
Ehemaligen Chef entführt: Erste Festnahmen bereits im April
Die Polizei geht davon aus, dass diese beiden ihrem ehemaligen Chef aufgelauert, ihn überwältigt und anschließend entführt haben. Im Kofferraum seines eigenen Autos brachten sie ihn dann wohl zu seiner Wohnung im Kreis Heilbronn. Mit Gewalt forderten sie von ihm Kontodaten und Zugang zu seinem Tresor, so die Polizei. Erst Stunden später ließen sie das Opfer leicht verletzt auf einem Feldweg bei Steinheim an der Murr (Kreis Ludwigsburg) zurück. Dort entdeckte ihn eine Fahrradfahrerin.
Tatverdächtige sollen Ex-Chef erpresst haben SEK-Einsatz Beilstein: Mutmaßliche Entführer festgenommen
Zwei Männer sollen ihren Ex-Chef entführt und erpresst haben. In diesem Zuge kam es in Beilstein zu einem SEK-Einsatz. Die Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft.
Die drei jetzt Festgenommenen sollen laut Staatsanwaltschaft den anderen beiden Tatverdächtigen nahe stehen: Die 21 und 23 Jahre alten Frauen seien jeweils die Partnerinnen der beiden im April festgenommenen Männern. Ein weiterer 18-jähriger Mann soll ein Verwandter sein. Alle drei waren wohl zu Beginn der Entführung nicht direkt beteiligt, sollen aber den Tatplan gekannt haben.
Drei weitere Tatverdächtige: Genaue Beteiligung an Entführung noch unklar
Zum Ende der Tat seien sie jedoch aktiv in das Tatgeschehen eingebunden gewesen sein, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Wie genau, das ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Alle drei waren laut Polizei nicht im Unternehmen des Entführten angestellt gewesen. Noch ist auch unklar, ob es eine Vorgeschichte zwischen dem Chef und den beiden mutmaßlichen Entführern gab.