Der tödliche Verkehrsunfall mit einem vierjährigen Jungen vergangene Woche in Bad Friedrichshall-Jagstfeld (Kreis Heilbronn) beschäftigt die Ermittler weiter. Der Junge soll von einem Auto angefahren worden und noch vor Ort verstorben sein.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei vom Unfallort und einer ersten Einschätzung eines unabhängigen Sachverständigen war die 59-jährige Autofahrerin mit weniger als den erlaubten 30 Kilometern pro Stunde unterwegs. Sie soll zudem sofort gebremst haben, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Das teilte die Polizei am Freitag mit.
Kind soll plötzlich auf die Straße gelaufen sein
Nach dem aktuellen Ermittlungsstand rannte der Junge unmittelbar von links auf die Fahrbahn. Das Auto kam nach wenigen Metern zum Stillstand. Zum Unfallzeitpunkt befand sich die Mutter des Kindes auf der linken, der Vater auf der rechten Straßenseite. Ob das Kind womöglich deshalb die Straße überqueren wollte, ist nicht bekannt.
Auch ob und unter welchen Umständen der Unfall für die Autofahrerin vermeidbar gewesen wäre, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Derzeit gebe es allerdings keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass sie den Zusammenstoß hätte verhindern können.
Gutachter wertet Spuren aus Vierjähriges Kind stirbt bei Unfall: Die Polizei ermittelt auch gegen Angehörige
Nach dem tödlichen Verkehrsunfall eines vierjährigen Jungen in Bad Friedrichshall laufen mehrere Ermittlungen. Darunter auch gegen Angehörige des Kindes.
Ermittlungen auch wegen Angriffen auf Autofahrerin durch Angehörige
Unmittelbar nach dem Unfall sollen mehrere Angehörige des Jungen die Autofahrerin angegriffen und ihr Fahrzeug beschädigt haben. Die 59-Jährige wurde dabei leicht verletzt. Gegen mehrere der Angehörigen wird deshalb wegen des Verdachts der Körperverletzung und der Sachbeschädigung weiter ermittelt. Auch die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.