Feldbrände gibt es derzeit sehr oft - am Dienstagabend ist ein Feuer auch einem Wohngebiet von Öhringen (Hohenlohekreis) gefährlich nahe gekommen. Der Brand hatte sich auf zwei Feldern über fünf bis sechs Hektar ausgebreitet, heißt es von der Freiwilligen Feuerwehr. Durch das schnelle Eingreifen von Landwirt Christian Heinrich konnte wohl Schlimmeres verhindert werden.
Feuer geht bis auf wenige Meter an Öhringer Wohngebiet heran
Der Landwirt ist selbst bei der freiwilligen Feuerwehr. Als der Brand ausbrach, war er gerade auf dem Nachbarfeld bei der Ernte. Geistesgegenwärtig fuhr er zurück auf seinen Hof und hängte einen sogenannten Grubber an seinen Schlepper an. Mit diesem zog er auf dem Acker eine Schneise in die Erde, um dem Feuer den Weg abzuschneiden. Dabei näherte sich das Feuer in unglaublicher Geschwindigkeit, erzählt er.
Der Wind! Das Feuer war zehn Meter neben mir und auf einmal war es neben dem Schlepper. Schlagartig hat sich das ausgebreitet. [...] Da hätte die Feuerwehr mit Wasser - nie hätte sie das geschafft.
Landwirt sorgte sich um Menschen im Wohngebiet
Der Landwirt erzählt im SWR-Interview, dass er an nichts anderes denken konnte, als das Feuer zu löschen. Er setzte aber noch einen Notruf ab, weitere waren schon von den Anwohnenden eingegangen. Weitere Landwirte kamen dazu und "grubberten" das gesamte Feld um.
Christian Heinrich ist froh, dass niemand verletzt wurde.
Das Wichtigste war, dass man das Wohngebiet abgrenzt vom Feuer. [...] Ich bin froh, dass niemand verletzt worden ist. Es ist halt schon bewegend, wenn die Leute vor ihrem Haus stehen und Angst haben um ihre Existenz.
Feuerwehr rückte aus und sicherte Wohnhäuser
Auch die Feuerwehr rückte aus. Einsatzleiter Michael Offenhäuser erzählt, er habe so einen Brand in seinen 34 Jahren Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr noch nie erlebt. Die Brände der letzten Zeit seien nur auf wenigen hundert Quadratmetern gewesen. Man konnte zuerst schlecht feststellen, wie weit sich das Feuer entwickelt hatte, da alles sehr verraucht war. Dazu kam ein starker Wind, der das Feuer zum Wohngebiet trieb.
Es herrschte ein relativ starker Wind zu dem Zeitpunkt und dadurch wird so ein Feuer relativ schnell in die Windrichtung getrieben.
Er berichtet auch von vielen Anwohnerinnen und Anwohnern, die sich besorgt an ihn wandten. Der meiste Rauch sei mit dem Wind nach oben weg gezogen.
Feldbrände in der Region
In den vergangenen Tagen wurden immer wieder brennende Felder gemeldet. So haben zum Beispiel am Montag in der Nähe des Heilbronner Stadtteils Neckargartach mehrere Hektar gebrannt und es waren landwirtschaftliche Höfe bedroht. Auch im Main-Tauber-Kreis kam es zu einem Feldbrand bei Großrinderfeld. Bei Schwäbisch Hall hat am Montag eine Ballenpresse gebrannt.