Zwei Brände innerhalb weniger Stunden

Flächenbrand am Schemelsbergtunnel an der A6: Autobahn stundenlang gesperrt

Ein Flächenbrand direkt neben der A6 bei Weinsberg hat am Mittwochabend einen Großeinsatz von Feuerwehr und THW ausgelöst. Die Autobahn musste zeitweise voll gesperrt werden.

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Von Autor/in Ulrike Schirmer

Oberhalb des Schemelsbergtunnels bei Weinsberg (Kreis Heilbronn) nahe der A6 hat es am Mittwochabend einen größeren Vegetationsbrand gegeben. Laut Polizei war er so groß wie umgerechnet drei Fußballfelder. Die Autobahn in Richtung Nürnberg musste immer wieder teil- oder sogar voll gesperrt werden, weil die Feuerwehr den Brand zusätzlich von der Autobahn aus bekämpfte.

Feuer am Schemelsbergtunnel: A6 zeitweise voll gesperrt

Gegen 21:15 Uhr geriet im Gewann Schemelsberg gelagertes Reisig aus bislang unbekannter Ursache in Brand. Die Flammen breiteten sich schnell aus und griffen auch auf zwei landwirtschaftliche Anhänger über, die dort geparkt und teilweise mit Reifen beladen waren.

Flächenbrand am Schemelsbergtunnel bei Weinsberg
Ein Flächenbrand am Schemelsbergtunnel bei Weinsberg direkt neben der A6 hat am Mittwochabend einen Großeinsatz von Feuerwehr und THW ausgelöst. Die Autobahn musste zeitweise voll gesperrt werden. Pressestelle Feuerwehr Heilbronn

Obwohl die starke Rauchentwicklung den Verkehr auf der A6 nach Angaben der Polizei nicht beeinträchtigte, musste die Autobahn dennoch über mehrere Stunden teilgesperrt werden. Mehrfach wurde die Strecke außerdem in Fahrtrichtung Nürnberg komplett gesperrt. Grund dafür war der Feuerwehreinsatz selbst: Die Einsatzkräfte mussten den Brand auch von der Autobahn aus bekämpfen.

Erst gegen 3 Uhr seien die Löscharbeiten beendet worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. In den Reisigbündeln bildeten sich immer wieder Glutnester, die erneut gelöscht werden mussten. Die Nachlöscharbeiten wurden am Donnerstagnachmittag beendet.

Nachlöscharbeiten beim Flächenbrand am Schemelsberg
Die Feuerwehr löscht letzte Glutnester. Die Nachlöscharbeiten wurden am Nachmittag beendet.

Warnung an Anwohner wegen Rauchentwicklung

Wegen der starken Rauchentwicklung verschickte die Feuerwehr über die NINA-Warn-App Warnmeldungen an die Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften. Die Menschen wurden aufgefordert, Fenster geschlossen zu halten.

Messungen ergaben laut Feuerwehr allerdings, dass keine Schadstoffe freigesetzt wurden.

Im Einsatz waren insgesamt 108 Feuerwehrkräfte, 28 Fahrzeuge sowie zwei Drohnen. Unterstützung erhielt die Feuerwehr vom Technischen Hilfswerk, das einen Schaufelradbagger einsetzte.

Bereits zuvor Feuer in der Nähe

Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf etwa 35.000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen, heißt es. Denn noch ist unklar, wieso das Feuer ausgebrochen ist. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

Nur wenige Stunden zuvor hatte es ganz in der Nähe bereits einen weiteren Feuerwehreinsatz gegeben. Oberhalb des Schemelsbergtunnels war laut Polizei eine trockene Wiese in Brand geraten. Das Feuer breitete sich demnach auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern aus. Einen Zusammenhang zwischen beiden Bränden sieht die Polizei aktuell aber nicht.

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